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Dynamo-Leihspieler Covic erlebt unvollendetes Märchen: „Kann mich leider nicht wirklich freuen“

Dresden – Das Märchen von Patrice Covic dauerte beim 1:2 gegen Hertha genau 70 Minuten. Von der 10. bis zur 80. Minute war er der gefeierte Held des Abends. Sein erster Einsatz in der Startelf bei Dynamo Dresden und dazu ein Tor gegen seinen Heimatverein – ein Traumstart. Doch am Ende kam alles ganz anders. Jon Thorsteinsson (29. und 80.) stahl ihm mit seinen zwei Treffern die Show. Für den 19-Jährigen war der Moment trotzdem etwas ganz Besonderes.

„Als ich sah, dass der Ball über der Linie war, hatte ich ein absolutes Chaos im Kopf und habe mich unfassbar gefreut. Gleichzeitig wusste ich aber, dass das Spiel noch lange nicht vorbei ist und noch viel Zeit zu spielen bleibt. Und ja, am Ende kann ich mich leider nicht wirklich über meinen Treffer freuen, weil wir wieder ohne Punkte dastehen. Das ist sehr bitter“, fasste er die Partie nüchtern zusammen.

Nach seinem Tor rannte Covic zur Haupttribüne, um die Unterstützung seiner Fans zu genießen, die in den unteren Reihen saßen. „Mein Vater konnte nicht kommen, weil er selbst ein Spiel hatte. Aber meine Mutter, meine Freunde – ganz viele waren da. Deshalb hat mich der Moment umso mehr berührt. Aber wie gesagt, im Nachhinein hat uns das leider nicht viel gebracht.“

Seine drei besten Freunde waren extra aus Berlin angereist, obwohl sie eigentlich Hertha-Anhänger sind. Vor der Partie hatten sie sich jedoch im Dynamo-Fanshop in Schwarz-Gelb eingekleidet.

„Das war für mich natürlich etwas ganz Besonderes. Sie haben sich gefreut, und deshalb habe ich sie im Stadion gesehen. Seit ich hier bin, sind sie auch für Dynamo, wir haben sie quasi dazu „gezwungen“. Sonst dürften sie nicht mehr mitkommen“, erzählte er schmunzelnd.

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Sein Tor aus etwa 16 Metern war eigentlich der perfekte Auftakt für Dynamo. Das Stadion tobte förmlich. „Wir wussten von Beginn an, dass wir diese Energie aufsaugen und mit ins Spiel nehmen müssen. Ich denke, in der Anfangsphase haben wir das auch gut gemacht, hatten gute Aktionen und Chancen“, erklärte Covic.

In der zweiten Halbzeit ließ diese Dynamik jedoch nach. Hertha übernahm die Kontrolle. „Wir mussten in der zweiten Hälfte meistens hinterherlaufen, kamen aber immer wieder zu Kontern. Mit der Unterstützung des Stadions und der Wucht, die daraus entsteht, kann immer etwas passieren. Umso bitterer ist es, dass wir am Ende trotzdem verloren haben.“

Verschoben ist nicht aufgehoben: Am 17. Oktober steht das nächste Heimspiel an – der Elb-Klassiker gegen Magdeburg. Vielleicht dürfen seine Freunde dann endlich den ersten Heimsieg von Covic im Dynamo-Trikot miterleben.

2. Bundesliga Tabelle

Die Bedeutung der Tabelle in der 2. Bundesliga ist folgende: Der Tabellenführer am Ende der Saison wird Meister der zweiten Liga und steigt in die 1. Bundesliga auf. Das gleiche gilt für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte muss in die Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.