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Most und die Monarchs: Vom Fieberwahn zum Tränenmeer

Dresden – „Es fühlt sich an wie ein Fiebertraum, und ich bin mir noch nicht sicher, ob ich bereits erwacht bin“, gab Phillip Most nach dem 27:19-Erfolg (0:0, 14:6, 10:6, 3:7) der Dresden Monarchs gegen die Potsdam Royals im GFL Bowl 2026 zu. Dieser Sieg bedeutete die zweite Meisterschaft für die Monarchs seit 2021. Doch Most bezog sich weniger auf die Titelgeschichte, als vielmehr auf die nervenaufreibenden letzten Sekunden des Spiels.

Mit noch 22 Sekunden auf der Uhr, während Potsdam wenige Yards vor der Dresdner Endzone stand, mussten Most und seine Offensivkollegen von der Seitenlinie aus mit ansehen, wie ihre Defensive der – nach Punkten – stärksten Offensive der Liga standhielt.

Ein Touchdown inklusive erfolgreicher Two-Point-Conversion hätte genügt, um das unglaublich spannende Duell in die Verlängerung zu schicken.

Der erste Versuch scheiterte, der zweite ebenfalls, auch der dritte brachte keinen Erfolg. Doch beim alles entscheidenden vierten Versuch fing Chris Noak in der Endzone eine Interception, lief aus dem Gefahrenbereich heraus und kniete ab – der Sieg war perfekt!

„Ich kann es noch gar nicht richtig fassen. Besonders vor dieser Kulisse und als ungeschlagener Meister in Dresden zu triumphieren, ist einfach unglaublich!“, schwärmte Most.

Der 33-Jährige erzählte weiter: „Ich musste die ganze Zeit gegen die Tränen ankämpfen. Das wird bestimmt noch richtig herauskommen, aber es ist einfach ein wahnsinniges Gefühlschaos.“

Im Anschluss feierte der großgewachsene Spieler gemeinsam mit seinen Teamkollegen und den 25.016 Fans im Rudolf-Harbig-Stadion, hob den Pokal in die Höhe und stürzte sich dann in die große Siegerparty.

Nach diesem traumhaften Triumph gab es reichlich Grund zum Feiern: Die beste Defensive der Liga glänzte mit zahlreichen Interceptions und erzwungenen Fumbles und hielt immer wieder stand. Quarterback Rocky Lombardi wurde nicht zuletzt wegen seines Touchdowns als wertvollster Spieler des Finals geehrt.

Auch Tofunmi Lala und Ethan Janto trugen zum Punktekonto bei, ebenso wie Kicker Florian Finke, der mit Extrapunkten und zwei Field Goals entscheidend mitwirkte.

Die Aussicht auf eine Titelverteidigung im nächsten Jahr liegt nahe, wenn der GFL Bowl am 25. September zum dritten Mal in Folge in der sächsischen Landeshauptstadt stattfindet – mit Most als amtierendem Champion?

„Ich freue mich riesig darauf, hier in Dresden erneut um den Titel zu kämpfen“, erklärt der O-Liner. Gleichzeitig fügt er hinzu: „Aber jetzt heißt es erst einmal Offseason, feiern und dann sehen wir, wie es weitergeht.“