Emotionaler Ost-Kracher! Dynamo Dresden feiert nach sechs Jahren wieder einen Heimsieg gegen Magdeburg
Dresden – Was für ein packendes Ost-Duell für Dynamo Dresden! Die Schwarz-Gelben sichern sich vor 30.651 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion ihren ersten Heimsieg gegen den 1. FC Magdeburg seit sechs Jahren. Das Team von Trainer Thomas Stamm gewinnt mit 2:0.
Die Tore erzielten Kapitän Niklas Hauptmann per Elfmeter in der 9. Minute zum 1:0 sowie Simon Straudi in der 50. Minute zum 2:0. Mit diesem Erfolg in der 2. Bundesliga setzt Dynamo einen wichtigen Befreiungsschlag, nachdem das letzte Heimspiel am 16. August gegen den SV Darmstadt 98 (1:0) gewonnen wurde.
Magdeburg reist enttäuscht zurück, denn die Mannschaft von Trainer Petrik Sander erlitt bereits ihre dritte Saisonniederlage und blieb zum ersten Mal ohne eigenen Treffer. Gründe hierfür waren vor allem die gut organisierte Abwehr der Dresdner, die mit großer Laufbereitschaft überzeugte und das Ost-Derby dominierte.
Endergebnis:
Dynamo Dresden – 1. FC Magdeburg 2:0
1:0 Niklas Hauptmann (9. Minute, Elfmeter), 2:0 Simon Straudi (50.)
Unser Liveticker hielt Euch live auf dem Laufenden – hier könnt Ihr ihn noch einmal nachlesen:
Petrik Sander, Trainer 1. FC Magdeburg: „Glückwunsch an Dynamo zum verdienten Sieg, auch wenn das Ergebnis vielleicht um ein Tor zu hoch ausgefallen ist – das ist aber eher Spekulation. Wir hatten unmittelbar nach Anpfiff eine Riesenchance, um früh für Unruhe zu sorgen, die wir jedoch nicht nutzten. Bis zum Elfmeter hatten wir viel Ballbesitz und kontrollierten das Spiel, dann war der Strafstoß berechtigt und unstrittig. Rückblickend war das Spiel für uns sehr unglücklich, doch solche Situationen gehören zum Fußball. Dynamo hat von Anfang an alles gegeben, viel gelaufen und uns unter Druck gesetzt. Wir konnten nicht unsere übliche Pressinglinie überwinden oder schnell umschalten. Unsere Ballzirkulation war zu langsam und nicht konsequent genug. Insgesamt sind wir nicht an unser Leistungsniveau gekommen. Hätten wir den Anschluss erzielt, hätte sich das Spiel vielleicht noch gedreht, aber heute war es wohl nicht unser Tag. Jetzt heißt es, die Wunden zu lecken.“
Thomas Stamm, Trainer Dynamo Dresden: „Meine Wahrnehmung des Spiels war ähnlich. Magdeburg hatte in der Anfangsphase die besseren Chancen, doch wir hatten bereits in der ersten Halbzeit gute Umschaltmomente und eine gesunde Mischung aus tiefen und hohen Balleroberungen. Wir konnten geduldig den Ballbesitz der Magdeburger akzeptieren und ließen in der Defensive kaum etwas zu. Nach der Pause erzielten wir zum richtigen Zeitpunkt das zweite Tor. Magdeburg hatte eine Chance, wir hatten zwei riesige Möglichkeiten durch Vince Vermeij. Die Mischung aus gutem Druck und stabiler Defensive hat heute den Unterschied gemacht. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir mutig geblieben sind und nicht einfach nur lange Bälle nach vorne schlugen, um das Spiel zu verwalten. Der Sieg ist aufgrund der Startphase verdient, auch wenn das Spiel anders hätte verlaufen können.“
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15:35 Uhr: Die Dynamo-Spieler feiern ihren Erfolg ausgelassen und bringen mit einem Spruchband eine wichtige Botschaft für das DFB-Pokal-Achtelfinale am 28. Oktober gegen den FC Schalke 04 zum Ausdruck: „Alle in Gelb ins Stadion!“
15:29 Uhr: Herzerwärmende Szenen nach dem Spiel: Kapitän Niklas Hauptmann wird für sein 200. Spiel für Dynamo geehrt, das er im letzten Auswärtsspiel beim VfL Osnabrück absolvierte.
