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Dynamo gegen Hertha live: So wird das Spitzenspiel der 2. Bundesliga heute im Fernsehen gezeigt

Dresden – Kann Dynamo Dresden heute Abend unter Flutlicht dem Tabellenführer Hertha BSC ein Bein stellen? Ab 20.30 Uhr empfängt die SGD die Alte Dame zum Topspiel der 2. Bundesliga im Rudolf-Harbig-Stadion.

Die Berliner überraschen bislang alle mit einer makellosen Bilanz von fünf Siegen aus fünf Partien, während Dynamo vor heimischem Publikum auf den zweiten Saisonsieg hofft.

Wegen der schweren Ausschreitungen beim letzten Aufeinandertreffen im April steht diese Begegnung besonders im Fokus.

In unserem TAG24-Liveticker versorgen wir Euch heute mit allen relevanten Informationen, Highlights, Toren und Hintergrundberichten zu diesem emotionalen Duell.

Wer es nicht ins Rudolf-Harbig-Stadion schafft, kann sich freuen: Die Begegnung wird im Free-TV übertragen.

RTL zeigt das Spiel ab 20.15 Uhr. Moderiert wird die Sendung von Laura Papendick, als Experte steht Felix Kroos bereit. Die Live-Kommentierung übernehmen ab 20.30 Uhr Robby Hunke.

Außerdem wird die Partie im Pay-TV von Sky sowie in den kostenpflichtigen Stream-Angeboten bei RTL+, WOW, SkyGo und OneFootball ausgestrahlt. Sky-Kunden benötigen Sky Sport Bundesliga 2 oder das Top-Event; da Sky inzwischen zu RTL gehört, sind Programmgestaltung und Kommentar identisch.

Beide Trainer können heute aus dem Vollen schöpfen.

Bei Dynamo fehlen weiterhin die langfristig verletzten Lars Bünning und Kenneth Schmidt, außerdem fällt Lukas Boeder wegen muskulärer Beschwerden aus. Ansonsten steht der komplette Kader bereit.

Hertha dagegen kann auf die Rückkehr von Ex-Dynamo Paul Seguin und Mittelfeldtalent Boris Mamuzah Lum zählen, die ihre Sperren abgesessen haben. Verletzungsbedingt fehlen den Berlinern keine Spieler.

Vor Saisonbeginn hatten viele Experten das nicht erwartet, doch nun thront Hertha BSC nach fünf Spieltagen mit der perfekten Ausbeute von fünf Siegen und 15 Punkten an der Tabellenspitze.

Trotz des Abgangs wichtiger Leistungsträger wie Torwart Tjark Ernst, Marten Winkler, Michaël Cuisance, Schlüsselspieler Fabian Reese und Hoffnungsträger Kennet Eichhorn blieb die Hauptstadt lange ohne große Neuzugänge. Letztlich kamen vier Verstärkungen: Linksverteidiger Mads Pedersen vom FC Augsburg, Offensivtalent Oluwaseun Adewumi vom FC Burnley, Leihspieler Farid Alfa-Ruprecht von Bayer sowie Stürmer Gustaf Nilsson.

Nicht nur Dynamo-Coach Thomas Stamm hat erkannt, dass das neue Mannschaftsgefüge, das die namhaften Abgänge kollektiv kompensiert, gut funktioniert. Hertha stellt mit sechs Gegentoren die drittbeste Abwehr der Liga, und fünf Siege zum Start sind der beste Saisonbeginn in der Vereinsgeschichte. Zum ersten Mal seit 2013 führt das Team wieder die 2. Bundesliga an – damals war Jos Luhukay Trainer.

Top-Scorer bei den Berlinern ist Kapitän Josip Brekalo mit vier Toren und zwei Vorlagen. Stürmer Sebastian Grönning agiert flexibel, während sich die jungen Offensivspieler wie Adewumi, Soufian Gouram und Alfa-Ruprecht aktuell sehr positiv entwickeln.

Wenden wir uns nun dem Sportlichen zu: Ein Blick in die Historie zeigt, dass dieses Aufeinandertreffen in Pflichtspielen seltener stattfand, als man vermuten könnte. Dynamo und Hertha trafen erst fünfmal aufeinander – und die Bilanz spricht klar für die Hauptstadt.

Die Berliner gewannen vier der fünf Begegnungen, nur einmal konnte die Sportgemeinschaft siegen. In der vergangenen Saison behielt Hertha in beiden Partien ohne Gegentor die Oberhand: Im Olympiastadion gewann der Sport-Club mit 2:0, im Rückspiel stand am Ende ein 1:0 auf der Anzeigetafel.

Zudem gelang Berlin 2019 in der 2. Runde des DFB-Pokals ein Sieg nach Elfmeterschießen (5:4), damals noch unter Trainer Patrice-Papa Ante Covic. Die ersten Pflichtspielduelle stammen aus der Saison 2012/13. Beide Teams gewannen ihr Heimspiel jeweils mit 1:0 – beide Tore fielen durch Eigentore: Für Dresden traf Pierre-Michel Lasogga ins eigene Netz, für Hertha war es Romain Brégerie.

SGD-Trainer Thomas Stamm gab vor dem heutigen Spiel bekannt, dass die Vorfälle vom April im Mannschaftskreis kein Thema mehr sind.

