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Insolvenzantrag eingereicht! Deutsche Olympia-Ikone ist zahlungsunfähig – selbst RTL konnte ihn nicht retten

Köln – Jürgen Hingsen zählt zu den herausragendsten Sportlern Deutschlands, doch nun steht er vor dem finanziellen Aus. Auch seine Teilnahme am RTL-Dschungelcamp konnte dem 68-Jährigen nicht aus der Krise helfen.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, wurde am 22. Juni 2026 vom Amtsgericht Köln ein Insolvenzverfahren gegen den ehemaligen Weltklasse-Zehnkämpfer eröffnet. Demnach soll Hingsen den Antrag auf Eröffnung selbst gestellt haben.

„Ich habe mich dazu entschlossen, diesen Schritt zu gehen, um endlich Klarheit zu schaffen“, sagte der Kandidat der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ aus dem Jahr 2025 im Interview mit dem Blatt. Er gab zu, vor etwa 15 bis 16 Jahren gravierende finanzielle Fehlentscheidungen getroffen zu haben.

Zu jener Zeit investierte Hingsen größere Summen in Firmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien. Leider brachten diese Investitionen keinen Erfolg. Aus diesen Erfahrungen habe er seine Lehren gezogen und betont: „Man sollte sich von Dingen fernhalten, von denen man kaum Ahnung hat.“

Seine Schulden belaufen sich auf einen sechsstelligen Betrag. Gläubiger, die noch Forderungen offen haben, müssen sich künftig direkt an den zuständigen Insolvenzverwalter wenden. Außerdem ist Hingsen verpflichtet, sämtliche Einnahmen aus TV-Auftritten und sportlichen Veranstaltungen künftig zu melden.

Trotz der finanziellen Schwierigkeiten zeigt sich der 68-Jährige kämpferisch. Er betont: „Wenn man hinfällt, bringt es nichts, liegenzubleiben. Man muss wieder aufstehen, nach vorne schauen und neue Herausforderungen annehmen.“

Dies gelte in allen Lebenslagen, „auch wenn es schmerzt“. Trotz der prekären Situation plant Hingsen, weiterhin als Experte und Motivationsredner tätig zu sein. Sein Ausflug ins Reality-TV war hingegen nur von kurzer Dauer: Im „Dschungelcamp“ schied er damals als Erster aus.

Deutlich erfolgreicher war dagegen seine sportliche Karriere. Anfang der 1980er Jahre stellte Hingsen gleich drei Weltrekorde im Zehnkampf auf und lieferte sich über viele Jahre spannende Duelle mit dem britischen Olympiasieger Daley Thompson.

Bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles sicherte er sich die Silbermedaille. Vier Jahre später in Seoul wurde „Hollywood Hingsen“ jedoch zur tragischen Figur: Beim 100-Meter-Lauf beging er insgesamt drei Fehlstarts und wurde daraufhin disqualifiziert.