15:23 Uhr: Abpfiff! Dynamo sichert sich den verdienten Sieg!
90.+3: Dynamo bringt den Vorsprung souverän über die Zeit. Magdeburg wirkt zunehmend resigniert und bleibt zum ersten Mal in dieser Saison ohne eigenen Treffer.
90. Minute: Fünf Minuten Nachspielzeit werden angezeigt.
87. Minute: Beide Mannschaften nehmen noch jeweils zwei Wechsel vor: Bei Dynamo kommen Kaan Inanoglu und Luca Herrmann für Patrice Covic und Niklas Hauptmann. Magdeburg bringt Roko Simic und Richmond Tachie für Pierre Nadjombe und Mateusz Zukowski.
85. Minute: Die erste gelbe Karte in diesem intensiv geführten Ost-Duell sieht Muhamedbegovic.
82. Minute: Großchance für Magdeburg! Atik erhält den Ball im Strafraum und zieht voll ab, doch sein Schuss geht knapp am Tor vorbei. Der ehemalige Dresdner, der den gesamten Spielverlauf ausgebuht wurde, zeigt sichtliche Frustration.
80. Minute: Dynamo wechselt, Muhamedbegovic und Fröling kommen für Rapp und Vermeij. Zuvor hatte Torhüter Lennart Grill eine weitere brenzlige Situation entschärft.
78. Minute: Dynamo kündigt einen Doppelwechsel an: Fröling und Muhamedbegovic sollen ins Spiel kommen.
77. Minute: Nicolai Rapp bleibt verletzt liegen und kann nicht weitermachen. Magdeburg reagiert und bringt Baars für Kwarteng.
74. Minute: Wieder eine Möglichkeit für Dynamo: Raschl zieht ab, doch Magdeburgs Torwart Reimann pariert. Die Gästefans versuchen, ihr Team anzufeuern, doch momentan fehlt die Vorstellungskraft, wie der FCM die Partie noch drehen soll.
72. Minute: Erster Wechsel bei Dynamo: Jakob Lemmer ersetzt Ben Bobzien.
70. Minute: Vermeij vergibt erneut eine gute Gelegenheit, nachdem Tobias Müller in letzter Sekunde klärt. Der Niederländer bekommt den Ball bereits zum dritten Mal in Folge nicht im Tor unter – ein harter Rückschlag für ihn.
68. Minute: Wahnsinns-Szene: Vermeij läuft frei auf Torhüter Reimann zu, scheitert jedoch am Schlussmann und verpasst das fast leere Tor.
65. Minute: Raschl kehrt nach Behandlung am rechten Knöchel zurück ins Spiel.
63. Minute: Raschl muss erneut am rechten Knöchel behandelt werden, nachdem er zu Boden ging.
62. Minute: Baris Atik, der für Magdeburg aktuell am aktivsten ist, zieht aus halblinker Position ab, doch der Ball geht knapp am rechten Pfosten vorbei.
59. Minute: Dynamo bleibt offensiv, verpasst jedoch die Chance auf das dritte Tor. Vermeij wird bedient, entscheidet sich aber für eine Vorlage auf Covic, der jedoch gut verteidigt wird.
57. Minute: Magdeburg versucht, eine Schwäche der Gastgeber auszunutzen, doch Iyoha verzettelt sich im Strafraum und verfehlt das Tor.
55. Minute: Doppelwechsel bei Magdeburg: Nollenberger und Chávez kommen für Bockhorn und Hyryläinen.
50. Minute: Tor für Dynamo! Straudi trifft nach einem Zweikampf von Sterner gegen Atik, der zu Boden geht, aber kein Foul verursacht. Dynamo kontert schnell und erzielt das 2:0 – ein brutaler Schlag für einen schläfrigen FCM nach der Pause.
48. Minute: Dynamo startet druckvoll aus der Kabine, Sterner geht an Bockhorn vorbei und bringt eine scharfe Flanke, die jedoch keinen Abnehmer findet.
46. Minute: Die zweite Halbzeit läuft – und Dynamo ist sofort wieder gefährlich, doch Magdeburg kann klären.
14:32 Uhr: Beide Teams starten ohne Veränderungen in den zweiten Durchgang.
