Verbleibt Lombardi bei den Monarchs? „Eine neue Sichtweise auf das Leben“
Dresden – Rocky Lombardi hat sein Versprechen gehalten! Vor knapp fünf Monaten, beim Schnitzelklopfen mit TAG24, hatte der Quarterback noch versprochen, den Titel zurück nach Dresden zu holen. Am Samstagabend führte der US-Amerikaner seine Monarchs trotz großer körperlicher Belastung zum Meistertitel.
„Ich fühle mich großartig. Es erfüllt mich mit Dankbarkeit, diese Freude und dieses Glück zu erleben – nicht nur für mich, sondern auch für meine Mitspieler, den Verein und die Fans“, zeigte sich der Kapitän nach dem 27:19 (14:6)-Sieg der Monarchs im GFL Bowl gegen die Potsdam Royals vor mehr als 25.000 Zuschauern begeistert. „Das eröffnet einem eine ganz andere Perspektive auf das Leben.“
Weniger die Meisterschaft selbst, als vielmehr die Erfahrungen, die der 27-Jährige in Dresden gesammelt hat, sind für ihn von Bedeutung. „Ich habe hier viele Freundschaften geschlossen, genieße die Kultur und lerne die Sprache. Mit Teamkollegen aus 17 verschiedenen Ländern zu spielen, das ist etwas ganz Besonderes“, erklärte Lombardi und schwärmte weiter:
„Ich hatte zuvor nie ein so vielfältiges Team. Bisher spielte ich maximal mit zwei Kanadiern zusammen – das zählt fast nicht. Aber hier Menschen aus Spanien, Deutschland, Finnland, Österreich, Frankreich oder Ungarn zu haben – eigentlich aus der ganzen Welt – ist einfach beeindruckend!“
Aus diesem Grund hätte der Quarterback „nichts dagegen, wiederzukommen“. Ähnliche Aussagen hatte es aber schon von anderen Spielern gegeben. Zunächst muss Lombardi jedoch abwarten, wie es um sein Knie steht. „Ich denke, mir geht es gut. Falls nicht, bleibt mir genug Zeit, um wieder fit zu werden“, fügte er mit einem Schmunzeln hinzu.
Ein langer Lauf in Richtung Endzone, nur zwei Minuten vor Spielende, kostete ihn schmerzhafte Blessuren, als ihn drei Potsdamer gerade noch an seinem zweiten Lauf-Touchdown des Abends hinderten.
Der Spielmacher ging voran – ohne auf seine Gesundheit zu achten. Deshalb wurde er auch zum wertvollsten Spieler des Finales gekürt.
Sein Vater Tony war der Stolz deutlich anzusehen. Auch sein Großvater Vince, der bereits als Trainer in Deutschland bei den Hamburg Sea Devils und Braunschweig Lions tätig war, sandte aus den USA herzliche Glückwünsche.
„1998, als ich geboren wurde, war er hier in Deutschland. Er ist sehr stolz“, gestand Lombardi. Selbst lobte er auch sein Team: „Ohne die Coaches und das gesamte Team hätte ich es nicht geschafft. Unsere Verteidigung hat herausragend gespielt.“
Für den perfekten Abschluss des Abends fehlte eigentlich nur noch eines: „Ich hoffe, ich bekomme zum Schluss noch ein Schnitzel!“