Comeback-Sieg der Eislöwen trotz harter Prüfungen auf dem Eis
Dresden – Gegen 21.50 Uhr hallten im Löwenkäfig die Rufe nach „Marvin Berbner“ durch die Arena, während die Fans jubelten. Vor 3500 Zuschauern sicherten sich die Dresdner mit einem 3:2-Erfolg (0:1, 0:1, 3:0) gegen die Bietigheim Steelers weitere drei wichtige Punkte. Was sich jedoch in den 60 Minuten auf dem Eis abspielte, war alles andere als einfach.
Vor allem die Gastgeber taten sich schwer. Das Forechecking der Gäste bereitete ihnen große Probleme. Fehlpässe und Schwierigkeiten im Spielaufbau prägten das erste Drittel.
Einziger Hoffnungsschimmer war Berbner im Tor. Der 20-Jährige strahlte Ruhe aus. Dass Steven Raabe (19.) ihn in Überzahl überwinden konnte und die Steelers in Führung brachte, trübte die Stimmung der Eislöwen-Anhänger.
Im zweiten Abschnitt feierten die Zuschauer Berbner, der mit zwei herausragenden Paraden glänzte.
Doch als Cole Fonstad (36.) den Puck zunächst an seine Schoner lenkte und dieser vor die Kufen von David Cerny sprang, war der Torwart machtlos – 0:2.
In der Pause äußerte ein enttäuschter Fan: „Am Sonntag fahre ich nach Landshut. Wenn sie dort wieder so auftreten, ist das meine letzte Saison hier.“ Andere schüttelten nur missmutig den Kopf.
Eislöwen-Stürmer Tomas Andres versprach vor dem erneuten Gang in die Kabine: „Das zweite Drittel war besser als das erste. Wir brauchen mehr Präsenz vor dem Tor. Wenn uns in den ersten zehn Minuten des Schlussabschnitts ein Treffer gelingt, schaffen wir die Wende.“ Genau so kam es!
In Überzahl versuchten die Eislöwen immer wieder vergeblich, Dane Fox und seinen Schlagschuss einzusetzen. Erst als Ryan MacKinnon (48.) den Puck erhielt und abzog, zappelte das Spielgerät im Netz. Auch Adam Helewka (51.) traf in Überzahl und Bruno Riedl (54.) sorgte für die endgültige Entscheidung zum 3:2.
Ein besonderer Höhepunkt des Spiels war die Rückkehr von Meisterheld Arne Uplegger mit den Steelers.
Die Eislöwen-Fans hatten ihn jedoch nicht vergessen und ehrten ihn gebührend, was den Verteidiger sichtlich berührte.