Kompass gezückt: DFB geht Regionalliga-Reform aktiv an
Frankfurt am Main – Die Reform der Regionalliga steht kurz vor dem Abschluss! Am 18. Dezember soll auf einem außerordentlichen DFB-Bundestag darüber entschieden werden, ob künftig alle Meister der viertklassigen Ligen direkt in die 3. Liga aufsteigen dürfen.
„Die Frage der Aufstiegsregelung in der Regionalliga beschäftigt den deutschen Fußball schon seit mehreren Jahren. Jetzt ist es an der Zeit, eine Lösung zu finden“, erläuterte Präsident Bernd Neuendorf (65) in einer offiziellen Pressemitteilung am vergangenen Freitag.
„Für Vereine, Spieler und Fans ist es kaum nachvollziehbar, dass es fünf Meister gibt, aber nicht alle in die 3. Liga aufsteigen können“, ergänzte der 65-Jährige.
Als Lösung schlägt man das sogenannte Kompassmodell vor. Dabei würde die derzeitige Struktur mit fünf Regionalligen auf vier Ligen reduziert. Jede Liga soll künftig aus 20 Mannschaften bestehen und anhand geografischer Kriterien jährlich neu zusammengestellt werden.
Die Saison 2027/28 dient als Qualifikationsrunde, ab der Spielzeit 2028/29 soll dann das viergleisige System starten.
Dieser Vorschlag habe „bei den Abstimmungen der Regionalliga-Träger unter den Vereinen bundesweit die größte Zustimmung erfahren“, erklärte Neuendorf.
„Das Modell ermöglicht auch eine höhere Leistungsdichte und fördert damit die Entwicklung von Talenten. Deshalb bereiten wir die Entscheidung des außerordentlichen Bundestages mit großer Sorgfalt vor. Dort sollen die Delegierten verbindlich festlegen, wie wir eine langfristig faire und tragfähige Regelung schaffen“, so der DFB-Präsident.