14:17 Uhr: Halbzeit! Magdeburg prüft Torhüter Grill mit einem Kopfball, der sicher gehalten wird. Dynamo geht mit einer Führung in die Pause.
45. Minute: Atik wird an der Strafraumgrenze von Rapp gefoult, Freistoß für den FCM. Atik schießt jedoch weit über das Tor.
43. Minute: Dynamo wirkt in diesem Ost-Kracher präsenter und wacher als Magdeburg, das bislang Schwierigkeiten hat, sein spielerisches Potenzial zu zeigen. Die starke Defensive der Gastgeber spielt dabei eine entscheidende Rolle.
36. Minute: Dynamo übernimmt nun die Kontrolle. Magdeburg macht einfache Fehler im Aufbauspiel, die die SGD für schnelle Konter nutzt. Ein Pass von Covic auf Vermeij wird von den Gästen zur Ecke geklärt.
34. Minute: Riesenchance für die Gastgeber! Bobzien erobert den Ball, passt auf Raschl, der zurücklegt auf Covic, dessen Schuss aber von Reimann abgewehrt wird. Am Elfmeterpunkt ist kein Mitspieler zur Abnahme bereit.
32. Minute: Dynamo verteidigt sehr konsequent. Obwohl Magdeburg mehr Ballbesitz und Zweikämpfe für sich verbucht, steht immer mindestens ein Dresdner Bein im Weg im letzten Drittel.
27. Minute: Hin und her im Spiel: Vermeij spielt in den Strafraum, doch der Pass gerät hinter Hauptmann, sodass Magdeburg klären kann.
24. Minute: Gute Chance für Magdeburg: Nach Ballverlust der SGD startet Atik einen Angriff und passt auf Kwarteng, dessen Schuss am Pfosten vorbeigeht.
22. Minute: Iyoha setzt Straudi auf der rechten Magdeburger Seite unter Druck, doch der Verteidiger hält stand.
20. Minute: Magdeburg kontrolliert mit rund 80 Prozent Ballbesitz, zieht sich aber nun etwas zurück und überlässt Dynamo das Spielgerät.
15. Minute: Atik bringt eine Flanke auf Hyryläinen, dessen Kopfball jedoch sicher von Torwart Grill gehalten wird.
13. Minute: Dynamo verzeichnet eine Großchance: Raschl gewinnt den Ball, läuft auf den Torhüter zu und schießt, doch Reimann pariert stark.
12. Minute: Magdeburg versucht, das frühe Gegentor zu verarbeiten und behält weiter den Ballbesitz bei etwa 75 Prozent. Es bleibt spannend, ob sie daraus Kapital schlagen können.
9. Minute: Tor für Dynamo! Kapitän Niklas Hauptmann tritt zum Elfmeter an und trifft zum 1:0.
8. Minute: Elfmeter für Dynamo! Tobias Müller foult Nicolai Rapp in einem Klärungsversuch, der Schiedsrichter wird per VAR zum Bildschirm gerufen und entscheidet auf Strafstoß.
6. Minute: Magdeburg ist in den Anfangsminuten die aktivere Mannschaft. Atik probiert es mit einem Schuss aus rund 20 Metern, der das Tor verfehlt.
4. Minute: Tobias Müller foult Ben Bobzien, der kurz liegen bleibt. Dynamo bekommt einen Freistoß, kann daraus jedoch kein Kapital schlagen.
4. Minute: Iyoha durchbricht den Strafraum, wird von Straudi geblockt, doch der Schuss wird von Torwart Grill entschärft.
2. Minute: Kennedy Okpala fehlt im Kader, da er zu spät zum Treffpunkt erschienen sein soll – ein bitterer Ausfall.
1. Minute: Anpfiff!
Die Fans von Dynamo Dresden präsentieren vor Spielbeginn eine beeindruckende Choreographie.
Vor dem Spiel kam es zu einer unschönen Aktion: Ein vermummter Magdeburger Anhänger schnitt das Sicherheitsnetz über dem Gästeblock mit einem Cuttermesser durch, was dazu führte, dass die Fans nun direkt an der Mauer stehen, was theoretisch einen Zugang zum Innenraum ermöglichen könnte.
