Monarchs wollen erste Play-off-Hürde überwinden: „Verfügen über alle notwendigen Informationen“
Dresden – Für die Dresden Monarchs wird es nun ernst! Als ungeschlagener Nordmeister und mit einer makellosen Bilanz von zwölf Siegen aus zwölf Spielen gehen sie am Samstag (16 Uhr) als klare Favoriten ins Viertelfinale gegen die Munich Cowboys. Doch in den Play-offs zählt jeder Fehler – eine einzige Nachlässigkeit kann das vorzeitige Aus einer bislang sensationellen Saison bedeuten.
Auf dem Papier scheint die Ausgangslage eindeutig: Die Bayern unterlagen im Interconference-Spiel am 25. Juli vor heimischem Publikum klar mit 10:48 gegen die Monarchs und mussten zum Abschluss der regulären Saison eine herbe 0:59-Niederlage gegen Potsdam hinnehmen.
Zusätzlich plagen den Viertplatzierten aus dem Süden, der sich mit einer ausgeglichenen Bilanz von 6:6 die Teilnahme an den Play-offs sicherte, Verletzungssorgen bei zwei wichtigen Akteuren. Quarterback Nicholas Semptimphelter (25) und Receiver Gabriel Boccella (27) waren zuletzt angeschlagen. Ihr Ausfall würde die auf Passspiel ausgelegte Offensive in Schwierigkeiten bringen.
Dem gegenüber steht das unangefochtene Topteam der Liga, das nur ein Ziel vor Augen hat: den Gewinn des GFL Bowls am 3. Oktober im Rudolf-Harbig-Stadion.
„Wir verfügen über sämtliche Informationen aus der letzten Vorbereitung, aus dem Spiel selbst sowie aus allem, was danach passiert ist. Deshalb sind wir bestens vorbereitet“, erklärte Monarchs-Headcoach Greg Seamon (71) selbstbewusst vor dem Duell.
Man wolle an der Elbe zudem vermeiden, „sich in Details zu verlieren“. „Jetzt beginnt eine neue Phase der Saison – bei einer Niederlage ist das Aus besiegelt. Keiner kann es sich leisten, unvorbereitet in ein Spiel zu gehen“, so der 71-Jährige weiter.
Grund zur Sorge gibt es kaum, wenngleich die Dresdner im letzten Hauptrundenspiel gegen Ravensburg (52:21) vereinzelt ungewohnte Konzentrationsschwächen zeigten.
Seamon ist jedoch überzeugt, dass sein Team in den Play-offs mit einem anderen Geist auftreten wird: „Wir sind längst nicht am Ende und werden die Partie mit der nötigen Konzentration angehen.“