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Mindestens für das Topspiel in Schwerin: Sie füllt die Nestler-Lücke beim DSC

Schwerin – Bei den DSC-Damen geht es derzeit Schlag auf Schlag, und das nicht nur auf sportlicher Ebene. Am Mittwoch (18.30 Uhr) steht in Schwerin bereits das dritte von insgesamt vier Partien innerhalb von nur zwei Wochen an. Die Volleyballerinnen aus Dresden müssen derzeit einige Rückschläge verkraften: Neben dem Tod von Wolfgang Söllner (†67) und den zwei Auftaktniederlagen fällt auch Kapitänin Patricia Nestler (25) verletzungsbedingt aus. Über das genaue Ausmaß ihrer Blessur herrscht noch keine endgültige Klarheit.

„Patti wird wegen einer Knieverletzung nicht mit nach Schwerin reisen können. Was genau mit dem Knie los ist, wie die Behandlung aussieht und welche Konsequenzen das hat, muss noch abschließend geklärt werden“, erklärte Trainer Alexander Waibl (58) zu Nestlers aktuellem Zustand.

Wie lange die Libera dem Team fehlen wird, bleibt somit vorerst offen. Sicher hingegen ist, dass am Mittwoch in Schwerin und vermutlich auch bei mindestens einem weiteren kommenden Spiel Emilia Schaarschmidt (19) ihre Position einnehmen wird – so wie bereits beim 0:3 gegen Stuttgart.

„Natürlich freut man sich, wenn man spielen darf, aber unter solchen Umständen ist das natürlich nicht ideal“, gab Schaarschmidt nach ihrem Bundesliga-Debüt zu.

„Die Aufgabe war für mich nicht neu, denn im Training übe ich genau diese Rolle. Ich habe einfach versucht, an meine Trainingsleistung anzuknüpfen“, berichtete die Nachwuchs-Spielerin.

Selbstbewusstsein bringt die Libera aus der eigenen Talentschmiede des VC Olympia auf jeden Fall mit.

„Mein erster Gedanke war: Traut euch, schlagt den Ball auf mich zu!“, so Schaarschmidt, die zugleich zugab: „Die erste Annahme war direkt sehr gut, da fiel mir ein großer Stein vom Herzen.“

Auch am Mittwoch wird daher erneut viel Augenmerk auf die Libera gerichtet sein. „Ich versuche mit der richtigen Einstellung ins Spiel zu gehen – selbstsicher und mit Vertrauen. Ich glaube, eine positive Ausstrahlung hilft einem enorm“, betont Schaarschmidt.

Obwohl Waibl Schwerin als stärksten Gegner der Liga einschätzt, hat er keinerlei Zweifel an seiner Ersatz-Libera: „Emilia hat ihre Sache wirklich hervorragend gemacht. Sie verfügt über ein sehr solides Annahmespiel.“ Denn: „Probleme entstehen meist dann, wenn die Annahme schwächelt und das Side-Out nicht funktioniert – das ist bei Emilia nicht der Fall.“

In Schwerin wartet nun die nächste große Herausforderung auf sie.