Vor Spielbeginn sprachen der Trainer des 1. FC Magdeburg, Petrik Sander, Kapitän Dominik Reimann und Dynamos Kapitän Niklas Hauptmann bei Sky über das anstehende Spiel:
Petrik Sander: „Es fiel uns schwer, aber der Impuls von Nollenberger wirkt auf uns und den Gegner positiv. Pierre Nadjombe war im letzten Heimspiel herausragend. Nollenberger kam erst zwei Tage ins Mannschaftstraining zurück, daher wollten wir kein Risiko eingehen, einen Rückfall zu provozieren.“
„Ich glaube, es wird nicht nur von außen hitzig, sondern auch im Team. Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren. Dynamo steht unter Druck und wird uns hoch anlaufen. Unsere Chance liegt darin, das erste Pressing zu überwinden und dann unser Spiel aufzuziehen.“
Dominik Reimann: „Wir haben aus dem letzten Heimspiel gegen Dynamo noch etwas gutzumachen und wollen an unsere dort gezeigte Leistung anknüpfen. Heute ist etwas drin.“
Niklas Hauptmann: „Das ist ein besonderes Spiel. Für uns ist es entscheidend, zu wissen, worauf es heute ankommt. Wir haben keinen Grund, nervös zu sein. Reden allein reicht nicht, wir wollen gewinnen. Ich habe einfach Lust auf den Sieg, alles andere ist mir egal.“
Klare Worte von allen Beteiligten.
Der Ost-Kracher zwischen Dynamo Dresden und dem 1. FC Magdeburg sorgt heute für viel Spannung. Auch der Trainer von Energie Cottbus, Pele Wollitz, verfolgt die Partie live im Rudolf-Harbig-Stadion.
Um 12:50 Uhr betraten die Dresdner Spieler zum Aufwärmen den Rasen. Eine Minute später folgte das Magdeburger Team, das von lauten Pfiffen der SGD-Fans empfangen wurde, die „Auswärtssieg“ skandierten.
Die Aufstellungen wurden bekanntgegeben: Dynamo tritt unverändert an, mit Simon Straudi erneut auf der Position des Linksverteidigers, während Alexander Rossipal auf der Bank Platz nimmt. Magdeburg setzt ebenfalls auf die gleiche Startelf wie beim 3:0-Sieg gegen Hannover.
Um 11:57 Uhr traf das SGD-Team am Stadion ein, acht Minuten nach den Gästen. Währenddessen kreist ein Hubschrauber über dem Stadion und dem Großen Garten, um die Lage zu beobachten.
Der Mannschaftsbus der Magdeburger erreichte um 11:49 Uhr das Stadiongelände von der Lennéstraße aus. Der Transport der Gästefans vom Kaufpark Nickern zum Stadion läuft auf Hochtouren, einige Shuttlebusse haben die Gäste bereits abgesetzt und kehren jetzt zurück.
Der 31. Oktober 2015 ist bei Dynamo Dresden legendär: Mit der riesigen Blockfahne „Projekt X“, die fast das komplette Stadion bedeckte, sorgten die Ultras europaweit für Aufsehen. Die Fahne entstand in 851 Tagen, verarbeitet wurden 70 Kilometer Garn und acht Nähmaschinen wurden dafür benötigt. Am Ende maß das Kunstwerk 35 Meter in der Höhe und 350 Meter in der Länge mit einer Fläche von 12.250 Quadratmetern. Die Bilder gingen viral und sind bis heute ein historisches Symbol.
Der Andrang am K-Block wird kurz vor Öffnung des Stadions immer größer. Ein Aufruf für das DFB-Pokalspiel gegen Schalke 04 ist dort angebracht: „Alle in Gelb ins Stadion!“
Rund um das Rudolf-Harbig-Stadion ist bereits anderthalb Stunden vor Anpfiff eine starke Polizeipräsenz sichtbar. Hinter dem Gästeblock Richtung Blüherpark bereiten sich Einsatzkräfte, darunter auch Diensthunde, auf ihren Einsatz vor.
Das Ost-Duell wird heute live bei Sky und WOW übertragen. Wer kein Abonnement besitzt, kann die Begegnung leider nicht verfolgen.
