zurück

Supercup gegen Suhl, den Doublesieger: DSC-Mädchen peilen dritten Titel an

Coburg – „Anfangs hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Supercup“, gab DSC-Trainer Alexander Waibl (58) vor dem Aufeinandertreffen in Coburg mit Meister und Pokalsieger Suhl (Samstag, 17.15 Uhr) offen zu. Sowohl er selbst als auch seine Volleyballerinnen hatten in den ersten Jahren Mühe mit dem Saisonauftakt.

„Zu Beginn war dieses Event noch nicht richtig etabliert“, erinnert sich Waibl. Die Premiere fand 2016 statt.

In den ersten fünf Jahren waren die Dresdner dreimal beim Duell zwischen Meister und Pokalsieger vertreten. 2016 triumphierte Stuttgart, während man 2018 und 2020 jeweils Schwerin den Vortritt lassen musste.

Doch bereits ein Jahr später folgte der Umschwung: 2021 sicherten sich die Dresdnerinnen erstmals den Supercup. Auch 2025 gelang den DSC-Mädchen der Sieg gegen Schwerin.

„Inzwischen hat sich die Veranstaltung zu einem richtig coolen Event entwickelt“, meint Waibl, fügt jedoch hinzu: „Der Supercup spiegelt ein wenig die Ausgangslage zu Beginn der Saison wider. Für beide Teams ist es das erste Spiel der neuen Spielzeit und deshalb etwas Besonderes – egal, ob Supercup oder Bundesliga-Auftakt. Beim Supercup geht es halt um ein kleines bisschen mehr.“

Die Zielsetzung für den Vizemeister ist eindeutig: „Wir wollen den Supercup gewinnen“, betont der 58-Jährige. Zum dritten Mal in Folge!

Die bisher erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte ist abgeschlossen. Trotzdem hat sich die Einstellung der Suhlerinnen trotz des Erfolgs nicht grundlegend verändert.

„Ich sage meinen Spielerinnen immer, dass wir ein Wolfsrudel sind“, erklärt Trainer László Hollósy (49). „Wir sind gerade auf der Jagd im Wald, und ich bin überzeugt: Jeder in diesem Wald will uns zur Strecke bringen. Aber wir werden sehen, ob sie es schaffen.“

Nach dem Gewinn des Doubles steht fest: Suhl ist das Team, das jeder schlagen möchte. Doch eine Favoritenrolle will der Ungar nicht übernehmen.

Mit Blick auf den Saisonauftakt im Supercup sieht er diese Rolle lieber beim Konkurrenten aus Sachsen: „Wir wissen, wie viel Dresden in ihrem Jubiläumsjahr investiert hat. Es ist kein Geheimnis, dass sie jeden Titel anstreben.“

Hollósy ist sich sicher, wie die Lage beim Gegner aussieht: „Die Sponsoren und die Vereinsführung werden unzufrieden sein, falls sie nicht alle Titel holen. Mal sehen, wie sie mit diesem Druck umgehen.“