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Dynamo gegen Hertha live: Heute empfängt die SGD das derzeit stärkste Zweitliga-Team!

Dresden – Kann Dynamo Dresden unter Flutlicht dem Spitzenreiter ein Bein stellen? Heute Abend um 20.30 Uhr empfängt die SGD im Rudolf-Harbig-Stadion Hertha BSC zum Topspiel der 2. Bundesliga.

Die Alte Dame aus Berlin überrascht bislang alle mit einer makellosen Bilanz von fünf Siegen in fünf Partien, während Dynamo im eigenen Stadion den zweiten Saisonsieg anstrebt.

Aufgrund der heftigen Ausschreitungen beim letzten Aufeinandertreffen im April steht diese Begegnung besonders im Fokus.

In unserem TAG24-Liveticker halten wir Euch heute mit allen wichtigen Informationen, den besten Szenen, Toren und Hintergründen zum spannenden Duell auf dem Laufenden.

Beide Trainer können heute aus einem nahezu vollständigen Kader schöpfen.

Bei Dynamo fehlen weiterhin die Langzeitverletzten Lars Bünning und Kenneth Schmidt, zudem fällt Lukas Boeder wegen muskulärer Probleme aus. Ansonsten stehen alle Spieler zur Verfügung.

Bei Hertha hingegen kehren mit Paul Seguin, einst selbst Dynamo-Profi, sowie Mittelfeld-Talent Boris Mamuzah Lum zwei gesperrte Akteure zurück in den Kader. Verletzungsbedingt muss die Berliner Mannschaft heute auf keinen Spieler verzichten.

Vor Saisonbeginn waren viele Experten skeptisch, doch mittlerweile thront Hertha BSC nach fünf Spieltagen mit voller Punkteausbeute – fünf Siege, 15 Punkte – an der Tabellenspitze.

Obwohl mit Torwart Tjark Ernst, Marten Winkler, Michaël Cuisance, Aushängeschild Fabian Reese und Riesentalent Kennet Eichhorn zahlreiche Leistungsträger die Hauptstadt verließen, blieb Hertha lange Zeit auf der Suche nach Verstärkungen erfolglos. Letztlich konnten jedoch mit Linksverteidiger Mads Pedersen (FC Augsburg), Offensivtalent Oluwaseun Adewumi (FC Burnley), Bayer-Leihgabe Farid Alfa-Ruprecht und Stürmer Gustaf Nilsson vier Neuzugänge präsentiert werden.

Auch Dynamo-Coach Thomas Stamm hat erkannt, dass die neue Teamstruktur, die die prominenten Abgänge kollektiv auffängt, sehr gut funktioniert. Hertha verfügt mit nur sechs Gegentoren über die drittbeste Defensive der Liga, und mit den fünf Auftaktsiegen gelang der beste Start in eine Saison in der Vereinsgeschichte. Zum ersten Mal seit 2013 stand man wieder an der Spitze der 2. Bundesliga – damals noch unter Trainer Jos Luhukay.

Top-Torschütze bei den Berlinern ist Kapitän Josip Brekalo, der vier Tore erzielte und zwei weitere vorbereitete. Angreifer Sebastian Grönning arbeitet oft als „Wandspieler“, während sich die jungen Offensivkräfte rund um Adewumi, Soufian Gouram und Alfa-Ruprecht aktuell sehr stark entwickeln.

Kommen wir zum sportlichen Vergleich: Ein Blick in die Historie zeigt, dass die Pflichtspielbegegnungen zwischen Dynamo und Hertha seltener sind als vermutet. Erst fünfmal trafen beide Teams aufeinander. Dabei spricht die Statistik klar für die Berliner.

Hertha gewann vier dieser Begegnungen, nur einmal ging die SGD als Sieger vom Platz. In der vergangenen Saison entschieden die Berliner beide Spiele ohne Gegentor für sich. Im Olympiastadion gewann der Sport-Club mit 2:0, in der Rückrunde folgte ein 1:0-Erfolg.

Hinzu kommt ein Sieg Berlins im DFB-Pokal 2019 in der 2. Runde, als die damals von Patrice-Papa Ante Covic trainierte Mannschaft nach einem dramatischen Elfmeterschießen mit 5:4 triumphierte. Die ersten Pflichtspiele stammen aus der Saison 2012/13, wobei beide Teams ihre Heimspiele jeweils mit 1:0 durch Eigentore für sich entschieden: Für Dresden traf Pierre-Michel Lasogga ins eigene Netz, für Hertha Romain Brégerie.

Vor dem heutigen Spiel hat Dynamo-Trainer Thomas Stamm laut seiner Pressekonferenz nicht erneut über die Vorfälle vom April gesprochen.

