Reaktion auf Nestlers Verletzung: DSC-Damen verpflichten neue Libera
Dresden – Nach dem langfristigen Ausfall der Kapitänin Patricia Nestler (25) war für die Volleyballerinnen des Dresdner SC klar, dass sie personell nachbessern müssen. Trainer Alexander Waibl (58) bestätigte dies bereits kurz nach der Verletzung. Seit Donnerstag verstärkt nun die Kanadierin Katerina Georgiadis (24) das Team an der Elbe.
Die 1,68 Meter große Spielerin kommt vom griechischen Club Aris Thessaloniki nach Sachsen. Ob sie beim Heimspiel am Samstag gegen Flacht schon zum Einsatz kommen kann, wird kurzfristig entschieden.
Aus Sicht von Waibl ist die Defensive- und Annahmespezialistin jedoch auf jeden Fall eine sofortige Verstärkung: „Kat ist eine Libera, die insbesondere mit der kanadischen Nationalmannschaft bereits auf höchstem Niveau gespielt hat. Sie tritt regelmäßig gegen und mit den besten Spielerinnen weltweit an.“
Die Nachverpflichtung war unumgänglich, da feststeht, dass Nestler wegen eines Teilrisses im vorderen rechten Kreuzband operiert werden muss. Die Operation ist für Anfang November geplant. Anschließend folgt eine längere Rehabilitationsphase. Ein Einsatz in dieser Saison wird vom Verein ausgeschlossen.
Mit nur einer Libera, Emilia Schaarschmidt (19), wäre der DSC nicht in die Saison gegangen. „Emilia ist noch Schülerin und kann deshalb nicht immer an den Trainings teilnehmen“, erklärte Waibl. Hinzu kommt, dass Schaarschmidt in diesem Schuljahr ihr Abitur macht. Die schriftlichen Prüfungen finden von Ende April bis Anfang Mai statt, also genau in der Zeit, in der die DSC-Damen idealerweise um die Meisterschaft in den Play-offs kämpfen.
Am Dienstag meldete sich Nestler erstmals seit dem Spiel in Stuttgart mit einem Beitrag auf ihrem Instagram-Profil zu Wort: „Es fühlt sich immer noch unwirklich an, aber hier ist sie – meine erste größere Verletzung … Wie so vieles im Leben kann man nicht alles beeinflussen.“ Sie fügte hinzu: „Für diese Saison mit dem DSC hatte ich mir wirklich etwas anderes vorgenommen, doch jetzt ist die Lage eben so.“ Ihr Blick richtet sich jedoch schon nach vorne: „Es gibt einen Weg und einen Plan, wie ich zurück aufs Spielfeld komme. Davon lasse ich mich nicht abbringen.“ Trotzdem will sie ihrem Team nahe bleiben und unterstützen: „Bis dahin werde ich von der Bank aus mit aller Kraft helfen!“