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Diskriminierende Aussagen: DFB verhängt lange Sperre gegen Ex-Trainer von Aue, Jens Härtel

Berlin – Aufgrund von Vorwürfen wegen diskriminierender Äußerungen legte Trainer Jens Härtel (57) sein Amt im Nachwuchsbereich von Union Berlin nieder. Nun hat der Deutsche Fußball-Bund eine Sanktion gegen ihn ausgesprochen.

Im Einzelrichterverfahren sprach das DFB-Sportgericht, nachdem der Kontrollausschuss des DFB Anklage erhoben hatte, gegen Härtel ein zwölfwöchiges Trainerverbot aus. Dieses resultierte aus drei Fällen von diskriminierendem und unsportlichem Verhalten.

Von der Gesamtsperre müssen acht Wochen unmittelbar abgesessen werden. Die verbleibenden vier Wochen wurden für die Dauer eines Jahres zur Bewährung ausgesetzt.

Zudem wurde Härtel verpflichtet, an einem Konflikt- und Deeskalationstraining der zentralen Anlaufstelle für Gewalt-, Diskriminierungs- und Extremismusvorfälle oder einer ähnlichen Einrichtung teilzunehmen. Der Nachweis darüber ist dem DFB bis zum 30. April 2027 vorzulegen.

Härtel, der bis Ende Januar den damaligen Drittligisten Erzgebirge Aue betreute und aufgrund sportlicher Misserfolge freigestellt wurde, hatte sich in den letzten Wochen im Trainings- und Spielbetrieb mehrfach diskriminierend geäußert. Für diese Vorfälle entschuldigte er sich inzwischen öffentlich bei der Mannschaft sowie beim Trainer- und Betreuerstab.

„Ich habe Fehler gemacht und bin meiner Vorbildrolle im Nachwuchsbereich nicht gerecht geworden. Dafür habe ich meine Mannschaft und das Trainer- sowie Betreuerteam um Entschuldigung gebeten und möchte mich auch hiermit beim gesamten Verein entschuldigen. Es war niemals meine Absicht, jemanden verbal zu verletzen oder zu diskriminieren“, wurde Härtel am Sonntag auf der offiziellen Homepage von Union Berlin zitiert.

Härtel akzeptierte das Urteil, wodurch dieses rechtskräftig wurde.