Die Sky-Konferenz findet heute direkt im Rudolf-Harbig-Stadion statt. Yannick Erkenbrecher und Experte Torsten Mattuschka moderieren auf dem Rasen, während Christian Straßburger das Einzelspiel kommentiert. In der Konferenz ist Hansi Küpper zu hören.
Besondere Vorsicht ist bei Tobias Müller vom 1. FC Magdeburg geboten: Er steht vor einer Sperre, falls er heute eine Gelbe Karte erhält. Bisher hat er vier Verwarnungen, eine weitere würde ihn im nächsten Heimspiel gegen den Karlsruher SC ausfallen lassen. Bei allen anderen Spielern beider Teams besteht keine Sperrgefahr.
Der DFB hat für dieses Ost-Derby den 30-jährigen Schiedsrichter Dr. Robin Braun aus Düsseldorf angesetzt. Er promovierte zum Thema „Die Regressfähigkeit von monetären Disziplinarmaßnahmen im Kontext der Zweckentfremdung“ und beschäftigt sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen für finanzielle Sanktionen im Sport.
Seine Assistenten vor Ort sind Asmir Osmanagic und Luca Jürgensen. Vierter Offizieller ist Justin Hasmann. Als Videoschiedsrichter fungiert Nicolas Winter, unterstützt von Vanessa Kaminski.
Für Dynamo Dresden ist der Unparteiische kein gutes Omen: In den vier bisherigen Partien unter seiner Leitung gab es keinen Sieg, sondern drei Niederlagen und ein Unentschieden. Für Magdeburg sieht die Bilanz besser aus: Zwei Siege, zwei Niederlagen und fünf Unentschieden in neun Begegnungen.
Heute findet zum 16. Mal der Sonderspieltag „Love Dynamo Hate Racism“ statt. In den vergangenen Jahren brachte dieser Anlass sportlich wenig Glück: Den letzten Sieg gab es vor drei Jahren beim 1:0 gegen Preußen Münster. 2024 endete das Spiel 3:3 gegen Rot-Weiss Essen, im Vorjahr verlor die SGD mit 1:2 gegen den SC Paderborn.
Bereits vor der Partie gab es eine kleine verbale Stichelei: Dynamos ehemaliger Kapitän Stefan Kutschke, der im Sommer seine Karriere beendete, äußerte sich im „Schwarz-Gelb, der Dynamo-Podcast“ zum bevorstehenden Spiel und betonte die Bedeutung von Emotionen. Er sagte: „Im positiven Sinne: Dieses Stadion ‚anzünden‘, es für sich gewinnen – das macht den Unterschied. Egal ob durch Zweikämpfe oder Torschüsse. Man muss mit Leidenschaft das Stadion auf seine Seite ziehen, denn es ist ein Derby, und am Ende zählen nur drei Punkte. In einem Derby muss es auch mal wehtun, das Stadion ist keine Wohlfühloase. Ich bin überzeugt, dass wir diesen wichtigen Heimsieg holen werden.“
Kutschke präzisierte nicht, ob er mit „wehtun“ den Gegner meint oder die eigenen Spieler, doch Magdeburgs Trainer Petrik Sander kommentierte das so: „Das sind legitime Worte, Kutschke hat ja selbst so gespielt. Ich erwarte ein intensives, teils provokantes Spiel. Wir müssen cool bleiben. Es ist klar, dass Dresden alles geben wird. Mit ‚wehtun‘ tue ich mich etwas schwer, aber so lange alles im Rahmen bleibt, ist das in Ordnung. Das zeigt auch, dass in den Dresdner Reihen vielleicht ein bisschen Nervosität herrscht.“
Die Antwort auf diese Worte wird heute auf dem Platz gegeben.
Personell stehen beiden Teams fast alle Spieler zur Verfügung. Dynamo muss weiterhin ohne Abwehrchef Thomas Keller auskommen, der noch an den Folgen einer Gehirnerschütterung leidet. Auch Kenneth Schmidt (Reha nach Kreuzbandriss) und Lars Bünning (Reha nach Hirnblutung) fallen aus.
Zurück im Kader ist Lukas Boeder, der zuletzt mit Muskelproblemen zu kämpfen hatte. Torhüter Lennart Grill bleibt nach seiner Rückkehr im Osnabrück-Spiel erneut die Nummer eins.
