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Zwei Eislöwen erhalten deutsche Pässe: Mehr Flexibilität für Sportdirektor Baxmann

Dresden – Kurz vor dem DEL2-Saisonauftakt gegen Kassel (Freitag, 19.30 Uhr) können die Eislöwen bereits einen Erfolg feiern. Innerhalb der letzten zwei Jahre gelang es ihnen, sieben Spieler einzubürgern. Am Mittwoch legten Kapitän Dane Fox (32) und Tylor Spink (33) ihren Treueschwur auf das Grundgesetz ab und erhielten von Dresdens Wirtschaftsdezernent Jan Pratzka (54) die deutsche Staatsangehörigkeit.

Wer sich den Kader genauer anschaut, erkennt: Trainer Bo Subr (46) verfügt nun über 14 sogenannte Doppelstaatsbürger.

Da die beiden Kanadier seit Mittwoch ebenfalls über einen deutschen Pass verfügen, hat Sportdirektor Jens Baxmann (41) nun zwei zusätzliche Ausländerkontingente frei und kann während der Saison noch drei weitere Spieler verpflichten.

Baxmann gibt zu: „Das war von Beginn an unser Ziel. Allerdings werden wir nicht sofort neue Spieler verpflichten. Wir stehen voll hinter dem aktuellen Team, haben aber jetzt mehr Handlungsspielraum, um bei Bedarf zu reagieren.“

Denise Gräfe von der Ausländerbehörde erläutert, dass den Eislöwen ein Vorteil zugutekam: „Bis zum 18. September gelten sie noch als Erstligist und damit als Spitzensportler.“ Und Spitzensportler haben einen erleichterten Zugang zur Einbürgerung.

Die Eislöwen wollen ihren Anhängern weiterhin Spitzenleistungen bieten und, so Geschäftsführer Maik Walsdorf (38), den Aufstieg schaffen.

Der Abstieg in die DEL2 brachte zudem einen weiteren positiven Effekt für Dresden mit sich. Die Nachwuchsförderung läuft am Standort hervorragend, was sich auch im aktuellen Kader widerspiegelt.

Mit Verteidiger Felix Krüger (19) sowie den Stürmern Ricardo Hendreschke (23) und Lukas Buschbeck (18) sind drei gebürtige Dresdner Teil des Teams. Weitere Talente stehen bereits in den Startlöchern. Im Vergleich stellt Kassel nur einen Nachwuchsspieler.

Baxmann ist stolz: „Der Abstieg hat uns auch geholfen. Keiner hat so viele Förderverträge wie wir. Grundsätzlich ist es wichtig, den eigenen Vereinsgedanken zu leben.“

Aus Sicht des Sportdirektors erhalten die jungen Spieler in dieser Saison eine „große Chance“, sich zu beweisen. „Sie werden Eiszeit bekommen. Wir öffnen die Tür – ob sie hindurchgehen, liegt an ihnen“, so Baxmann.

Die Eislöwen setzen somit nicht nur auf den Vorteil durch Einbürgerungen, sondern fördern auch zahlreich ihren eigenen Nachwuchs.