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„Schweizer Taschenmesser“: Ferguson bringt für den Titel mit den Monarchs große Opfer

Dresden – Bedeutet dieses Spiel für ihn etwas Besonderes? In der vergangenen Saison stand Davon Ferguson (26) noch bei den Potsdam Royals unter Vertrag, verließ das Team jedoch nach nur sechs Einsätzen. Nun trifft der Defense Back der Dresden Monarchs im GFL Bowl auf zahlreiche ehemalige Weggefährten. Eine außergewöhnliche Situation, oder?

„Überhaupt nicht“, antwortet Ferguson knapp und prägnant mit nur drei Worten. „Es zählt nicht, gegen wen wir antreten. Im Fokus stehen einzig die Dresden Monarchs und wie wir dieses Spiel für uns entscheiden können. An meinen früheren Verein denke ich dabei nicht.“

Der 26-Jährige absolvierte lediglich sechs Spiele für die Royals, wobei die Gründe für das vorzeitige Aus unterschiedlich dargestellt werden.

„Es gab einfach verschiedene Sichtweisen in einigen Punkten. Wir konnten uns nicht einigen, aber das ist völlig in Ordnung“, erklärt er.

Trotz der kurzen Zeit haben sich Freundschaften entwickelt.

„Einige sind mir ans Herz gewachsen, natürlich wünsche ich ihnen Erfolg. Doch jetzt geht es nicht um sie oder andere Mannschaften, sondern ausschließlich um die Dresden Monarchs. Für den gemeinsamen Erfolg müssen die persönlichen Verbindungen vorübergehend zurückstehen. Entscheidend ist, was wir für den Sieg leisten können“, betont der Tackling-Spezialist.

Während seiner sechs Partien für Potsdam verzeichnete er 14,5 Tackles, einen Tackle for Loss sowie drei Interceptions. Seit Mitte August gehört der 1,78 Meter große und 84 Kilogramm schwere US-Amerikaner den Monarchs an.

„Obwohl ich erst spät zum Team gestoßen bin, wurde ich hier sehr herzlich aufgenommen. Die Stadt ist großartig und wunderschön. Das Team ist fantastisch, hier herrscht ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Wir trainieren gemeinsam, essen zusammen, unternehmen vieles miteinander, verbringen Zeit und verfolgen gemeinsam Sportevents“, schildert Ferguson seine Erfahrungen mit der Mannschaft.

In vier Begegnungen erzielte er bislang 13,5 Tackles, einen Tackle for Loss und 0,5 Sacks: „Ich konzentriere mich einfach auf meine Aufgabe. Egal, wo der Coach mich aufstellt, ich erfülle genau das, was von mir erwartet wird.“

Am Samstag im Finale gegen Potsdam steht der Meisterpokal auf dem Spiel. Ferguson sagt dazu: „Unsere Fans unterstützen uns Tag für Tag und geben uns enorm viel Rückhalt. Es bedeutet mir sehr viel, für sie diesen Titel zu gewinnen.“