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Gonther bleibt optimistisch: Dynamo-Sportchef bewertet den holprigen Saisonstart

Dresden – Noch vor weniger als einem Jahr war Sören Gonther (39) als Sky-Experte tätig und analysierte unter anderem Spiele von Dynamo Dresden in der 2. Bundesliga. Heute steht er selbst im Mittelpunkt und muss sich nach einem enttäuschenden Beginn mit drei Niederlagen in vier Begegnungen schwierigen Fragen stellen – die nicht immer angenehm für ihn sind.

Im Sommer hat Gonther kräftig auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Diese Einkaufstour führte vor dem Saisonstart dazu, dass Dynamo als „Geheimfavorit“ gehandelt wurde.

Davon ist bislang jedoch wenig zu sehen, was natürlich auch kritische Nachfragen zur Folge hat. „Alles jetzt komplett zu zerreißen, wäre totaler Unsinn. Es gibt so viele positive Aspekte, die Sie sich gar nicht vorstellen können“, erklärte er selbstbewusst während eines Interviews mit dem Pay-TV-Sender.

Welche genau das sind, verriet er nicht im Detail. Dennoch lassen sich einige Punkte hervorheben: In den ersten vier Spielen war Dresden spielerisch keineswegs unterlegen.

Auch in Sachen Laufleistung zählt die Mannschaft zu den Spitzenreitern – mit insgesamt 481,84 Kilometern in vier Partien belegt man den vierten Platz. Robert Wagner (50,24 km) steht in der Einzelwertung sogar auf Rang zwei.

Die Passquote liegt bei überdurchschnittlichen 81 Prozent, und der xG-Wert lag mit Ausnahme des 1:0-Erfolgs gegen Darmstadt stets über 1,7 – aktuell bei 1,82. Zudem wurden 56 Prozent der Zweikämpfe gewonnen – zwar kein Spitzenwert, jedoch über dem Durchschnitt.

Doch ohne Resultate raubt das den Spielern und Verantwortlichen zunehmend den Kopf. Zweifel machen sich breit, und der Glaube an den Erfolg schwächt sich. Der mentale Faktor wird zum entscheidenden Gegner. Selbst wenn man läuft, kämpft und statistisch besser abschneidet als beispielsweise Paris St. Germain, kann das nichts daran ändern.

Die gedanklichen Schwächen zeigen sich vor allem in den entscheidenden Situationen. Zehn Gegentore gegenüber nur fünf erzielten Treffern sprechen eine deutliche Sprache.

„Wir haben uns zwei Geschenke selbst gemacht“, gestand Gonther. Diese entstanden durch Konzentrationsfehler, die in einem positiven Rhythmus nicht passieren würden. „Dadurch haben wir uns früh in eine schwierige Lage gebracht. Man merkt, wie die Beine schwer werden und das Selbstvertrauen im Kopf schwindet.“

Gonther war selbst viele Jahre Profi und bestritt 316 Spiele in der 2. Bundesliga, davon 21 für Dresden. Er kennt solche Phasen und weiß, wie man sie überwindet – nämlich durch Erfolgserlebnisse, einfachen, klaren und effizienten Fußball, der ohne großes Nachdenken funktioniert.

Magische Momente können die Dynamos später wieder schaffen – jetzt zählt erst einmal der Fokus auf das Wesentliche.

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Tabelle der 2. Bundesliga

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende Tabellenführer ist, wird Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Dasselbe gilt für den zweiten Platz. Der dritte Rang berechtigt zur Teilnahme an der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.