14 Buchstaben? Dynamo-Neuzugang wünscht sich „Aki“ auf dem Rücken
Dresden – Für Nicolai Rapp (29) ist das kein Thema, doch für Ahmet Muhamedbegovic (27) schon: Sein Name passt in voller Länge genau über das Trikot von links nach rechts. Der Österreicher hat einen Vorschlag parat, um das zu umgehen. „Man könnte einfach meinen Spitznamen aufdrucken lassen“, erklärt er. „Der lautet Aki.“ Das wäre zumindest deutlich kürzer – sogar noch kürzer als bei Rapp.
Allerdings müsste dafür die DFL grünes Licht geben. Die Liga schreibt nämlich vor, dass auf dem Trikot stets der vollständige Name zu sehen sein muss – genauso, wie er in der offiziellen Spielerberechtigungsliste (ja, das gibt es wirklich) eingetragen ist. Typisch deutsch eben.
Mittlerweile hat Muhamedbegovic sich natürlich an seine 14 Buchstaben gewöhnt. „Dafür gab es schon einige Sprüche“, erzählt der 27-Jährige schmunzelnd. „Zum Beispiel, dass man mit den Buchstaben quasi um den Bauch herum muss.“ Meistens habe man bei ihm einfach die Schriftgröße reduziert.
Auch die Buchstabenabstände können verkleinert werden, was Dynamo offenbar als Lösung für das „Problem“ anstrebt.
Apropos Herausforderung: Genau diese möchte Muhamedbegovic für die Angreifer der 2. Liga werden. Der robuste Innenverteidiger will sich bei Dynamo festbeißen und dabei Ruhe bewahren – die strahlt er jedenfalls schon im Gespräch aus.
Für ihn ist Dresden die erste Station in Deutschland. Zuvor war er bei NK Olimpija Ljubljana in Slowenien aktiv, wo er auch internationale Erfahrung in der Champions-League-Qualifikation und der Conference League sammeln konnte. „Vor 60.000 Zuschauern bei Galatasaray zu spielen, das war beeindruckend“, erinnert er sich.
Doch dann kam das Angebot von Dynamo. „Als mein Berater mir vom Interesse berichtete, war ich sofort begeistert. Die 2. Bundesliga in Deutschland ist vielleicht die stärkste zweite Liga weltweit, und Dynamo ist auch international bekannt. Das ist eine großartige Bühne. Ich wusste, das ist ein großer Klub“, so der Österreicher.
Nun trägt Muhamedbegovic das Schwarz-Gelbe Trikot. Am Donnerstagabend wird er jedoch seine Nationalfarben Rot-Weiß-Rot vertreten. Um 21 Uhr spielt Österreich im WM-Sechzehntelfinale in Los Angeles gegen Spanien.
Obwohl Spanien als Europameister klar favorisiert ist, sieht er seine Landsleute nicht chancenlos. „Dass Kap Verde gegen Spanien 0:0 gespielt hat, damit hat ja keiner gerechnet. Ich glaube, wir haben mehr Qualität als Kap Verde. Bei einer WM ist alles möglich.“
Genauso wie bei Dynamo möchte er später nicht nur wegen seines langen Namens in Erinnerung bleiben.