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Dynamo und die Frage der Herangehensweise: Liga-Erfahrung soll gegen den Viertligisten den Ausschlag geben

Dresden – „Wir haben eher eine Chance gegen Dynamo Dresden als wenn Bayern München zu uns käme“, äußerte sich Marco Stiepermann (35) vor der ersten Runde im DFB-Pokal am Sonntag (15.30 Uhr) gegen die SGD. Überheblich? Keineswegs – eine realistische Einschätzung, wie auch Dynamos Trainer einräumt!

„Da stimme ich zu. Wir sprechen hier von der besten Mannschaft Deutschlands der vergangenen Jahre. Wenn man es rein statistisch betrachtet, ist die Wahrscheinlichkeit größer als gegen Bayern München“, erklärt Thomas Stamm (43).

„Darauf müssen wir aber nicht besonders eingehen, das spielt bei uns überhaupt keine Rolle. So eine Konstellation tritt fast nur im Pokal auf. Oft zeigt sich dann, dass ein unterklassiger Verein durchaus gewinnen kann. Bis zu einem gewissen Niveau können sie mithalten.“

Aus diesem Grund verlief die Vorbereitung auf den Regionalligisten bei der SGD genauso wie im Ligabetrieb. Es wurde wie gewohnt trainiert und die gleiche Menge an Videomaterial analysiert – und das, was Stamm & Co. dabei entdeckten, könnte dem favorisierten Zweitligisten durchaus zugutekommen.

„Sie demonstrieren aktuell eine sehr starke Energie. Eine bemerkenswerte Spielweise, wie sie sie auch in der Regionalliga zeigen – vor allem mutig und klar im Umgang mit dem Ball. Es wird eine Mannschaft sein, die Fußball spielen will, nicht eine, die nur lange Bälle nach vorne schlägt. Sie werden uns einiges abverlangen. Darauf freue ich mich, gegen ein Team anzutreten, das ebenfalls offensiv Fußball spielen möchte, am Sonntag.“

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Das bedeutet aber auch, dass Dynamos Trainer im Vergleich zum Sieg gegen Darmstadt keine großen Änderungen in der Aufstellung vornehmen wird. Stamm ist ohnehin nicht dafür bekannt, häufig die Startelf zu verändern.

„Grundsätzlich spielen die besten Spieler“, macht der 43-Jährige deutlich, schränkt jedoch ein: „Dann schauen wir, welche Jungs am besten zum jeweiligen Gegner passen.“

Rhynern ist als Aufsteiger in die Regionalliga West äußerst erfolgreich in die Saison gestartet. Nach zwei Siegen gegen die Sportfreunde Siegen (3:2) und die SG Wattenscheid (2:1) gab es zuletzt ein Last-Minute-Unentschieden gegen den SC Wiedenbrück (2:2) – Tabellenplatz zwei. Die Moral beim Verein aus Hamm stimmt.

„Wir sind alle hochmotiviert und wollen eine Sensation für Rhynern schaffen“, betont Linksaußen Akhim Seber (32), der bereits zwei Tore und eine Vorlage verbuchte, deutlich im ARD-Interview.

Für Stamm ist das keine Überraschung: „Für Rhynern wird das das absolute Top-Spiel sein, und für uns muss es von der emotionalen Seite mindestens genauso bedeutend sein.“