"Safety first" führt zum ersten Dreier – Dynamo Dresden setzt auf Zweckmäßigkeit
Dresden – „Wer das Spiel im Fernsehen verfolgt hat, war vermutlich nicht allzu begeistert“, erklärte Darmstadts Trainer Florian Kohfeldt (43) nach 90 intensiven, aber wenig torreichen Minuten. Dynamo Dresden sicherte sich durch das frühe Tor von Jonas Sterner (24, 12. Minute) einen verdienten 1:0-Erfolg. Nach der Führung lautete das Motto der SGD eindeutig „Safety first“.
Vor 30.849 Zuschauern zeigten die Schwarz-Gelben von Beginn an einen mutigen Auftritt, der sich schnell auszahlen sollte. Kaan Inanoglu (21) setzte Sterner in Szene, der daraufhin am Strafraum einen Doppelpass mit Vincent Vermeij (32) spielte und anschließend frei vor Lilien-Torwart Marcel Schuhen (33) zum Abschluss kam – ein technisch anspruchsvoller Treffer!
Danach hielt Dresden zwar die Kontrolle und spielte relativ sicher mit dem Ball, doch wie Trainer Thomas Stamm (43) nach der ersten Halbzeit anmerkte, kam bis zum Pausenpfiff „keine weitere Torchance mehr zustande“.
In der zweiten Halbzeit verbesserte sich das Spiel zunächst etwas, doch mit der Gelb-Roten Karte gegen Darmstadts Kai Klefisch (26, 70.) nach einem Foul an Niklas Hauptmann (30) verlor das Spiel an Schwung.
Ab diesem Zeitpunkt galt vor allem, auf Sicherheit zu setzen.
„Ich habe den Eindruck, dass wir mit der Überzahl zwar nicht vorsichtiger geworden sind, aber vielleicht überlegt haben, wie wir das Spiel jetzt am besten kontrollieren. Ich denke, da können wir noch konsequenter und zielstrebiger auf das zweite Tor gehen. Dennoch hatten wir einige Halbchancen, die man besser ausspielen kann“, erklärte Dresdens Kapitän nach der Partie.
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Also, „Safety first“!
„Das ist immer ein Thema. Wenn du den Gegner tief in der eigenen Hälfte verteidigst, musst du trotzdem mutig bleiben. Wenn du zu passiv wirst, gelingt dem Gegner auch in Unterzahl der Konter“, so Hauptmann weiter.
Genau darauf lag der Fokus: Dem Gegner keine Möglichkeiten mehr zu bieten und lieber defensiv sicher zu stehen – eine Taktik, die Dynamo bis zum Spielende durchzog. Zwar sieht das nicht immer attraktiv aus, doch in diesem Fall rechtfertigt der Erfolg die Mittel. „Man hat in der zweiten Halbzeit auch gemerkt, dass beiden Teams die Kräfte schwanden. Deshalb war dieses ‚Safety first‘ besonders wichtig“, gab Hauptmann zu.
Der Sieg war auf jeden Fall hilfreich, um in der laufenden Saison anzukommen. „Am Ende zählen nur Siege, damit man Selbstvertrauen gewinnt. Das Programm wird nicht einfacher – so ist die 2. Liga“, resümierte der Kapitän, der sich letztlich über den verdienten Erfolg freute.
Das war auch das wichtigste Fazit des Tages.
Tabelle der 2. Bundesliga
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Zweitliga-Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Gleiches gilt für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte muss in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga antreten, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.