Das Erfolgsgeheimnis von Dynamos U21
Dresden – Ein gelassener Abschluss einer äußerst langen Saison steht bevor. Am Samstag um 15 Uhr tritt Dynamos U21 beim FC Oberlausitz Neugersdorf an. Seit einer Woche ist Dresden offiziell in die Oberliga aufgestiegen. Dennoch verfolgt Trainer Sebastian König (38) mit seinem Team weiterhin das Ziel, die beeindruckende Serie ohne Niederlage fortzusetzen. Dabei setzen sie auch auf die Erfahrung ihrer Routiniers.
Die letzte Pleite liegt bereits zurück: Am 14. September 2025 verlor man zuhause mit 1:3 gegen den aktuellen Vizemeister Taucha.
In der gesamten Rückrunde kassierte das Team lediglich drei Gegentore. Das verdeutlicht eindrucksvoll, wie verdient der Aufstieg in die Oberliga ist. Den endgültigen Beweis lieferte der Nachwuchs mit dem 2:1-Erfolg in der Vorwoche gegen den Reichenbacher FC.
„Nach dem Schlusspfiff herrschten vor allem Erleichterung und Freude“, berichtet König im „Schwarz-Gelb – der Dynamo-Podcast“. „Unsere anderthalbjährige Arbeit hat sich ausgezahlt. Im Februar 2025 begannen wir mit den ersten Gesprächen, um die neue Mannschaft zu formen.“
Zu Beginn standen König mit Paul Milde (31) und Jonas Böhmert nur zwei erfahrene Spieler zur Verfügung, wobei Böhmert mit 22 Jahren selbst noch jung ist. Im Winter kam mit Niklas Kreuzer (33) ein weiterer Routinier hinzu, der als wichtige Säule für die jungen Talente fungiert.
„Für einen Trainer ist das ein großes Geschenk. Ehrlich gesagt hätten wir ohne diese drei keine Chance gehabt. Männerfußball ist einfach zu hart und taktisch ausgeklügelt. Allein der Umgang mit dem verbalen Druck auf die Jungs macht ihre Erfahrung unverzichtbar.“
Mit dem Einstieg von Kreuzer im Winter stieg natürlich die Qualität des Teams nochmals deutlich an; er war in der Rückrunde in jedem Spiel dabei.
„Niklas ist eine starke Persönlichkeit mit viel Erfahrung. Allein sein Auftreten in der Kabine und wie er seine Rolle angenommen hat, ist beeindruckend. Seine sportlichen Leistungen waren herausragend, doch noch wichtiger war sein Einfluss neben dem Platz. Er nimmt den Spielern viel Druck ab. Das war ein entscheidender Schlüssel zum Erfolg“, lobt König.
„Kreuz“ hat sich gut integriert und sich nie wie ein Profi aufgeführt, sondern seine Rolle voll ausgefüllt.
„Ganz genau. Er hat auch im Training viel Leben reingebracht, und das ist entscheidend. Die Jungs haben gesehen, dass er sich voll reinhängt. Ich bin wirklich froh, dass er das so umgesetzt hat. Es ist großartig, wie er die Sache interpretiert hat. Zudem ist er menschlich ein sehr feiner Kerl.“