Choreografie, Pyrotechnik, Party und ein spektakuläres Duell: Beim GFL Bowl geht es richtig zur Sache!
Dresden – Eigentlich hätte man mit der Bundeswehr als Final-Sponsor einiges realisieren können – doch gibt es offenbar keine einsatzbereiten Flugzeuge? Einen Flyover wie im Vorjahr wird es beim GFL Bowl zwischen den Dresden Monarchs und den Potsdam Royals am Samstag jedenfalls nicht geben, was jedoch andere Gründe hat.
Die Aktion mit den drei Maschinen im vergangenen Jahr lief ohnehin nicht optimal, abgesehen davon sind die Kosten einfach zu hoch. "Wir haben es natürlich versucht, aber wir möchten auch neue Akzente setzen", erklärt Fuad Merdanovic.
Der Präsident des American-Football-Verbands Deutschland deutet an, dass vermutlich finanzielle Aspekte ausschlaggebend sind:
"Im letzten Jahr konnten wir einen kleinen Gewinn erzielen und hoffen, das auch diesmal zu schaffen. Aber wir wollen nach dem Event auch entspannt schlafen können, und ein neuer Rasen ist natürlich nicht günstig."
Mindestens 140.000 Euro kostet die Neuverlegung des Spielfeldrasens, der nach dem großen Finale definitiv ausgewechselt wird. Angesichts der Gesamtkosten von 750.000 Euro für das Mega-Event am Samstag ist das ein beträchtlicher Posten.
"Wir investieren enorm viel Aufwand", erläutert Merdanovic. "Aber das tun wir gerne, weil wir den GFL-Effekt hier weiter ausbauen und den Sportlern ein besonderes Event bieten möchten. Es ist schließlich einmalig, vor einer solchen Kulisse zu spielen."
Um 14 Uhr startet die große Party mit zahlreichen Aktionen rund um das Stadion. Die Nationalhymne wird von Claudia Yang vorgetragen, in der Halbzeitpause heizen FAST Boy den Zuschauern richtig ein.
Beim gleichen Duell im Vorjahr waren mehr als 22.000 Fans dabei – dank starker Vorverkaufszahlen ist diese Marke schon übertroffen. Seit Dienstag sind zudem Tickets für den K-Block erhältlich.
"Das Konzept und die Idee scheinen hervorragend aufgegangen zu sein. Das zeigt, wie groß die Bedeutung des letzten Bowls schon war. Es ist immer wieder ein Highlight, hier in Dresden zu sein", schwärmt Liga-Chef Axel Streich.
Und vermutlich haben die Monarchs die besten Anhänger. Fast 47.000 Zuschauer kamen in dieser Saison zu den Heimspielen der Monarchs. Es ist also klar, dass das Rudolf-Harbig-Stadion erneut fest in ihrer Hand sein wird – und das soll auch spürbar werden.
Für den Einlauf der Spieler planen die zahlreichen Monarchs-Fans erneut einen emotionalen Höhepunkt in Form einer Choreografie. Daher werden alle Stadionbesucher gebeten, ein kleines weißes Handtuch mitzubringen. Wer kein weißes Handtuch zu Hause hat, kann an den Monarchs-Ständen wie „All Inclusive“ vor dem Stadion eines erwerben – allerdings nur in begrenzter Stückzahl.
Noch besser ist es, wenn man dazu zusätzlich eine blaue Rassel mitbringt. Auf jeden Fall soll das gesamte Stadion in Weiß erstrahlen.