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In Berlin nicht völlig sorgenfrei: Worauf die Monarchs achten müssen

Dresden – Wenn sogar die Rebels in einer offiziellen Spielvorschau so auftreten, spricht das dafür, dass die Dresden Monarchs in dieser Saison vieles richtig gemacht haben. Auf der Berliner Webseite heißt es: „Wir wollen ehrlich sein: Das wird hart!“ Dabei geht es jedoch nicht nur darum, dass die Rebels vielleicht das beste Team der Liga stellen.

Normalerweise gehen die Rebels besonders motiviert in die Duelle mit den Monarchs – Siege gegen Dresden schmecken ihnen meist umso besser. Doch in dieser Saison läuft es für die Hauptstädter überhaupt nicht rund.

Mit nur zwei Siegen stehen ihnen bereits fünf Niederlagen gegenüber. Vor kurzem setzte es eine deutliche 10:37-Niederlage gegen das Tabellenschlusslicht aus Kiel.

Die Abstiegsrelegation ist plötzlich eine realistische Möglichkeit, gleichzeitig ist aber auch der Einzug in die Play-offs auf Platz vier noch machbar. Der Druck, am Samstag um 16 Uhr unbedingt zu gewinnen, macht die Berliner für das Team von Greg Seamon (71) besonders gefährlich.

„Unberechenbar trifft es ganz gut, wenn man beschreibt, was uns in Berlin erwartet. Ihr Quarterback hat zwar sieben Touchdowns geworfen, aber ebenso acht Interceptions. Zudem ist er ihr wertvollster Läufer. Klar ist aber, dass sie erneut sehr körperbetont agieren werden – darauf müssen wir vorbereitet sein“, warnt der Headcoach der Monarchs.

Obwohl sein Team in dieser Saison viele Herausforderungen meistert, zeigte sich der US-Amerikaner zuletzt nicht vollkommen zufrieden.

„Gegen Düsseldorf haben wir uns zu oft den Ball abnehmen lassen, das bereitet mir Sorgen. So etwas haben wir in den drei Jahren, die ich hier bin, noch nie erlebt.“

Deshalb stand in dieser Woche besonders das Thema Ballkontrolle im Fokus – denn auch in der Defensive wird dies entscheidend sein.

„Druck auf den Quarterback auszuüben wird essenziell. Im Hinspiel gelang es uns, gegen ihre Offensive Line sechs Sacks zu erzielen“, erklärte Seamon:

„Wir müssen auf die kleinen Details achten und Konfrontationen vermeiden. Das hat beim ersten Aufeinandertreffen sehr gut funktioniert. Unsere Aufgabe ist es, diszipliniert zu bleiben und unsere Leistung so gut wie möglich abzurufen.“

Im ersten Duell im Juni konnten die Monarchs mit einem klaren 42:14 gegen den früheren Dresdner Defensive-Liner Lamonte McDougle (27) & Co. triumphieren.

Übrigens könnte McDougle im Spielverlauf ein neuer Gegner ins Visier geraten: Neben dem Stammtorwart Rocky Lombardi (28) wird im Mommsenstadion auch der erfahrene Ersatzmann Casey Thompson (27) Einsatzzeit erhalten.