DFB-Verantwortliche empfehlen Nagelsmann Rücktritt: Bundestrainer vor dem Abschied!
Frankfurt am Main – Für Julian Nagelsmann (38) scheint die Zeit beim DFB langsam aber sicher abzulaufen. Nach dem frühen WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft haben die DFB-Funktionäre dem Noch-Bundestrainer am Donnerstag offenbar nahegelegt, sein Amt freiwillig niederzulegen.
Wie die Bild-Zeitung berichtet, wurde der 38-Jährige am Vormittag zu einem dreistündigen Krisengespräch in die DFB-Zentrale in Frankfurt eingeladen. Dort traf er auf Sportdirektor Rudi Völler (66), DFB-Präsident Bernd Neuendorf (64), DFL-Vize Hans-Joachim Watzke (67) sowie DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig (63).
In dem Treffen sollte Nagelsmann seine enttäuschende WM-Auswärtsbilanz sowie Fehlentscheidungen in sportlicher und zwischenmenschlicher Hinsicht erklären – doch offenbar fand er nicht die passenden Worte.
Im Anschluss empfahl das Gremium dem gebürtigen Landsberger, sein Amt freiwillig aufzugeben, um zumindest noch einen würdevollen Abgang zu ermöglichen.
Als Anreiz für diesen Schritt wurde Nagelsmann angeblich eine Abfindung von sieben Millionen Euro in Aussicht gestellt, die ihm laut Bericht auch bei einem Rücktritt zustehen soll.
Zudem wurde dem Bundestrainer Zeit zum Nachdenken eingeräumt; eine sofortige Entscheidung wurde während des Treffens nicht getroffen. Bis spätestens Anfang nächster Woche soll jedoch Klarheit herrschen.
Ein kurzfristiges Umdenken sei indes ausgeschlossen. Nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“, die sich auf Insider aus dem DFB beruft, hat Nagelsmann beim Verband „keine Zukunft“ mehr.
Mittlerweile hat sich selbst sein stärkster Unterstützer, Rudi Völler, vom Trainer distanziert. Intern wird Nagelsmann als „selbstbezogen“ und mit einer ungünstigen Außendarstellung wahrgenommen. Man hätte sich einen würdevollen Abschied gewünscht, ähnlich wie beim niederländischen Trainer Ronald Koeman (63) nach dem Ausscheiden seiner Mannschaft gegen Marokko.
Nagelsmann ist vertraglich noch bis 2028 an den DFB gebunden. Direkt nach dem Debakel gegen Paraguay bei der WM hatte er jedoch angekündigt, den Verantwortlichen Argumente für eine Weiterbeschäftigung liefern zu wollen.
Der Coach hatte im September 2023 das Amt des Bundestrainers übernommen, schied im Folgejahr bei der EM im Viertelfinale gegen Spanien aus und erlebte nun bei der laufenden WM das enttäuschende Aus im Sechzehntelfinale.
Als möglicher Nachfolger gilt bereits Jürgen Klopp (59). Der frühere Trainer von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool hat zuletzt eine Verpflichtung als Bundestrainer nicht ausgeschlossen.
Originalmeldung von 15.46 Uhr, zuletzt aktualisiert um 16.07 Uhr.