Eislöwen starten schwach, trotz Aufholjagd: Eispiraten gewinnen das Sachsenderby
Crimmitschau – Die Dresdner Eislöwen kommen einfach nicht richtig in Fahrt und kassierten auch im dritten Spiel eine Niederlage. Beim Sachsenderby unterlagen sie den Eispiraten mit 3:4 (0:0, 0:2, 3:2) und stehen weiterhin ohne Punkte da.
Aus dem gut gefüllten Gästeblock mit rund 600 mitgereisten Fans ertönte der Ruf: „Hier regiert der ESC!“ Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten – tausende Crimmitschauer unterstützten lautstark mit einem „Absteiger, Absteiger!“ und sorgten bereits vor Spielbeginn für eine hitzige Atmosphäre.
Ein emotionaler Moment entstand nur bei der Ehrung von André Schietzold, einer Legende des ETC/Eispiraten, dessen Trikot mit der Nummer 13 feierlich unter das Hallendach gezogen wurde – begleitet von musikalischen Klängen der Philharmonie Chemnitz.
Dann begann das erste Sachsenderby der Saison. Zunächst entwickelte sich jedoch ein eher ruhiger Auftakt. Die Eislöwen zeigten sich körperlich überlegen, spielerisch ließ die Leistung jedoch noch zu wünschen übrig.
Ob Janick Schwendener nach seiner Verletzung im Tor stehen würde, hatte Trainer Bo Subr vorab offen gelassen: „Das sehen wir dann.“ Letztlich stand Schwendener tatsächlich im Tor, allerdings präsentierten sich die Eislöwen in der Defensive stellenweise sehr anfällig.
Dass Crimmitschau diesen Vorteil nicht konsequent nutzte, lag vor allem daran, dass sie selbst nicht konsequent nach ihren eigenen Vorgaben spielten. Tim Lutz hatte vor dem Spiel betont: „Wir müssen sehr diszipliniert sein und Strafen vermeiden.“ Doch er war der erste, der nach nur 2:36 Minuten wegen Spielverzögerung auf die Strafbank musste. Insgesamt sammelte die Mannschaft von Trainer Tuores zu viele Strafzeiten.
Wie schon in den vorherigen Begegnungen wurden die Hausherren im Verlauf des Spiels immer stärker. Collin Adams (26.) scheiterte zunächst an Schwendener. Kurz darauf waren die Eispiraten erstmals für volle zwei Minuten in Überzahl – und diese Chance nutzten sie eiskalt.
Brune setzte Dresdens Torwart mit einem Trick außer Gefecht, sodass Noah Garthe (28.) nur noch die Lücke zwischen den Verteidigern finden musste.
Der erfahrene Stanislav Dietz (29.) erhöhte mit einem Pass von der Blauen Linie auf 2:0. Doch wie schlecht war das eigentlich verteidigt? Die Eislöwen übten keinen Druck aus, sodass die Eispiraten die Scheibe völlig entspannt laufen lassen konnten.
Würden die Eislöwen nun zurückkommen? Mit viel Schwung kehrten sie aus der Kabine zurück und starteten eine Aufholjagd, die im Anschlusstreffer durch Alec Alroth (45.) mündete. Doch dann erhielt Biggins wegen hohen Stocks 2+2 Minuten, was Crimmitschau gut überstand und durch Adams eine weitere Chance zum 3:1 vergab. Als schon die nächste Strafe drohte, blieben die Dresdner am Puck und Ex-Eispirat Gregory Kreutzer (52.) erzielte den längst verdienten Ausgleich.
Endlich entfachte sich das Feuer, das von Beginn an auf den Rängen gebrannt hatte. Rot-Weiß setzte nun wieder Akzente. Schwendener zeigte sich stark gegen Lutz (55.), war aber gegen Sebastian Streu (57./59.) machtlos. Der späte Anschlusstreffer durch Tomas Andres (60.) kam jedoch zu spät.