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Monarchs als Favoriten? Royals geben sich als Außenseiter

Dresden – Potsdam als Underdog? Ganz und gar nicht! Es wirkt fast ein wenig eigenartig, wie die Royals sich vor dem großen Finale am Samstag (18 Uhr) gegen die Dresden Monarchs in dieser Rolle inszenieren wollen. Denn die Zahlen aus der laufenden Saison sprechen eine ganz andere Sprache.

„Es ist manchmal auch vorteilhaft, als Underdog ins Finale zu gehen“, erklärte Royals-Präsident Jens Torsten Müller vor einigen Tagen. Running Back Heiko Bals fügte hinzu: „Dresden ist diese Saison ungeschlagen und geht als klarer Favorit ins Spiel.“

Das trifft wohl kaum zu! Zwar sind die Monarchs als einziges Team unbesiegt durchs Jahr gekommen und konnten in Potsdam bei der Hitzeschlacht Ende Juni mit 24:22 triumphieren. Dennoch dominieren die Royals viele wichtige Statistiken in der GFL-Saison.

Mit durchschnittlich 47,9 Punkten pro Begegnung verfügen die Brandenburger über die stärkste Offensive der Liga, während die Monarchs mit 39,2 Punkten den dritten Rang belegen.

Auch defensiv überzeugen die Sachsen mit im Schnitt nur acht zugelassenen Punkten – im Vergleich zu zwölf bei Potsdam – und bieten damit die beste Verteidigung der Liga.

Zudem stellte Potsdam in der regulären Saison mit fünf Spielen in Folge ohne Gegentor einen neuen Rekord auf. Dafür hat Greg Seamon allerdings eine Erklärung parat.

„Potsdam hat vielleicht mehr Punkte erzielt und weniger zugelassen, doch wir verfolgen eine etwas andere Philosophie. Es war uns wichtig, auch Spielern aus der zweiten und dritten Reihe Spielzeit zu geben. Jeder, der sich engagiert, soll zum Einsatz kommen“, erläutert der Headcoach der Monarchs.

Zum dritten Mal in Folge stehen die Sachsen nun im Finale um die Deutsche Meisterschaft, für Potsdam ist es bereits das fünfte Mal. Die Brandenburger konnten die letzten drei Endspiele für sich entscheiden.

„Potsdam weist keine wirklichen Schwächen auf und keine einzelne Stärke, die man einfach ausschalten könnte. Sie haben ein exzellentes Laufspiel, ein starkes Passspiel und auf jeder Position erstklassige Spieler“, betonte Florian Zur Nieden die Herausforderungen.

Der Kapitän der Monarchs weiß: „Das macht die Aufgabe so spannend, denn man kann ihnen nicht einfach einen Spielzug nehmen und ist automatisch im Vorteil. Wir müssen auf allen Ebenen top vorbereitet sein und als Team perfekt zusammenarbeiten.“

Seamon unterstreicht abschließend: „Wir kennen sie, sie kennen uns. Und wir wollen diesen Pokal unbedingt gewinnen – für unseren Verein, für unsere Stadt und vor allem für unsere Fans. Niemand in Europa hat solche Anhänger wie wir!“