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Kein Zuschuss für Betriebskosten mehr – Dynamo soll dennoch nicht leer ausgehen

Dresden – Für das Goldene Oval 2027 sind 375.000 Euro vorgesehen, für die Deutschland-Tour 2027 sogar 500.000 Euro. Die Stadt Dresden möchte damit ihren Status als Sportmetropole weiter festigen. Allerdings wird Dynamo im kommenden Jahr keine Betriebskostenförderung erhalten. Dies bestätigte Sportbürgermeister Jan Donhauser (57, CDU) gegenüber "sächsische.de". Dennoch plant er, dem Verein weiterhin Unterstützung zukommen zu lassen.

Dresden ist eine Stadt mit vielfältigem Sportangebot: Neben Dynamo sind hier auch die Eislöwen in der DEL2, die Volleyball-Damen des Dresdner SC, die Zweitliga-Handballer vom HC Elbflorenz sowie die Footballmannschaft der Monarchs in der GFL zuhause.

Eine derart hohe Konzentration an Spitzensport ist in deutschen Städten selten. Hinzu kommen Großveranstaltungen wie das Goldene Oval oder die im Vorjahr ausgetragenen Finalspiele. All dies möchte Dresden bewahren und stellt dafür entsprechende finanzielle Mittel im Haushalt bereit – eine lobenswerte Entscheidung.

Dieses Engagement beruht auch auf der Überlegung, dass die Veranstaltungen positive Effekte für Tourismus und Gastronomie haben und somit Geld in der Stadt verbleibt.

Dynamo kann mit dieser Bedeutung mithalten. Eine im April 2025 von der SGD in Auftrag gegebene Studie belegt, dass der Verein „regionalökonomische Effekte von mindestens 120 Millionen Euro für die Stadt und die Region pro Jahr“ generiert, wie es heißt.

Trotzdem wird Dynamo im kommenden Doppelhaushalt keinen Zuschuss für Betriebskosten erhalten. „Meiner persönlichen Einschätzung nach gibt es derzeit keine Mehrheit im Stadtrat für eine solche Förderung. Viele Stadträte argumentieren im Rahmen der Debatten um Einsparungen, dass auch Dynamo einen Beitrag leisten müsse“, erklärte der Sportbürgermeister im Gespräch mit "sächsische.de".

Donhauser plant jedoch, einen Teil der bisher über einen längeren Zeitraum ausgezahlten 1,5 Millionen Euro für den Umbau des Rudolf-Harbig-Stadions zu verwenden – also eine Art Umschichtung der Mittel.

Dieser Schritt wurde notwendig aufgrund der Ausschreitungen an Ostern bei der Begegnung gegen Hertha BSC sowie auf Grundlage eines Urteils des DFB. Ein entsprechender Antrag soll demnächst im Sportausschuss zur Diskussion gestellt werden.

Die anstehenden Umbaumaßnahmen werden voraussichtlich Kosten im hohen sechsstelligen Bereich verursachen. Die genauen Ausgaben werden momentan ermittelt und anschließend gemeinsam mit der SG Dynamo Dresden sowie der Stadt abgestimmt.

Zu den geplanten Verbesserungen zählen unter anderem modernere Videotechnik sowie höhere Mauern im K-Block und im Gästebereich.