Der DSC startet erneut durch: Darum ist der Trainer jetzt schon begeistert von seiner neuen Mannschaft
Dresden – Es herrschte 103 Tage lang relative Ruhe rund um die DSC-Damen. So lange liegt auch das letzte Pflichtspiel der Dresdnerinnen gegen den VfB Suhl zurück. Doch seit Montag trainieren die Volleyballerinnen wieder in der Margon Arena und sprühen vor Energie und Elan.
„Die Sommerpause war wirklich lang, denn die Saison endete für uns bereits Ende April. Ich bin voller Motivation und freue mich sehr auf unser neues Team“, sagte Trainer Alexander Waibl (58) zum Start der Saisonvorbereitung.
Sarah Straube (24) und Patricia Nestler (25) nutzten die Gelegenheit, um bei der ersten Trainingseinheit vorbeizuschauen und ihre neuen Mannschaftskameradinnen zu begrüßen. Am Montagnachmittag reisten beide anschließend weiter nach Wiesbaden, wo sie sich mit der Nationalmannschaft auf die EM (ab 21. August) vorbereiten.
Beim Trainingsauftakt fehlten hingegen Lena Kindermann (27), ebenfalls in Wiesbaden, sowie Mette Pfeffer (21) und Jette Kuipers (24), die erst später ins Mannschaftstraining einsteigen werden. Während Kuipers im Verlauf der Woche in Dresden erwartet wird, steigt Pfeffer erst ab kommendem Montag wieder ins Training ein. Beide sind nicht für die EM nominiert. Zudem befindet sich Zuspielerin Lena Olliges (17) seit Montagmorgen bei einem Lehrgang mit der „U20“-Nationalmannschaft.
Ganz ohne Leitung ging es dennoch nicht: Die beiden Talente Esenia Fomenko (16) und Helena Leicht (17) vom VCO gehören ebenfalls zum neunköpfigen DSC-Kader.
„Wir lernen uns gerade erst langsam besser kennen. Doch ich kann jetzt schon sagen: Wir haben einige richtig tolle Persönlichkeiten im Team. Da herrscht schon ordentlich Stimmung und es macht großen Spaß“, beschrieb Waibl seinen ersten Eindruck von der neuen Mannschaft. „Die erste, vielleicht auch noch die zweite Woche, fühlt sich ein wenig wie die Anfangsphase einer frischen Beziehung an – voller Begeisterung. Wenn die Müdigkeit einsetzt und sich Abläufe wiederholen, dann entstehen echte Champions“, fügte der 58-Jährige hinzu.
Besorgnisse hat er diesbezüglich keine, zumal er den Vorbereitungsplan sorgfältig organisiert hat.
Neben dem Turnier in Varnsdorf (Tschechien) am 5. und 6. September stehen für die Sächsinnen weitere spannende Testspiele auf dem Programm: Gegen Erfurt, die Thüringerinnen, sowie gegen Schwerin, einen weiteren Bundesliga-Rivalen. Außerdem trifft das Team auf den Champions-League-Gegner KS Developres Rzeszów aus Polen (18.–20. September). Auch ein Testspiel in Dresden ist geplant.
Bis zum ersten offiziellen Pflichtspiel bleibt dem Team von Waibl noch rund zwei Monate Zeit. Die Saison wird dann mit dem Supercup gegen den Double-Sieger Suhl am 3. Oktober in Coburg eröffnet. Der Vorverkauf für das DSC-Ticketkontingent beginnt am kommenden Dienstag.