Im Bereich Fanartikel schon Bundesliga-Niveau! Dynamo spielt im Merchandising ganz vorne mit
Dresden – Wenn durch den Wegfall des städtischen Betriebskostenzuschusses rund 1,5 Millionen Euro fehlen, gilt es, Wege zu finden, diesen finanziellen Verlust auszugleichen. Bis einschließlich 2025 wurde der Zuschuss gewährt, in diesem Jahr betrug er noch 500.000 Euro. Ab 2027 wird die Unterstützung vermutlich komplett entfallen. Doch an welchen Stellen kann Dynamo sparen oder zusätzliche Einnahmen erzielen? Darüber machen sich die Verantwortlichen intensive Gedanken – denn die Möglichkeiten sind begrenzt.
Genau darin liegt das Problem. „Wir sind am Limit“, erklärt Geschäftsführer Stephan Zimmermann (39). „Im heimischen Stadion erreichen wir nahezu immer eine Auslastung von 100 Prozent.“ Schließlich passen in die Heimspielstätte eben „nur“ knapp 32.000 Zuschauer hinein. Für die Saison 2026/27 wurden die Dauerkartenpreise moderat erhöht. Das bringt zwar etwas, reicht aber bei Weitem nicht aus, um den Wegfall des Zuschusses zu kompensieren.
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Mehr Einnahmen sind kaum erzielbar, denn der Verein schreibt im Merchandising bereits eine absolute Erfolgsgeschichte. „In diesem Bereich spielen wir längst auf Bundesliga-Niveau und zählen zu den Spitzenreitern unter den deutschen Profivereinen“, erläutert Felix Lorenz, Geschäftsführer der SG Dynamo Dresden Merchandising GmbH.
Der Umsatz für die Saison 2026/27 nähert sich der Marke von mehreren Millionen Euro. Ein entscheidender Faktor dafür sind die äußerst erfolgreichen Trikots der Vorsaison. „Wir konnten fast 40.000 Exemplare verkaufen – das ist fast doppelt so viel wie im Aufstiegsjahr“, freut sich Lorenz.
Auch für die aktuelle Saison ist ein neues Trikot geplant, das Ende Juni präsentiert wird. „Die Preise für Kindertrikots bleiben stabil, bei den Erwachsenen waren wir aufgrund gestiegener Kosten gezwungen, die Preise minimal anzupassen. Im Vergleich zu anderen Erst- und Zweitligisten bewegen wir uns jedoch weiterhin im unteren Preissegment“, so Lorenz.
Mehr Einnahmen durch zusätzliche Sponsoren? „Mehr geht immer“, meint Geschäftsführer Zimmermann. „Doch auch in diesem Bereich sind wir sehr gut aufgestellt und arbeiten täglich daran, weitere Partner zu gewinnen.“
Das könnte die wichtigste Einnahmequelle werden. Im Vergleich zum Vorjahr hat Dynamo bereits rund 600.000 Euro mehr an TV-Geldern eingenommen. Damit ist der Verlust des halben Million Euro Zuschusses zumindest teilweise ausgeglichen, aber die 1,5 Millionen fehlen weiterhin. Um in der TV-Rangliste aufzusteigen und mehr zu verdienen, ist eine Platzierung im oberen Mittelfeld der Liga erforderlich.
Der DFB-Pokal könnte sich als lukrativer Geldtopf erweisen. Für die erste Runde gibt es in dieser Saison etwa 220.000 Euro, und mit jeder weiteren Runde verdoppelt sich die Summe. Ein Einzug ins Viertelfinale wäre sicherlich ein großer Erfolg für Zimmermann. Und natürlich würden auch weniger Strafzahlungen dem Verein guttun.