Oehmichen feiert Pokal-Debüt: Sein Kampf um Einsatzzeiten bei Dynamo
Dresden – Beim Pokalspiel in Münster gegen Westfalia Rhynern war Jonas Oehmichen (22) erstmals in dieser Saison als elfter Feldspieler im Aufwärmprogramm der Startelf von Dynamo Dresden vertreten. So nah an der Anfangsformation war der Nachwuchsspieler bisher noch nicht. Doch woran liegt das?
„Grundsätzlich gibt es auch andere Akteure, die bislang noch nicht viele Einsatzminuten erhalten haben. Er hat nun die Möglichkeit, täglich zu zeigen, was er in der Halbserie in Aachen gelernt hat. Das beobachten wir genau und versuchen, es entsprechend zu bewerten“, erläuterte Thomas Stamm bereits vor dem Pokalspiel der ersten Runde.
Wäre ein Spiel gegen einen Regionalligisten nicht die ideale Chance gewesen, um sich zu beweisen?
„Wir versuchen stets, die besten Spieler in der Startaufstellung zu bringen. Wenn gerade andere vor ihm stehen, muss er sich eben durchsetzen. Ob und wie viele Minuten man bekommt, hängt auch stark von den Anforderungen des jeweiligen Spiels ab“, erklärte Dynamos Trainer und begründete damit, warum Oehmichen beispielsweise im Spiel gegen Darmstadt nicht eingewechselt wurde.
In diesem Match zählte vor allem Körpergröße und die Fähigkeit, Standardsituationen zu verteidigen – ein nachvollziehbarer Grund:
„Manchmal muss man auch akzeptieren, dass trotz guter Trainingsleistungen nicht jeder Einsatz bekommt. Am Ende treten immer die Besten an. Das wäre auch unfair gegenüber denen, die sich bislang gut präsentiert haben oder im Training überzeugen“, so Stamm weiter.
Gegen Rhynern erhielt Oehmichen dann doch seine Einsatzzeit. Über 25 Minuten stand er im zentralen Mittelfeld auf dem Platz, doch kurz nach seiner Einwechslung wurde er von Philipp Ratz (25) am rechten Fuß hart getroffen, blieb längere Zeit liegen und musste gegen die Schmerzen ankämpfen. „Das war ein harter Schlag, wir müssen genau schauen, dass er gesund bleibt“, sagte Stamm unmittelbar nach dem klaren 6:0-Erfolg.
Im weiteren Verlauf zeigte sich der Youngster unbeeindruckt, forderte mehrfach den Ball und wollte das Spiel mitgestalten. Ein Tor blieb ihm knapp verwehrt: Sein Schuss in der 78. Minute wurde gerade noch abgeblockt. Doch reicht das auch für die 2. Bundesliga?
„Ob ein Spieler aus der eigenen Jugend stammt, neu dazukommt oder die komplette Rückrunde dabei war und aktuell nicht spielt, spielt am Ende keine Rolle“, so Stamm:
„Das Einzige, worauf es ankommt, ist die Leistung. Natürlich hat jeder eine eigene Meinung dazu, das ist normal.“
Erhalte jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.
Tabelle der 2. Bundesliga
Die Tabelle der 2. Bundesliga entscheidet Folgendes: Wer die Saison auf Platz 1 abschließt, wird Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Dasselbe gilt für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte spielt in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.