„Wir blenden das komplett aus. Das war weder für uns noch für die Spieler ein Thema. Einige Spieler haben die Ereignisse damals gar nicht aktiv erlebt, andere schon. (...) Das kann eine Chance sein – für Hertha und für uns –, zu zeigen, dass man eine Begegnung um 20.30 Uhr mit der passenden Atmosphäre gestalten kann, und dass der Fußball im Mittelpunkt steht und nicht andere Dinge“, so Stamm auf der Pressekonferenz.

„Ich glaube auch nicht, dass es uns weiterhelfen würde, wenn wir das explizit thematisieren würden. Stattdessen müssen wir unseren Fokus auf andere Aspekte legen“, ergänzte der Coach.

Die verschärften Sicherheitsauflagen, insbesondere die Verringerung des Gästekontingents und die Einführung personalisierter Tickets, sorgten bei den Berliner Fans für Unmut.

Bereits Ende August rief ein Teil der aktiven Fanszene zum Boykott auf. „Lasst uns ein gemeinsames Zeichen setzen, damit Kollektivstrafen der Verbände künftig nicht mehr greifen. Kauft keine Tickets für das Spiel in Dresden!“, appellierte der Förderkreis Ostkurve.

Deshalb werden heute nur etwa 600 bis 700 mitgereiste Hertha-Anhänger erwartet. Normalerweise umfasst das Gästekontingent rund 3.000 Karten, bei halber Stadionkapazität wären somit noch etwa 1.500 Zuschauer möglich gewesen. Die tatsächliche Zahl wird aber vermutlich deutlich darunter liegen. Für Hertha ist dies die geringste Anzahl an eigenen Fans bei einem Auswärtsspiel seit fast zehn Jahren. In der Saison 2017/18 waren an einem Adventssonntag nur 650 Fans beim Auswärtsspiel in Augsburg dabei, seither waren es stets mindestens 1.000.

Auf Seiten von Dynamo ist das Heimstadion restlos ausverkauft – die SGD erwartet rund 30.000 Zuschauer.

Obwohl die Vorfälle aus dem April bekannt sind, wurde das Spiel erneut für Samstagabend um 20.30 Uhr terminiert. Die Sicherheitsbehörden sind jedoch wachsam.

Die Polizei stuft die Begegnung als Risikospiel der Kategorie 1 ein und geht von einem „hohen Gefahrenpotenzial“ aus, wie ein Sprecher gegenüber Sport Bild erklärte. Zudem nehme man die Erfahrungen aus früheren Partien, insbesondere die Ereignisse der Vorsaison, sehr ernst.

Eine wichtige Maßnahme, die beide Vereine akzeptiert haben, ist die Halbierung des Gästekontingents bei beiden Aufeinandertreffen in dieser Saison sowie die Einführung personalisierter Tickets. Außerdem wird heute im Rudolf-Harbig-Stadion eine erweiterte Pufferzone eingerichtet.

Die Stadt Dresden hat wie üblich bei Hochrisikospielen eine Allgemeinverfügung erlassen, die am Spieltag das Mitführen bestimmter Gegenstände rund ums Stadion verbietet. Dazu gehören unter anderem Pyrotechnik, Messer, Arbeits- und Schutzhandschuhe, Sturmhauben sowie Schlauchschals. Die Regelung gilt von 17.30 Uhr bis Mitternacht in den Bereichen Lennéplatz, Parkstraße Richtung Westen bis zur Zinzendorfstraße, Zinzendorfstraße nordöstlich über die Lingnerallee bis zur Grunaer Straße, Grunaer Straße in Richtung Land bis zum Straßburger Platz sowie Lennéstraße vom Straßburger Platz bis zurück zum Lennéplatz.

Ein kurzer Rückblick auf die Geschehnisse der letzten Saison ist unerlässlich: Am 4. April 2026 wurde das Rückrundenspiel am 28. Spieltag von schweren Ausschreitungen überschattet.

In der 19. Minute drangen Berlins Gästefans in den Innenraum ein und versuchten, in den Dynamo-Block auf der Gegentribüne vorzudringen. Daraufhin kam es zu Handgemengen und einer Gegenreaktion der Dresdner Anhänger, die den Platz betraten. Später wurden Pyrotechnik-Fackeln in die Zuschauerränge geworfen, bis die Polizei schließlich den Rasen stürmte. Insgesamt wurden 17 Personen verletzt. Nach einer längeren Unterbrechung konnte das Spiel fortgesetzt werden, Hertha gewann am Ende mit 1:0.

Für die Krawalle wurden sowohl Hertha (152.000 Euro) als auch Dynamo (91.200 Euro) mit hohen Geldstrafen belegt. Zudem verhängte der DFB gegen Dynamo eine Sperre des K-Blocks für ein Spiel sowie eine weitere auf Bewährung. Die SGD geht bis heute juristisch dagegen vor, weshalb der Teilausschluss bislang nicht vollzogen wurde.

Herzlich willkommen zu unserem TAG24-Liveticker zum Zweitliga-Spitzenspiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC.

Ab 20.30 Uhr rollt im Rudolf-Harbig-Stadion der Ball – bis dahin versorgen wir Euch mit allen wichtigen Neuigkeiten rund um die Partie.