zurück

Herausforderungen und Sorgenkinder! Was konnte Dynamo optimieren?

Dresden – Schwierigkeiten und Problemfälle! Vielleicht wird sich bereits an diesem Freitagabend um 18 Uhr beim Testspiel in Teplice zeigen, ob Dynamo in den vergangenen Trainingseinheiten Fortschritte erzielen konnte. Bis zur nächsten Länderspielpause im November stehen noch Begegnungen in Osnabrück, gegen Magdeburg, in Kiel, Hannover sowie das Heimspiel gegen Fürth auf dem Programm.

Dresden sollte dabei Punkte sammeln und aus den bisherigen Partien seine Lehren gezogen haben. Nicht alles lief bisher schlecht, aber auch nicht durchgehend gut. Es ist durchaus bemerkenswert, dass die Startelf in vier von sechs Spielen mit 1:0 in Führung lag.

Allerdings führte dieser Vorsprung nur einmal, beim 1:0 gegen Darmstadt, zum Erfolg. In Heidenheim (3:5), Braunschweig (2:2) und gegen Hertha (1:2) wurde der Vorsprung noch verspielt. Das sind acht verlorene Zähler – ein bekanntes Problem aus der letzten Saison. Lediglich in Braunschweig gelang es, einen Rückstand noch in einen Punkt umzuwandeln. Insgesamt muss Dresden in diesem Bereich noch cleverer agieren.

Thomas Keller (27), Ben Bobzien, Robert Wagner (beide 23) und Jonas Sterner (24) sorgten in der Rückrunde für Aufsehen und lösten im Sommer Euphorie aus, als sie fest verpflichtet wurden. Im Frühjahr überzeugten sie gemeinsam und hoben die SGD auf ein neues Level. Derzeit schwanken ihre Leistungen jedoch stark, mal brilliert der eine, mal der andere.

Ein gutes Beispiel ist Sterner: Zum Saisonauftakt in Nürnberg fand er überhaupt nicht ins Spiel, um dann eine Woche später mit einer herausragenden Leistung gegen Darmstadt den Sieg sicherzustellen. In Braunschweig blieb er wiederum unauffällig und kam gegen Hertha erstmals nur von der Bank. Dem Quartett fehlt gegenwärtig die Konstanz der Vorsaison.

Die wichtigsten Nachrichten jeden Morgen direkt in dein Postfach.

Das gilt auch für Nicolai Rapp (29). Er kam aus Karlsruhe und galt als Königstransfer. Bislang zeigte er jedoch zu selten seine Stärke, hat als einzige Sechser-Option Defizite in der Schnelligkeit und begeht zu viele folgenschwere Fehler – etwa beim 0:1 gegen Bochum oder dem 1:1 gegen Hertha. In Braunschweig hingegen überzeugte er mit einer starken Leistung und erzielte dort das 1:0.

Keller und Friedrich Müller (20) in Heidenheim, Müller und Ahmet Muhamedbegovic (27) gegen Bochum, Muhamedbegovic und Keller in Braunschweig sowie Muhamedbegovic und Till Neininger (19) gegen Hertha – in letzter Zeit kamen durch eine Sperre und eine Verletzung von Keller vier unterschiedliche Innenverteidiger-Kombinationen zum Einsatz – das ist zu viel. Jeder interpretiert seine Rolle anders.

Jedes Mal muss die Mannschaft sich neu darauf einstellen, was nicht gerade zu mehr Ruhe und einer harmonischen Abstimmung beiträgt.

Dennoch erklärt das allein nicht die Vielzahl der Gegentore, allein zehn in drei Auswärtsspielen. Dynamo wirkt insgesamt zu anfällig. Mal sind es Konter wie in Heidenheim, mal Standardsituationen wie in Braunschweig und Nürnberg oder Distanzschüsse wie gegen Hertha. Hoffentlich werden all diese Schwächen in der Länderspielpause behoben.

2. Bundesliga Tabelle

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende den ersten Platz belegt, ist Meister der 2. Liga und steigt in die 1. Bundesliga auf. Das gilt ebenfalls für den zweiten Rang. Der dritte Platz spielt in den Aufstiegsspielen gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.