HSV-Blog: Direktes Duell der Rothosen in der Nations League
Hamburg – Nach einem enttäuschenden Saisonstart gelang dem HSV am Samstagnachmittag gegen den 1. FC Köln der erste Saisonsieg.
Mit diesem Erfolg gehen die Rothosen zumindest etwas erleichtert in die bevorstehende Länderspielpause. Für insgesamt acht Profis heißt es nun Koffer packen, wobei drei von ihnen in einem direkten Aufeinandertreffen aufeinander treffen.
In unserem HSV-Blog halten wir Euch stets über alle Neuigkeiten rund um die Mannschaft, potenzielle Transfers und alle weiteren Ereignisse im Volkspark auf dem Laufenden.
Nach dem erlösenden ersten Sieg in dieser Spielzeit gegen den 1. FC Köln steht nun eine lange Länderspielpause an. Der HSV muss währenddessen auf acht Spieler verzichten, darunter drei, die im direkten Wettbewerb gegeneinander antreten.
Zum Auftakt der Nations League treffen Sander Tangvik (23) und David Möller Wolfe (24) mit Norwegen auf Albert Grönbaek (25) und Dänemark. Die Partie findet am 24. September um 20:45 Uhr in Oslo statt. Im Anschluss bestreiten Tangvik und Möller Wolfe noch zwei weitere Begegnungen gegen Portugal (27. September und 4. Oktober) sowie ein Spiel gegen Wales (1. Oktober). Grönbaek und Dänemark messen sich ebenfalls mit Portugal (1. Oktober) und Wales (27. September sowie 4. Oktober).
Drei HSV-Spieler sind in der Qualifikation zum Afrika-Cup gefordert: Zakaria El Ouahdi (24) und Marokko treffen auf Gabun (25. September) sowie Lesotho (29. September) und absolvieren außerdem ein Testspiel gegen Ghana (4. Oktober). Für Patson Daka (27) und Sambia stehen Begegnungen mit Algerien (25. September) und Togo (29. September) an. Warmed Omari (26) und die Komoren kämpfen gegen Kamerun (24. September) sowie Namibia (29. September) und bestreiten zusätzlich ein Freundschaftsspiel gegen Senegal (4. Oktober).
Des Weiteren wurden Otto Stange (19) und Louis Lemke (16) für die deutschen Nachwuchsauswahlen nominiert. Stange spielt mit der U20 gegen Frankreich (25. September), Italien (29. September) und England (3. Oktober). Lemke ist mit der U19 bei Spielen gegen die Ukraine (27. September), Finnland (30. September) und Tschechien (3. Oktober) gefordert.
Fast zu spät kam Yussuf Poulsen beim Spiel gegen den 1. FC Köln (2:1) zum Anpfiff. Trainer Merlin Polzin brachte den Stürmer zur zweiten Halbzeit, doch dieser konnte seine Schienbeinschoner zunächst nicht finden.
„Ich bin nochmal zurück in die Kabine gesprintet. Das war schon etwas hektisch“, berichtete der 32-Jährige nach der Partie lachend. Kurz vor Wiederanpfiff wollte er noch einmal suchen, fand aber nichts. Schließlich lieh er sich kurzerhand die Schoner eines Mitspielers, um pünktlich auf dem Platz zu stehen. „Am Ende lagen sie tatsächlich in der Kabine“, gab er zu.
Nach der dritten Niederlage in Folge gegen RB Leipzig am Sonntag (0:5) steht der Hamburger SV mit null Punkten und zwölf Gegentoren derzeit auf dem letzten Platz der Bundesliga-Tabelle. Was bedeutet das für Trainer Merlin Polzin?
Bisher offenbar nichts, wie sich zeigte. Besonders Sportvorständin Kathleen Krüger (41) betonte bereits vor dem Spiel am Sonntag und nach dem 0:5 gegen Mainz 05, dass man an Polzin festhalte und den gemeinsamen Weg weitergehen wolle. Der „Bild“-Zeitung zufolge sollen die Verträge des Trainerteams bis 2029 verlängert werden.
Die Vereinsführung steht trotz des schlechten Saisonstarts weiterhin hinter dem Aufstiegstrainer. Einige Fans in den sozialen Netzwerken sehen das jedoch anders. Zwar bedanken sie sich bei Polzin für seine Arbeit, wünschen sich aber teilweise frischen Wind auf der Trainerbank.
Diese Niederlage schmerzt doppelt: Die HSV-Frauen verloren ihr Nordderby am Freitag bei Werder Bremen mit 0:1.
Das entscheidende Tor vor 26.814 Zuschauern im Weserstadion erzielte Isabella Jaron (24) per Kopf nach einer Ecke in der 49. Minute.
