zurück

Drei zerplatzte WM-Träume der Eisernen, nur ein Union-Profi ist dabei

Berlin – Die Spannung steigt, denn in genau einer Woche beginnt die XXL-Weltmeisterschaft. Besonders die Anhänger von Union Berlin werden dann genau hinschauen, denn ein Spieler der Eisernen ist bei der WM mit von der Partie! Weitere Union-Profis hätten ebenfalls teilnehmen können, doch für drei von ihnen ist der Traum von der WM geplatzt.

Leopold Querfeld (22), Josip Juranovic (30) und Derrick Köhn (27) werden das Turnier lediglich vor dem Fernseher verfolgen.

Für Köhn stellt das Aus bei der WM eine besonders bittere Enttäuschung dar. Erst im Februar gab er sein Debüt für Ghana und hinterließ vor allem im Testspiel gegen die deutsche Nationalmannschaft einen bleibenden Eindruck – nicht zuletzt durch seine Torvorlage.

Das Ticket zur Weltmeisterschaft schien fast sicher, doch dann änderte sich alles. Zunächst wurde Ghana-Coach Otto Addo (50) entlassen, anschließend verließ auch Steffen Baumgart (54) Union Berlin. Unter der neuen Trainerin Marie-Louise Eta (34) verlor Köhn seinen Stammplatz – und damit auch die Chance, bei der WM dabei zu sein.

Für Querfeld, der bereits im März von Bundestrainer Ralf Rangnick (67) aus dem Kader für die Nationalmannschaft gestrichen wurde, dürfte das WM-Aus weniger überraschend sein. Sein letztes von insgesamt fünf Länderspielen liegt inzwischen schon ein Jahr zurück.

Ähnlich verhält es sich bei Juranovic, der auf 40 Länderspiele kommt. Allerdings kam der Kroate bei Union verletzungsbedingt nicht so häufig zum Einsatz wie erhofft. In dieser Saison stand er nur elfmal auf dem Platz, davon lediglich dreimal in der Anfangsformation.

Allein Rani Khedira (32) darf sich auf einen WM-Einsatz freuen – allerdings nicht wie sein bekannter Bruder Sami Khedira (39) für Deutschland, sondern für Tunesien. Der in Stuttgart geborene Mittelfeldspieler besitzt neben der deutschen auch die tunesische Staatsangehörigkeit und hat sich für das Heimatland seines Vaters entschieden.

Vor der WM im Winter 2022 gab es deutschlandweit Stimmen, die sich für Unions Khedira aussprachen, der sämtliche Nachwuchsmannschaften des DFB bis zur U19 durchlaufen hat. Nun spielt der defensive Mittelfeldspieler für Tunesien und wird dort voraussichtlich eine wichtige Rolle übernehmen.

Aus der Ferne die Daumen drücken müssen hingegen Oliver Burke (28, letztes Länderspiel für Schottland 2020), Diogo Leite (27, wartet noch auf sein Debüt für Portugal) sowie Woo-yeong Jeong (26, zuletzt für Südkorea 2024 im Nationalteam).