Monarchs mit Gedanken bei verletztem Nasser: „Viel Trauer und Besorgnis“
München – Nach dem achten Sieg der Saison bei den Munich Cowboys äußerte Greg Seamon offen: „Da ist viel Traurigkeit und Sorge im Raum.“ Grund dafür war die schwere Verletzung von Yazan Nasser, die er sich beim klaren 48:10-Erfolg zugezogen hatte.
„Yazan gehört seit einem Großteil seines Lebens zur Monarchs-Familie. Er ist nicht nur ein herausragender Spieler, sondern auch ein großartiger Mensch, der stets hart arbeitet. Niemand wünscht sich eine Verletzung, doch bei ihm war es besonders schmerzhaft, ihn mit solch einer schweren Beinverletzung zu sehen“, zeigte sich Seamon tief bewegt von Nassers Knieverletzung.
Bereits am Samstagabend wurde Nasser in München operiert. „Nach der Operation hat er ein Foto geschickt, um alle aufzumuntern. Genau das spiegelt Yazan perfekt wider“, erklärte Seamon. So konnten die Monarchs ihren achten Sieg im achten Spiel zumindest auf der Heimfahrt noch ein wenig genießen.
Nasser ist einer von drei Runningbacks im Team, sodass sein Ausfall sportlich gut kompensiert werden kann – besonders da Tofunmi Lala (zwei Touchdowns) und David Moore III (ein Touchdown) erneut großartige Leistungen zeigten.
Auch die Receiver Montigo Moss (drei Touchdowns) und Janne Särkelä (ein Touchdown) überzeugten. Die erneut starke Verteidigung der Monarchs wurde erst gegen Ende des Spiels – und ohne vollständige Besetzung – einmal überwunden. Was könnte die Monarchs noch stoppen?
„Wenn wir den Fokus verlieren, unkonzentriert werden oder uns überschätzen“, machte Seamon deutlich. Der Headcoach aus Dresden zeigte sich zufrieden, dass sein Team nach der Sommerpause mit viel Energie und Konzentration zurückgekehrt ist.
Allerdings betonte er auch: „Es gibt immer Verbesserungspotenzial. In München haben wir den Ball mehrfach verloren. Das ist in dieser Saison selten vorgekommen, aber Ballkontrolle ist enorm wichtig.“
Die späten Ballverluste seien „definitiv eine Erinnerung daran, dass man, egal wie deutlich die Führung ist, jeden Spielzug mit höchster Konzentration angehen muss“, so Seamon weiter: „Jeder einzelne Spielzug sollte die gleiche Bedeutung haben.“