Drittliga-Absteiger zieht Folgen: Trainer und Sportdirektor müssen gehen
Ulm – Die sportliche Krise beim SSV Ulm hat nun personelle Konsequenzen nach sich gezogen. Sowohl Trainer Daniel Jungwirth (44) als auch Sportdirektor Murat Isik (49) verlieren ihre Ämter.
Nach neun Spieltagen konnten die Spatzen noch keinen Sieg verbuchen und belegen aktuell den letzten Platz in der Regionalliga Südwest. Vorstand und Aufsichtsrat sind deshalb überzeugt, dass „eine Veränderung erforderlich ist, um eine positive Wende einzuleiten“, teilte der Verein am Sonntagmittag mit.
Philipp Utz (45), Vorsitzender des Aufsichtsrats, erläuterte in der Mitteilung: „Wir befinden uns in einer äußerst kritischen Lage, in der schnelle Erfolge unabdingbar sind. Deshalb war dieser Schritt unumgänglich.“
Bis zuletzt hatten die Verantwortlichen noch an eine Trendwende geglaubt, erklärte Vorstand und Geschäftsführer Dominik Schwärzel (38): „Uns fiel diese Entscheidung alles andere als leicht, da wir bis zuletzt hofften, dass Murat und Daniel den notwendigen Umschwung schaffen könnten.“
Nach der 0:1-Heimniederlage gegen Eintracht Trier am Sonntag war die Geduld jedoch erschöpft.
Schwärzel ergänzte: „Die Ergebnisse und Entwicklungen in dieser Saison, besonders in den vergangenen Wochen, ließen uns keine andere Wahl, als nun in der sportlichen Leitung und auf der Position des Cheftrainers Veränderungen vorzunehmen.“
Wer die Nachfolge von Jungwirth und Isik antreten wird, ist bislang noch offen. Allerdings soll die Lösung zeitnah gefunden werden: „Die Vereinsführung befindet sich bereits in fortgeschrittenen Gesprächen bezüglich der Nachfolge und wird bald darüber informieren“, heißt es in der Pressemitteilung des Klubs.
Bis dahin übernimmt U19-Trainer Timo Wenzel (48) vorerst das Training der Profimannschaft.