Dynamo-Trainer Stamm: „Gegen Hertha soll das Torverhältnis positiv sein“
Dresden – Eindrucksvoll präsentiert Dynamo auf seinen Social-Media-Plattformen die Vorschau auf das Samstagabendspiel gegen Hertha BSC zur besten Sendezeit. Untermalt vom Madonna-Hit „Like a Prayer“ sind zunächst Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Stadt zu sehen. Beim Übergang ins Stadion werden die Bilder farbenfroh und vermitteln Bundesliga-Atmosphäre. Nun muss das Team nur noch auf dem Platz nachlegen.
„Like a Prayer“ – wie ein Gebet. Braucht es vielleicht sogar göttlichen Beistand, um die Alte Dame zu bezwingen? Viel wichtiger sind jedoch die richtige Einstellung, eine gute Tagesform, Kaltschnäuzigkeit vor beiden Toren und der komplett ausverkaufte Heimblock im Rudolf-Harbig-Stadion – das könnte durchaus von Vorteil sein.
Dynamo-Coach Thomas Stamm (43) brachte es zu Beginn der Spieltagspressekonferenz mit einem Lächeln auf den Punkt: „Wir müssen einfach ein Tor mehr erzielen als wir kassieren.“ Das wäre das Optimum.
So leicht, wie es klingt, ist es jedoch nicht. Hertha ist nach fünf Siegen in Folge in Hochform. Zweifel oder Unsicherheiten sind bei den Berlinern nicht zu erkennen. Andererseits hat Stamm die Lage realistisch eingeschätzt: Seine Mannschaft kann nur gewinnen, Hertha dagegen kann etwas verlieren.
Die Situationen ändern sich schnell. Vor Saisonbeginn hätten viele Experten die Lage genau umgekehrt gesehen. „Aber“, so Stamm, „so etwas lässt sich auch wieder drehen.“
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Außerdem lobt er sein Team, das „zwischen Bochum und Braunschweig in einigen wichtigen Bereichen große Fortschritte gemacht hat“. Gemeinsame Gespräche über Verbesserungsmöglichkeiten führten in Braunschweig zu einem Punktgewinn. Werden diese Fortschritte größer, folgen womöglich schon drei Punkte – idealerweise gegen Berlin.
Personell steht dem Schweizer beinahe der gesamte Kader zur Verfügung. Obwohl er voraussichtlich dieselbe Startelf wie in der Vorwoche aufbieten wird, gibt er die Aufstellung erst kurz vor Anpfiff bekannt.
Einige Alternativen bieten sich dennoch an, etwa Patrice Covic (19), der gebürtig aus Berlin stammt und seine fußballerische Ausbildung bei Hertha genoss.
Gegen Berlin wird es auf die richtigen Entscheidungen ankommen. Trotz einiger prominenter Abgänge präsentiert sich Hertha als eingespieltes Team. „Die Mannschaft hat grundsätzlich sehr viel Qualität“, betont Stamm. „Am Ende ist Fußball ein Teamsport, kein Einzelsprint, bei dem sich Einzelne durchsetzen.“ Dieses geschlossene Kollektiv gilt es für Dynamo zu knacken – vielleicht ja mit ein wenig Hilfe durch ein Gebet.
Tabelle der 2. Bundesliga
Die Tabelle der 2. Bundesliga entscheidet über Aufstieg und Relegation: Der Tabellenführer am Saisonende wird Zweitliga-Meister und steigt direkt in die Bundesliga auf. Das Gleiche gilt für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte spielt in einem Entscheidungsspiel gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Verbleib beziehungsweise den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse.