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Zwei Verletzte beim Klopp-Debüt! Diese Spieler rücken jetzt nach

Amsterdam (Niederlande) – Obwohl die deutsche Nationalmannschaft beim ersten Spiel unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp (59) knapp einen Sieg gegen die Niederlande verpasste und mit einem 1:1 endete, konnten sowohl die Mannschaft als auch ihr Chefcoach viele Sympathien der Fans zurückgewinnen.

Der „Klopp-Hype“ war während der Begegnung deutlich spürbar. Man merkte dem Team an, dass der charismatische Motivator jeden einzelnen Spieler mitreißen konnte.

Im Rahmen der umfangreichen Länderspielpause stehen für Deutschland noch drei weitere Spiele an: Am Sonntag empfängt man in Augsburg Griechenland (20:45 Uhr), am 1. Oktober folgt ein Heimspiel in München gegen Serbien, bevor es am 4. Oktober zum Rückspiel gegen Griechenland nach Thessaloniki (20:45 Uhr) geht.

Wir halten euch in unserem Liveblog jederzeit über alle relevanten Entwicklungen vor, während und zwischen den Partien auf dem Laufenden.

Jamal Musiala (23, FC Bayern München) und Kai Havertz (27, FC Arsenal) mussten das DFB-Team vorzeitig verlassen. Musiala hatte sich bereits beim Aufwärmen vor dem Spiel in Amsterdam verletzt, während Havertz in der ersten Halbzeit ausgewechselt werden musste.

Die anschließenden MRT-Untersuchungen bestätigten bei Musiala einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel, bei Havertz wurde eine Zerrung im linken hinteren Oberschenkel diagnostiziert.

Für die ursprünglich auch für das Spiel am Sonntag gegen Griechenland vorgesehenen Spieler rücken nun Florian Wirtz (23, FC Liverpool) und Jonathan Burkardt (26, Eintracht Frankfurt) nach. Beide gehörten eigentlich zum zweiten Kader, der für die Partien gegen Serbien (1. Oktober) und Griechenland (4. Oktober) nominiert ist.

Während Musiala für alle vier Spiele eingeplant war, stand Havertz von Anfang an nur für die beiden ersten Begegnungen auf dem Zettel.

Ein bitterer Start für Jürgen Klopp! Lange Zeit sah die deutsche Mannschaft im ersten Spiel unter dem neuen Bundestrainer gegen die Niederlande wie der Sieger aus, doch kurz vor Ende verhinderte ausgerechnet ein ehemaliger Schützling den Traumstart und erzielte den Ausgleich zum 1:1-Endstand.

Cody Gakpo, den Klopp im Winter 2023 persönlich zum FC Liverpool holte, setzte wenige Sekunden vor dem Abpfiff den Schlusspunkt unter ein turbulentes erstes Kapitel beim DFB.

Zuvor hatte Felix Nmecha in der ersten Halbzeit die deutsche Mannschaft in Führung gebracht – ein Treffer, der bei den Niederländern auf Unmut stieß, da ihr Stürmer während des Angriffs am Boden lag. Die anschließende Rudelbildung spiegelte die hitzige Rivalität zwischen beiden Teams wider, bei der ordentlich Spannung herrschte.

Der erste Rückschlag für den neuen Bundestrainer kam bereits vor Anpfiff, als Jamal Musiala plötzlich verletzungsbedingt ausfiel. In der 28. Minute folgte dann der erzwungene Wechsel von Kai Havertz, der nach einem Zweikampf mit Quentin Timber angeschlagen vom Platz musste.

Trotzdem verteidigte Deutschland über weite Strecken leidenschaftlich gegen eine stark aufspielende niederländische Mannschaft, die sich den Ausgleich am Ende verdient hatte.

Endstand:

Niederlande – Deutschland 1:1 (0:1)

Torschützen: 0:1 Felix Nmecha (32.), 1:1 Cody Gakpo (90.+1)

Alle Highlights des Länderspiels in den Niederlanden könnt Ihr in unserem TAG24-Liveticker noch einmal nachverfolgen.