Beim 1. FC Magdeburg fehlt weiterhin Lubambo Musonda nach einem Achillessehnenriss. Ansonsten hat Trainer Petrik Sander nahezu alle Spieler verfügbar, auch wenn bei Alexander Nollenberger und Falko Michel zuletzt noch kleine Fragezeichen bestanden.
Während der Ferienzeit nutzen die Dresdner Verkehrsbetriebe die Gelegenheit für Bauarbeiten und erneuern Gleise am Pirnaischen Platz, der Wilsdruffer Straße und der Grunaer Straße.
Deshalb fahren die Straßenbahnlinien 1, 2 und 9 vom Straßburger Platz in Richtung Stadion über Georg-Arnhold-Bad, Lennéplatz und Hauptbahnhof Nord zur Prager Straße umgeleitet.
Die Linie 12 verkehrt derzeit nicht, stattdessen gibt es einen Bus-Ersatzverkehr von Emanuel-Goldberg-Platz in Striesen über Fetscherplatz, Straßburger Platz und Pirnaischer Platz bis Leutewitz. Dieser Ersatzbus bedient auch die durch Gleisbauarbeiten wegfallenden Haltestellen Altmarkt, Pirnaischer Platz und Deutsches Hygiene-Museum.
Weitere Informationen dazu finden Sie bei den DVB.
Wie gewohnt werden vor solch einem traditionsreichen Duell Zahlen und Statistiken hervorgeholt: Insgesamt trafen Dynamo Dresden und der 1. FC Magdeburg bisher 81 Mal aufeinander. Dynamo führt mit 40 Siegen, 19 Unentschieden und 22 Niederlagen.
In der 2. Bundesliga ist die Bilanz ausgeglichener: Jeweils ein Sieg pro Team und zwei Unentschieden.
Der letzte Heimsieg Dynamos gegen Magdeburg liegt sechs Jahre zurück – am 10. Oktober 2020 gewann man in der 3. Liga mit 1:0 während der Corona-Pandemie. Das jüngste Duell im Januar 2026 entschied Dynamo ebenfalls für sich, 2:1 in der Avnet-Arena.
Das Hinspiel am 9. August 2025 gewann Magdeburg mit 2:1 in Dresden. Interessanter Fakt: Magdeburgs Trainer Petrik Sander hat seit 17 Jahren nicht mehr gegen Dynamo gewonnen; sein letzter Erfolg datiert vom 7. April 2009 (4:3 mit dem VfR Aalen).
Die Polizei hat schlechte Erinnerungen an das Aufeinandertreffen am 24. Januar in Magdeburg: In der Halbzeitpause kam es zu Angriffen von FCM-Fans auf Einsatzkräfte, bei denen etwa 70 Polizisten verletzt wurden. Kameras wurden beschädigt, Sitzschalen und Pflastersteine flogen, und Fans versuchten, in den Dresdner Gästeblock einzudringen.
Aufgrund dieser Vorfälle wurde die Sicherheitsplanung intensiviert. Einsatzkräfte aus Dresden, Sachsen, Magdeburg und der Bundespolizei sorgen heute für Ordnung.
Für die Anreise der Gästefans wird erstmals der Parkplatz am Kaufpark Nickern empfohlen, bisher war es die Rinne im Ostragehege. Von dort fahren Shuttlebusse zum Stadion. Zudem gibt es einen Sonderzug aus Magdeburg, vom Dresdner Hauptbahnhof fahren ebenfalls Busse. Insgesamt werden rund 2.784 Magdeburg-Anhänger erwartet.
Alle Details findet Ihr auch in unserem Artikel: „Darum ist der Ost-Kracher Dynamo gegen Magdeburg für die Polizei ein besonderes Spiel“.
Herzlich willkommen zu unserem Liveticker zum Ost-Duell Dynamo Dresden gegen den 1. FC Magdeburg! Hier halten wir euch vor, während und nach der Partie über alle wichtigen Ereignisse auf dem Laufenden.
Tabelle 2. Bundesliga
Die Bedeutung der Tabelle der 2. Bundesliga: Der Tabellenerste steigt direkt als Meister in die 1. Bundesliga auf, ebenso der Zweite. Der Drittplatzierte spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse oder den Aufstieg.