Wichtige Info für alle HSV-Anhänger: Am Donnerstag wurden die Bundesliga-Spieltage 5 bis 11 mit genauen Anstoßzeiten festgelegt. Das Nordderby bei Werder Bremen findet an einem Sonntag um 17:30 Uhr statt.
Die kommenden Begegnungen im Überblick:
Erfreuliche Neuigkeiten für den HSV: Der Klub hat die Genehmigung erhalten, die Kapazität des Stadions auf über 60.000 Plätze zu erhöhen.
Die ersten Umbauarbeiten sollen laut Vereinsangaben bereits im Oktober starten. Diese werden so gelegt, dass sie zwischen den Heimspielen der Männer- und Frauenmannschaft stattfinden, um den Spielbetrieb nicht zu stören.
Die Finanzierung des Stadionausbaus erfolgt durch den HSV Supporters Trust, der Mittel aus den Fanbeteiligungen bündelt und insbesondere für den Erwerb neuer Anteile an der HSV Fußball AG & Co. KGaA verwendet, wodurch die nötigen finanziellen Ressourcen bereitstehen.
Ein besonderer Tag für Verein, Mannschaft und Fans steht am 15. September bevor: Mario Vuskovic (24) darf nach seiner Dopingsperre endlich wieder mit dem Team trainieren.
Schon jetzt steht fest, dass der HSV an diesem Tag eine öffentliche Trainingseinheit um 15 Uhr veranstalten wird – die Fans möchten das Comeback des Kroaten unbedingt live miterleben.
Wo genau das Training stattfinden wird, ist noch offen. Wie mehrere Medien berichten, zieht der Klub in Erwägung, die Einheit im Volksparkstadion abzuhalten, um dem erwarteten großen Zuschauerandrang gerecht zu werden. Die finale Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen.
Eine neue Herausforderung wartet auf Daniel Elfadli (29): Er wechselt bis zum Saisonende auf Leihbasis zum amtierenden österreichischen Meister Linzer ASK. Dort wird der vielseitige Defensivspieler auch in der Champions League antreten und unter anderem gegen Real Madrid sowie den FC Liverpool spielen.
„Aufgrund der starken Konkurrenz in unserer Mannschaft waren seine Einsatzchancen zuletzt begrenzt. Die Leihe zum LASK bietet ihm jetzt eine großartige Möglichkeit, die wir ihm nicht verbauen wollten. Wir sind überzeugt, dass Fadli mit seiner Vielseitigkeit und Persönlichkeit eine Bereicherung für seine neue Mannschaft sein wird“, sagte Sportdirektor Claus Costa (42).
Elfadli war im Sommer 2024 vom 1. FC Magdeburg zum HSV gewechselt und hatte großen Anteil am Aufstieg. In der Bundesliga verlor er allerdings seinen Stammplatz, weshalb der Verein ihm eine Veränderung nahelegte.
Das Wechselkarussell dreht sich weiter: Emir Sahiti (27) verlässt den HSV und wechselt zum Zweitligisten Hannover 96, wie beide Klubs am Deadline-Day bekanntgaben.
„Nach seiner Rückkehr aus Israel haben wir offene und ehrliche Gespräche geführt und gemeinsam festgestellt, dass seine Perspektive auf regelmäßige Einsätze bei uns nicht gegeben ist“, erläuterte Sportdirektor Claus Costa (42) die Gründe für den Transfer.
Sahiti selbst betonte: „Ich hatte eine wirklich großartige Zeit beim HSV. Es war eine große Ehre für mich, für diesen traditionsreichen Klub zu spielen. Ich bin dankbar, dass wir gemeinsam den Aufstieg in die Bundesliga geschafft haben und ich Teil dieser Mannschaft war.“
Seit Sommer 2024 absolvierte der Kosovare 26 Pflichtspiele für die Rothosen, erzielte dabei drei Tore und bereitete zwei weitere vor. In der letzten Saison war er an Maccabi Tel Aviv ausgeliehen.
Bereits angedeutet wurde es in den letzten Stunden: Offensivspieler Rayan Philippe (25) wird für eine Saison an den Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn 07 ausgeliehen.
„Durch die Veränderungen im Kader hat sich seine Situation bei uns kurzfristig verändert. Daher hat er den Wunsch nach mehr Spielpraxis geäußert. Mit SC Paderborn hat sich nun eine Option ergeben, die für alle Parteien passt“, so Sportdirektor Claus Costa (42).
Der Franzose war im vergangenen Sommer von Braunschweig nach Hamburg gewechselt und erzielte in 33 Pflichtspielen fünf Treffer. Am 7. Spieltag wird Philippe mit seinem neuen Klub auf den HSV treffen.