„Wir versuchen, das komplett auszublenden. Das Thema kam weder von uns noch von den Spielern aktiv auf. Einige Spieler haben die Geschehnisse damals gar nicht live erlebt, andere schon (...) Das kann auch eine Chance sein, sowohl für Hertha BSC als auch für uns, zu zeigen, dass ein Spiel um 20.30 Uhr mit der Atmosphäre hier so gestaltet werden kann, wie es sein soll. Dass der Fußball im Mittelpunkt steht und nicht andere Dinge“, so Stamm.

Er ergänzte: „Ich glaube auch nicht, dass es hilfreich wäre, das aktiv zu thematisieren. Stattdessen müssen wir uns auf andere Aspekte konzentrieren.“

Die verschärften Sicherheitsvorkehrungen, vor allem die reduzierte Anzahl an Gästetickets und personalisierte Eintrittskarten, stoßen bei den Hertha-Fans auf wenig Zustimmung.

Bereits Ende August rief ein Teil der aktiven Fanszene zum Boykott auf: „Lasst uns ein gemeinsames Zeichen setzen, damit Kollektivstrafen der Verbände nicht erneut eingeführt werden. Kauft keine Tickets für das Spiel in Dresden!“, lautete die Botschaft des Förderkreises Ostkurve.

Deshalb werden heute lediglich etwa 600 bis 700 mitgereiste Hertha-Anhänger erwartet. Normalerweise umfasst das Gästekontingent rund 3.000 Karten, bei halber Stadionkapazität wären immerhin noch rund 1.500 Zuschauer möglich gewesen, tatsächlich werden es jedoch deutlich weniger sein. Für Hertha bedeutet das die kleinste Anzahl an eigenen Fans seit fast einem Jahrzehnt. In der Saison 2017/18 waren am Adventssonntag nur 650 Fans beim Auswärtsspiel in Augsburg dabei, seitdem kamen stets mindestens 1.000 mit.

Bei Dynamo ist der Heimbereich komplett ausverkauft, sodass rund 30.000 Zuschauer erwartet werden.

Trotz der Ereignisse im April findet die Partie erneut an einem Samstagabend um 20.30 Uhr statt. Die Sicherheitsbehörden sind jedoch wachsam.

Die Polizei klassifizierte das Spiel als sogenannte Kategorie-1-Veranstaltung und warnt vor einem „hohen Sicherheitsrisiko“, wie ein Sprecher gegenüber der Sport Bild erklärte. Zudem nehme man „die Erfahrungen früherer Begegnungen, insbesondere die Vorfälle der Vorsaison, sehr ernst.“

Eine der Maßnahmen, die beide Clubs akzeptierten, ist die Halbierung des Gästekontingents für beide Duelle in dieser Saison sowie die Einführung personalisierter Tickets. Außerdem wird es heute eine erweiterte Pufferzone im Rudolf-Harbig-Stadion geben.

Die Stadt hat – wie bei Hochrisikospielen üblich – zudem eine Allgemeinverfügung erlassen, die das Mitführen bestimmter Gegenstände am Spieltag rund um das Stadion verbietet. Dazu zählen unter anderem Pyrotechnik, Messer, Arbeits- und Schutzhandschuhe, Sturmhauben und Schlauchschals. Die Regelungen gelten von 17.30 Uhr bis Mitternacht in den Bereichen Lennéplatz, Parkstraße westwärts bis zur Zinzendorfstraße, Zinzendorfstraße nordostwärts über die Lingnerallee bis zur Grunaer Straße, Grunaer Straße landwärts bis zum Straßburger Platz sowie Lennéstraße ab Straßburger Platz bis zurück zum Lennéplatz.

Ein kurzer Rückblick auf die Vorfälle der vergangenen Saison darf nicht fehlen: Am 4. April 2026 wurde das Rückrundenspiel beider Teams am 28. Spieltag durch heftige Krawalle überschattet.

In der 19. Minute drangen Berliner Gästefans zunächst in den Innenraum ein und versuchten von dort, in den Dynamo-Block auf der Gegentribüne vorzudringen. Es folgten Schlägereien und eine Gegenreaktion der Dresdner Anhänger, die ebenfalls den Platz betraten. Später wurde Pyrotechnik in die Zuschauerbereiche geworfen, bis die Polizei den Rasen stürmte. Insgesamt wurden 17 Personen verletzt. Nach einer längeren Unterbrechung konnte das Spiel fortgesetzt werden, das Hertha schließlich mit 1:0 für sich entschied.

Für die Ausschreitungen erhielten sowohl Hertha (152.000 Euro) als auch Dynamo (91.200 Euro) empfindliche Geldstrafen. Der DFB verhängte zudem eine Sperre des K-Blocks für ein Spiel sowie eine weitere auf Bewährung gegen die SGD. Gegen diese Sanktionen wehrt sich Dynamo juristisch, weshalb der Teil-Ausschluss derzeit ausgesetzt ist.

Herzlich willkommen zu unserem TAG24-Liveticker zum Zweitliga-Topspiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC.

Ab 20.30 Uhr rollt der Ball im Rudolf-Harbig-Stadion – vorab versorgen wir Euch mit allen wichtigen News zur Begegnung.