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„Der humpelt schon“: Ein DFB-Profi erhält bei Griechenland-Niederlage besonders viel Unterstützung

Augsburg – Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp (59) hatte sich seinen Einstand sicher anders vorgestellt. Die 0:1-Niederlage gegen Griechenland am Sonntagabend dämpfte die deutsche Vorfreude deutlich. Einen besonders enthusiastischen Fan gab es jedoch in der Augsburger WWK-Arena, der seinen Lieblingsspieler unermüdlich und für die Fernsehzuschauer gut hörbar anfeuerte.

Offenbar hatte Karim Adeyemi (24) einen treuen Unterstützer an seiner Seite, der dicht bei einem der Außenmikrofone saß und das heimische Publikum während der ARD-Übertragung mit lauten, fast schon kreisklassenähnlichen Parolen unterhielt.

Wie ein übermotivierter Papa bei einem F-Jugend-Spiel peitschte der Anhänger jedoch ausschließlich Adeyemi an.

„Karim, hol ihn dir!“, hallte es mehrfach durch das Stadion, unabhängig davon, ob der vom BVB im Sommer zum FC Barcelona gewechselte Stürmer gerade am Ball war oder nicht. Bei einer echten Offensivaktion des 24-Jährigen rief der stolze Fan dann: „Karim, mach ihn nass!“

Auch Kapitän Joshua Kimmich (31) blieb von der Begeisterung des Adeyemi-Fans nicht verschont: „Joshua, schick Karim, schick Karim!“, forderte der Fan den Bayern-Star bei einem Freistoß im Mittelfeld auf. Doch der 31-Jährige entschied sich anders.

Selbst mit hilfreichen Informationen versorgte der Anhänger seinen schnellen Linksfuß: Kurz vor der Halbzeit rief er „Karim, noch fünf (Minuten)“ und gab ihm anschließend eine Einschätzung zu Gegenspieler Georgios Vagiannidis (25) mit auf den Weg: „Der humpelt schon!“

Die anhaltenden Anfeuerungsrufe blieben vielen TV-Zuschauern nicht verborgen, und bereits kurz nach Spielende wurden mehrere Videos auf TikTok zum Thema veröffentlicht. Während einige den lautstarken Unterstützer feierten, vermuteten andere, er habe Haus und Hof auf ein Tor von Adeyemi gesetzt.

Das ZDF kommentierte einen Zusammenschnitt mit dem Titel „einer von 83 Millionen Bundestrainern“ – eine Anspielung auf Klopps neue DFB-Mütze.

Für den gebürtigen Münchner schienen die aufmunternden Worte jedenfalls Wirkung gezeigt zu haben, denn er gehörte gegen Griechenland eindeutig zu den positiven Erscheinungen im deutschen Angriffsspiel.

Wie schon bei seinem starken Saisonstart in Barcelona mit drei Toren und drei Vorlagen in acht Einsätzen, wirbelte er auch diesmal ordentlich und bereitete den Verteidigern mit seinem Tempo zahlreiche Probleme.

Nur vor dem Tor zeigte sich wieder der Adeyemi, wie man ihn vom BVB kennt: Seine große Chance in der 27. Minute nach einem schnellen Konter, bei dem er Konstantinos Tsimikas (30) mühelos stehen ließ und freie Bahn hatte, vergab er kläglich und schoss deutlich über das Tor.