Darauf haben viele Fans sehnsüchtig gewartet: Fábio Vieira (26) steht kurz vor der Rückkehr zum HSV! Der portugiesische Mittelfeldspieler soll bereits in Hamburg eingetroffen sein und noch am Sonntag seinen Medizincheck absolvieren, bevor er einen langfristigen Vertrag unterschreibt.
Nach monatelangen Verhandlungen wurde nun der Durchbruch erzielt. Medienberichten zufolge zahlen die Rothosen rund neun Millionen Euro Ablöse an den FC Arsenal, deren Forderungen zu Beginn der Gespräche noch deutlich höher lagen.
Vieira hatte in der vergangenen Saison als Leihspieler starke Leistungen gezeigt und den Wunsch geäußert, dauerhaft in den Volkspark zu wechseln. Nun geht dieser Traum für den Edeltechniker und viele Fans in Erfüllung.
Während die HSV-Anhänger gespannt auf die Verpflichtung von Fábio Vieira (26) warten, arbeiten die Rothosen auch an weiteren Transfers. Laut Medienberichten stehen die Hanseaten kurz vor Verpflichtungen von zwei Rechtsverteidigern.
Favorit auf der Position ist Zakaria El Ouahdi vom KRC Genk. Der Marokkaner möchte offenbar unbedingt nach Hamburg und soll bereits eine Einigung mit dem Klub erzielt haben. Finanzielle Differenzen zwischen den Vereinen erschweren jedoch den Abschluss.
Alternativ soll der HSV den Brasilianer Arthur (23) von Bayer 04 Leverkusen ins Visier genommen haben. Auch hier gibt es Berichten zufolge bereits eine Einigung mit dem Spieler, doch offiziell ist noch nichts bestätigt.
Die Hoffnung bleibt bestehen: Bis Dienstag hat der HSV Zeit, die Rückkehr von Fábio Vieira (26) perfekt zu machen. Sportdirektor Claus Costa (42) war eigens nach London gereist, um den Portugiesen persönlich zu treffen.
Trainer Merlin Polzin (35) bezeichnete die Reise in der Pressekonferenz am Dienstag als „ein großes Zeichen der Wertschätzung“. Der Verein sehe es als seine Pflicht an, alles zu tun, um den Transfer trotz der hohen Ablöseforderung des FC Arsenal zu realisieren.
„Fábio hat in der letzten Saison für viele großartige Momente bei uns gesorgt. Er ist ein herausragender Spieler und darüber hinaus ein Typ, der perfekt ins Team passt und etwas ganz Besonderes mitbringt“, betonte der Coach.
HSV-Trainer Merlin Polzin zeigt sich laut eigenen Angaben nicht nervös, dass kurz vor Saisonstart noch keine endgültige Entscheidung über seinen Vertrag beim Traditionsverein gefallen ist.
„Es stellt sich immer die Frage, wie man Klarheit definiert. Ich glaube, wir als Trainerteam wissen genau, was wir am Verein haben, und der Verein weiß auch, was er an uns hat“, sagte der 35-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Auftaktspiel am Samstag bei Borussia Dortmund.
Wichtig sei, was er bereits mehrfach betont habe: „Dass wir uns in offenen und ehrlichen Gesprächen befinden.“ Das sei weiterhin der Fall. Sein aktueller Vertrag läuft bis Sommer 2027.
Eine Frist für eine Entscheidung werde es nicht geben. Es werde über alles gesprochen, was für beide Seiten relevant sei. „Es ist kein Geheimnis, dass wir voll dabei sind, aber niemand muss sich Sorgen machen, dass wir oder der Verein nervös sind.“
Das „Enfant terrible“ hat einen neuen Klub gefunden: Laut mehrerer Medienberichten steht Jean-Luc Dompé (30) kurz vor einem Wechsel zum türkischen Erstligisten Konyaspor.
Der Franzose war Anfang August beim HSV aus sportlichen Gründen aussortiert worden. In die Entscheidung dürften auch wiederholte Disziplinlosigkeiten des Flügelspielers eingeflossen sein.
Dompé war im Sommer 2022 nach Hamburg gewechselt und absolvierte 113 Pflichtspiele für die Rothosen, in denen er 18 Tore erzielte und 33 Vorlagen gab. Als Leistungsträger war er Teil des langersehnten Aufstiegs 2025.
Im ersten Ligaspiel der Saison sicherten sich die HSV-Frauen gegen den SC Freiburg den ersten Punkt.
Erst in der 73. Minute gelang Nikola Karczewska der Ausgleich – es war ihr erstes Pflichtspieltor für die Hamburger. Die Partie im Volksparkstadion endete mit einem 1:1-Unentschieden.
