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Doping-Vorfall zerstörte Olympia-Hoffnung: Biathletin ist noch immer enttäuscht

Antholz (Italien) – Im Februar letzten Jahres verpasste die italienische Biathletin Rebecca Passler aufgrund einer positiven Dopingprobe die Olympischen Winterspiele in ihrem Heimatland. Obwohl die 25-Jährige ihre Sperre später erfolgreich anfechten konnte, war ihr großer Traum zu diesem Zeitpunkt bereits geplatzt. Bis heute verarbeitet sie diesen heftigen Rückschlag.

„Das ärgert mich nach wie vor sehr“, gab die Südtirolerin kürzlich im Gespräch mit „SportNews“ zu.

„Wenn man kurz vor einem so wichtigen Ziel steht und es dann plötzlich unerreichbar wird, hinterlässt das Spuren. Besonders belastend war für mich, dass ich von der Sperre zuerst aus den Medien erfahren habe. Das mental zu bewältigen, war keineswegs einfach“, ergänzte sie.

Bei einem Dopingtest wurde bei Passler die verbotene Substanz Letrozol nachgewiesen, weshalb sie vorerst gesperrt wurde. Obwohl dieses Mittel keine direkte Leistungssteigerung bewirkt, kann es genutzt werden, um den Gebrauch von Steroiden zu verschleiern.

Hauptsächlich kommt Letrozol bei der Behandlung von Brustkrebs zum Einsatz. Die Athletin konnte glaubhaft machen, dass sie vor der Kontrolle denselben Löffel wie ihre Mutter benutzt hatte – ohne zu wissen, dass diese an Brustkrebs erkrankt war.

Aus diesem Grund hob die italienische Anti-Doping-Agentur NADO die Sperre in einem beschleunigten Verfahren wieder auf. Doch zu diesem Zeitpunkt waren die Einzelwettbewerbe in Antholz bereits vorbei, und für die Staffel wurde Passler nicht mehr berücksichtigt.

Für die kommende Saison hat sich die einstige Junioren-Weltmeisterin vorgenommen, nach ihrem starken letzten Winter mit den besten Weltcup-Platzierungen zurückzukehren.

„Darauf wollte ich eigentlich aufbauen und mir wünschen, konstant vorne mitzulaufen. Doch leider ist mir bekanntermaßen etwas dazwischengekommen“, erklärte die Biathletin. „Als Sportlerin hat mich das sehr aus dem Rhythmus gebracht. Diesen gilt es jetzt erst einmal wiederzufinden.“

Dennoch konnte sie auch etwas Positives aus dieser schmerzhaften Erfahrung mitnehmen: „Es hat mich mental stärker gemacht, und davon profitiere ich heute. Diese neue Energie möchte ich in die kommende Saison mitnehmen. Ich werde wieder angreifen.“