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Mit voller DSC-Power: Deutsche Volleyball-Damen feiern sensationellen Triumph gegen Brasilien

Ankara – Die deutschen Volleyball-Damen haben die zweite Woche der Volleyball Nations League mit einem überraschenden Sieg gegen Brasilien beendet. Am Sonntag in der türkischen Hauptstadt Ankara setzten sie sich mit 3:2 (26:24, 28:26, 15:25, 19:25, 16:14) durch, wobei die starke Leistung der DSC-Spielerinnen entscheidend zum Erfolg beitrug.

Denn neben der Stammzuspielerin Sarah Straube (24) standen diesmal auch Libera Patricia Nestler (25) und Diagonalangreiferin Lena Kindermann (26) von Beginn an auf dem Feld. Alle drei hatten maßgeblichen Anteil an dem wichtigen Sieg, der der Mannschaft enormen Auftrieb für die Moral gab.

Bereits zu Beginn der Woche hatte das deutsche Team einige Rückschläge hinnehmen müssen: Am Mittwoch verlor man trotz einer 2:1-Führung noch mit 2:3 gegen China. Am Samstag wurde zudem eine 2:0-Satzführung gegen Gastgeber Türkei im ausverkauften Hexenkessel von Ankara verspielt, was ebenfalls in einer 2:3-Niederlage endete. Dazwischen gelang am Freitag allerdings ein klarer 3:0-Erfolg gegen Belgien.

Mit dem Sieg gegen Brasilien sicherte sich die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes wertvolle Punkte für die Weltrangliste und verbesserte sich damit von Platz elf auf Rang neun. Damit zählt das Team aktuell wieder zu den besten zehn Nationen weltweit.

„Ich bin sehr zufrieden. Nach dem gestrigen Fünf-Satz-Krimi ist es keinesfalls einfach, die mentale Stärke aufzubringen, um erneut fünf Sätze gegen eine so starke Mannschaft wie Brasilien zu bestreiten. Ich bin stolz auf die gesamte Mannschaft, aber besonders auch auf die Spielerinnen, die von der Bank kamen. Wir haben viel rotiert, und alle haben ihren Beitrag geleistet – das ist für einen Trainer etwas ganz Besonderes“, erklärte Bundestrainer Giulio Bregoli (51) nach der Partie.

Trotz des Erfolgs gab es keine Schonung: Nach dem Match in Ankara mussten die Spielerinnen noch eine Trainingseinheit im Kraftraum absolvieren.

Aus Dresdner Sicht besonders erfreulich war das VNL-Debüt der Mittelblockerin Mette Pfeffer (20) im Spiel gegen die Türkei. Auch am Sonntag gegen Brasilien wurde sie erneut eingewechselt.

Generell war das Team stark vom ehemaligen DSC-Personal geprägt: Neben Pfeffer standen mit Camilla Weitzel (26), Monique Strubbe (24) und Pia Timmer (25) weitere Spielerinnen auf dem Feld, die bereits beim Trainer Alexander Waibl (58) in Dresden Erfahrungen sammeln konnten.

Die Reise in die Türkei war vor allem für Lena Kindermann und Patricia Nestler mental wichtig, da sie bei der ersten Station in Kanada noch nicht mit dabei gewesen waren.

Die VNL macht nun eine zweiwöchige Pause, bevor das deutsche Team ab dem 8. Juli in Belgrad (Serbien) in die Finalrunde einsteigt. Zum Auftakt wartet mit Tschechien ein erster Gegner, bevor am 10. Juli die Niederlande und am 11. Juli Gastgeber Serbien auf die Mannschaft treffen – allesamt anspruchsvolle Herausforderungen.

Wahrscheinlich wird Antonia Stautz (32) bei dieser Endrunde nicht dabei sein. Die Außenangreiferin, die zur kommenden Saison von Stuttgart nach Wroclaw wechselt, zog sich eine unglückliche Verletzung zu. Videos aus dem Netz zeigen, wie sie vor dem Spiel gegen die Türkei nach dem Händedruck am Netz über den Fuß von Libera Annie Cesar (29) stolpert.

Türkische Medien berichten, dass sie sich dabei möglicherweise einen Bruch zugezogen hat. Am Sonntag verfolgte sie die Begegnung zwar in der Halle, musste jedoch einen Thrombosestrumpf, einen Spezialschuh tragen und ging auf Krücken. Bereits in der ersten VNL-Woche hatte sich mit Außenangreiferin Leana Grozer (19) ein weiteres deutsches Teammitglied verletzt.