Ereignisreiche Wochen für Warmed Omari (26): Der HSV-Verteidiger ist zum zweiten Mal Vater geworden. Seine Tochter wurde am vergangenen Sonntag geboren.
Gleichzeitig muss Omari aufgrund einer Schulterverletzung kürzertreten, die nach dem Testspiel gegen OSC Lille mittels MRT diagnostiziert wurde.
Wie der Verein am Mittwoch bekanntgab, wird die Verletzung konservativ behandelt. Omari steht den Rothosen vorerst nicht zur Verfügung und verpasst den Pflichtspielstart.
Der erste Pokalgegner der HSV-Frauen steht fest: In der ersten Runde treffen die Bundesligistinnen auf den Zweitligisten SV Meppen.
Das ergab die Auslosung am Montag. Das Spiel wird zwischen dem 27. und 28. September ausgetragen, der genaue Termin steht noch aus.
Der Klub verkündete am Freitag offiziell: Eigengewächs Fabio Baldé wechselt zum französischen Erstligisten Racing Straßburg.
In sechs Jahren beim HSV entwickelte sich der 21-Jährige vom Nachwuchstalent zum Profi. Der Transfer hatte sich über mehrere Wochen hingezogen. Nach Angaben des Vereins verlässt Baldé die Rothosen auf eigenen Wunsch, um sportlich den nächsten Schritt zu gehen.
Die Verantwortlichen verabschiedeten sich mit warmen Worten von ihrem Flügelspieler und zeigten Verständnis für seine Entscheidung: „Diese Chance wollten wir ihm nicht verwehren. Fabio hat sich noch einmal persönlich bei mir bedankt – für die Freigabe, aber auch für die vielen gemeinsamen Jahre. Das war ein emotionaler Moment“, so Sportdirektor Claus Costa.
Baldé selbst zeigte sich dankbar gegenüber seinem „Heimatverein“: „Als Hamburger Jung träumt man davon, einmal im Volksparkstadion für den HSV zu spielen. Ich bin stolz, dass ich mir diesen Traum erfüllen konnte, und danke allen, die mich auf diesem Weg begleitet haben. Ich blicke auf eine prägende und schöne Zeit zurück und werde Hamburg und dem HSV immer verbunden bleiben.“
Der Transfer von Fabio Baldé in die Ligue 1 steht kurz vor dem Abschluss, wie mehrere Medien berichten. Demnach wechselt der gebürtige Hamburger zu Racing Straßburg.
Die Rothosen sollen eine Ablösesumme von sieben Millionen Euro plus Boni erhalten – eine beachtliche Summe für einen Ergänzungsspieler.
Vor einigen Tagen hatte Baldé bereits alle HSV-Fotos auf Instagram gelöscht, was als klares Zeichen für den bevorstehenden Abschied gewertet wird. Der einzige verbliebene Beitrag mit HSV-Bezug trägt die Bildunterschrift: „The Last Dance. Danke für den unfassbaren Support.“
Obwohl der Portugiese diesen Post bereits nach dem letzten Heimspiel der vergangenen Saison gegen den SC Freiburg (3:2) veröffentlicht hatte – in dem er 25 Minuten spielte und sein einziges Bundesliga-Tor erzielte – wirkt das Ganze jetzt mit Blick auf den bevorstehenden Wechsel noch deutlicher.
In rund einem Monat soll Mario Vuskovic, der wegen Dopings gesperrt war, wieder in das Training der Rothosen zurückkehren. Vorab hat der Verein dem 24-Jährigen eine Überraschung bereitet.
„Wir haben ihm ein Trikot mit einer persönlichen Botschaft von Trainerteam, Betreuern und Mannschaft in Form eines Videos geschickt. Das hat ihn sehr berührt und soll zeigen, dass er Teil unseres Teams ist“, erklärte Cheftrainer Merlin Polzin.
Bis zu seiner Rückkehr hält der Verein zudem Kontakt mit Vuskovics Personal Trainer. „Ende der Woche hatten wir einen ausführlichen Videocall, um seinen aktuellen Stand zu besprechen“, so Polzin. „Es geht darum, dass er sich in den kommenden vier Wochen auf die Anforderungen als zentraler oder halber Innenverteidiger vorbereiten kann.“
Der Bruder von Abwehrchef Luca Vuskovic (19, Brighton and Hove Albion) war 2022 wegen Epo-Dopings für vier Jahre gesperrt worden. Er beteuert jedoch weiterhin seine Unschuld.
Bundesliga-Tabelle
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) bestreitet die Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga, um den Klassenerhalt zu sichern.