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Hausordnung aktualisiert! So geht Dynamo künftig gegen Influencer und Vlogger im Stadion vor

Dresden – Das Thema Influencer und Vlogger im Stadion beschäftigt seit Monaten zahlreiche Fußballvereine in Deutschland. Nun hat Dynamo Dresden reagiert und erste Schritte unternommen, um den Missbrauch von Bildrechten einzudämmen.

Hierfür wurde die sogenannte "Haus- und Benutzungsordnung" des Rudolf-Harbig-Stadions, der Spielstätte des Vereins, überarbeitet. Insbesondere für die Partien der SGD gilt nun ein ausdrückliches Verbot für Influencer und Vlogger, die mit ihren Inhalten Geld verdienen möchten.

Bisher lautete Paragraph 5, Absatz 7 bereits: „Das Anfertigen von Foto-, Audio-, Video- oder sonstigen medialen Aufzeichnungen zur kommerziellen Nutzung innerhalb der Anlage ist ohne vorherige ausdrückliche Genehmigung der SDPG (Stadion Dresden Projektgesellschaft, Anm. d. Red.) oder des jeweiligen Veranstalters untersagt.“

Dieser Passus galt bislang für sämtliche Veranstaltungen im Stadion. In den letzten Wochen wurde er nun erweitert: „Bei Veranstaltungen der SG Dynamo Dresden e.V. ist die Aufnahme von Medien mit vergleichbarer Reichweite oder kommerzieller Absicht (z. B. durch Influencer, Content-Creator, Vlogger, Streamer o. Ä.) nur nach vorheriger ausdrücklicher Zustimmung des Vereins erlaubt. Dies umfasst auch das Mitführen und den Gebrauch von Geräten, die hauptsächlich für solche Zwecke genutzt werden.“

Auf eine Anfrage von TAG24 erklärte Dynamo Dresden: „Die Bildrechte für die Heimspiele der SG Dynamo Dresden liegen vertraglich bei den TV-Partnern der 2. Bundesliga. Da Veröffentlichungen mit Monetarisierungsabsicht daher untersagt sind, wurde die Überprüfung und Anpassung entsprechender Regelungen im Rudolf-Harbig-Stadion über einen längeren Zeitraum von den Verantwortlichen intensiv verfolgt.“

Bereits beim Turnustreffen im Februar stand das Thema auf der Agenda. Im Fokus steht insbesondere, dass Influencer und Vlogger in der Vergangenheit immer wieder im Stadionumlauf und während der Spiele filmten, die Aufnahmen anschließend online stellten und daraus Einnahmen generierten.

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Das stellt nicht nur einen Verstoß gegen Rechte dar, sondern Verein und Fans wünschen sich auch, dass Smartphones während der Begegnungen womöglich öfter in der Tasche bleiben – „um die Aufmerksamkeit der Stadionbesucher stärker auf das Spiel und die Unterstützung der Mannschaft zu lenken und so dem unerlaubten, dauerhaften Filmen mit kommerzieller Absicht präventiv entgegenzuwirken.“

In der vergangenen Saison sorgte der Fall des YouTubers Ben Paul („NoHandGaming Benji“) für Schlagzeilen. Laut eigener Aussage wurde er von einem Dynamo-Anhänger im Stadion verbal attackiert, weil er Videoaufnahmen für seinen Kanal machen wollte. Der YouTuber hat über 500.000 Abonnenten. Dynamo Dresden betont jedoch, dass dieser Vorfall nicht der Auslöser für die nun getroffenen Maßnahmen war.

Der Verein will die Einhaltung des Verbots bei Heimspielen streng überwachen. „Für die Umsetzung steht die SGD im Dialog mit dem Ordnungsdienst, um mögliche Schulungen des Personals durchzuführen, die am Spieltag für mehr Bewusstsein sorgen“, so der Verein gegenüber TAG24. Sollte sich ein Influencer oder Vlogger nicht daran halten, „behält sich die SGD grundsätzlich vor, rechtliche Schritte einzuleiten.“

Normale Fans dürfen jedoch weiterhin mit ihrem Handy private Fotos oder Videos anfertigen. „Dabei ist klar zu unterscheiden, dass Zuschauer sowie am Spieltag akkreditierte Personen keine Einschränkungen hinsichtlich privater Handyaufnahmen, Fotos oder dienstlicher Aufzeichnungen zu befürchten haben“, so Dynamo.

Im Idealfall stehen das Stadionerlebnis und die Unterstützung der Mannschaft immer im Vordergrund.