Dresden Monarchs: Dieses Cookie Monster hat noch lange nicht genug
Dresden – Das hat ihm richtig gut geschmeckt! Gleich zweimal zeigte Max von Mühldorfer (23) nach seinen Tacklings gegen die Invaders seine Freude, als der Defensive Lineman der Dresden Monarchs Hildesheims Quarterback Nelson Hughes III. (33) jeweils kraftvoll zu Boden brachte.
„Das ist eher ein kleiner Spaß, denn vor Kurzem habe ich angefangen, das Spiel Cookie Monster zu spielen. Dabei geht es natürlich nicht darum, den Quarterback tatsächlich zu „fressen“, sondern es ist ein lustiger Ausdruck, den wir als Team verwenden“, erklärt der Kanadier nach dem elften Sieg der Monarchs in der laufenden Saison – ebenfalls im elften Spiel.
Die Mannschaft hat in dieser Spielzeit wirklich viel Freude. Zum dritten Mal in Folge haben sie den Gegner komplett ohne Punkte nach Hause geschickt.
Von Mühldorfer, der erst im späteren Saisonverlauf ins Team eingestiegen ist, verzeichnet mittlerweile 2,5 Quarterback Sacks. Insgesamt teilen sich zehn Spieler beeindruckende 38 Sacks – das entspricht fast 3,5 pro Spiel und stellt einen Spitzenwert dar.
Zusätzlich kommen 498 erfolgreiche Tackles, 70 Tackles für Raumverlust, sieben erzwungene Ballverluste und zehn abgefangene Pässe dazu. Das Team von Coordinator Martin Schmidt (38) zeigt in dieser Saison eine herausragende Leistung.
„Die gesammelte Erfahrung der Spieler, die schon länger dabei sind, ist für uns von großem Vorteil. Sie identifizieren sich mit den Monarchs und der Stadt, verstehen sich untereinander ausgezeichnet. Das sieht man auf dem Spielfeld daran, wie sie füreinander kämpfen“, beschreibt Schmidt das Erfolgsrezept.
Solche Werte sind unerlässlich, wenn man am 3. Oktober im Finale in Dresden die Deutsche Meisterschaft gewinnen möchte.
„Wir verbessern uns von Spiel zu Spiel, das ist fantastisch! Unser wichtigstes Ziel ist jedoch, dass wir als Team zusammenwachsen und unsere Gemeinschaft immer stärker wird. Jeder in der Defensive Line bekommt Spielzeit und kann jederzeit eingesetzt werden. Das ist ein großer Vorteil, weil so alle frisch bleiben“, bleibt von Mühldorfer bescheiden.
Doch auch der 1,85 Meter große und 131 Kilogramm schwere Athlet träumt natürlich vom Titelgewinn. Die Nordmeisterschaft haben sie bereits sicher, und sowohl im Viertel- als auch im möglichen Halbfinale erwarten sie Heimspiele. Zuvor empfangen sie am 30. August die Ravensburg Razorbacks zum letzten Spiel der regulären Saison im Heinz-Steyer-Stadion.
Die Razorbacks kämpfen im Süden aktuell um den zweiten Tabellenplatz und könnten damit ein potenzieller Halbfinalgegner sein. An diese (Zwischen-)Herausforderung denken von Mühldorfer und seine Kollegen allerdings erst, wenn es wirklich soweit ist.