Nach seinem ersten Spiel als DFB-Trainer äußerte sich Jürgen Klopp bei RTL zu verschiedenen Themen:

Zum Spiel insgesamt: „Es trafen zwei starke Teams in einer ähnlichen Phase aufeinander, die zeigen wollten, dass es nicht so schlimm ist, wie es manchmal dargestellt wird. (...) Wenn die Abläufe noch nicht vollständig sitzen, gibt es Momente, in denen man kämpfen muss, um Zweikämpfe zu gewinnen. Ich war mit vielen Einzelaktionen und der Einstellung sehr zufrieden. (...) Wir haben uns heute selbst einige Schwierigkeiten geschaffen, was sehr anstrengend war.“

Zum nicht anerkannten Tor für die Niederlande in der ersten Halbzeit: „Habt ihr den Brobbey gesehen? Der ist fast viereckig. Als ich die Szene nochmal sah, dachte ich schon, dass das Tor nicht zählen wird.“

Zu den Verletzungen von Musiala und Havertz: „Leider schon vor dem Spiel bei Jamal und dann noch bei Kai. Beide sind gerade im MRT, ich hoffe auf schnelle Diagnosen. Ich hoffe, sie sind zwar für uns raus, aber erholen sich schnell.“

Zum eigenen Treffer des DFB-Teams: „Die Regel besagt, dass weitergespielt wird. Aber das wird wohl noch lange ein Missverständnis bleiben. Die Jungs sind angewiesen, weiterzuspielen und den Ball nicht ins Aus zu spielen.“

Zum späten Ausgleich der Niederländer: „Ja, das machen sie dann, wow. Ich habe den kleinen van Bommel gefragt – vom Vater hat er das nicht, das muss die Mutter sein. Diesen Außenrist hat er nicht vom Papa.“

Schlussstand: Mit einem 1:1 startet Jürgen Klopp in seine Zeit als Bundestrainer.

90. Minute +3: Aus deutscher Sicht natürlich ärgerlich, aber insgesamt ein verdienter Ausgleich für die Niederlande.

90. Minute +1: TOR für die Niederlande! Cody Gakpo erzielt kurz vor Schluss den Ausgleich. Nach einem Einwurf geriet Deutschland ins Durcheinander, bevor Gnabry den Ball gegen van Bommel verlor. Dieser bediente den Liverpool-Angreifer, der für Klopp einst spielte, mit einem schönen Außenrist-Pass am langen Pfosten. Der Rest war Formsache.

90. Minute: Drei Minuten Nachspielzeit werden angezeigt.

89. Minute: Starke Parade von ter Stegen! Der deutsche Torwart entschärft einen sehenswerten Schuss von PSV-Stürmer van Bommel.

88. Minute: Wieder Ecke für die Niederlande. Ruben van Bommel lauert im Rückraum und kommt zum Abschluss, der abgefälscht wird und zur nächsten Ecke führt.

86. Minute: Nach einer Ecke von Veerman wird es erneut brenzlig für Deutschland, doch ter Stegen ist zur Stelle.

83. Minute: Doppelwechsel bei den Niederlanden. Guus Til und Ruben van Bommel, Sohn von Mark van Bommel, ersetzen Reijnders und Summerville.

82. Minute: Spielunterbrechung wegen eines Flitzers auf dem Spielfeld, der offenbar ein Foto mit Reijnders machen möchte und anschließend für Ärger bei den Ordnern sorgt.

82. Minute: Das DFB-Team löst sich etwas aus dem Druck der Niederländer und zeigt wieder mehr Initiative. Führich bringt eine flache Flanke von links, doch es findet sich kein Abnehmer.

80. Minute: Weitere Wechsel bei Deutschland: Amiri und Adeyemi verlassen den Platz, Gnabry und mit Engelhardt ein weiterer Debütant kommen neu ins Spiel.

76. Minute: Schlotterbeck berührt den Ball mit der Hand und verursacht damit einen Freistoß in guter Position für die Gastgeber, doch ein deutscher Kopf klärt beim anschließenden Standard.

73. Minute: Die Niederländer greifen wieder an, Reijnders spielt Meerdink an, der aus der Distanz abzieht. Ter Stegen pariert stark.

71. Minute: Führich versucht es aus der zweiten Reihe, doch Verbruggen faustet den abgefälschten Ball weg.

70. Minute: Ein Entlastungsangriff für Deutschland: Führich hat links viel Platz und sieht eine freie rechte Seite, doch Treu und Adeyemi machen zu wenig daraus.

68. Minute: Amiri foult Dumfries und sieht die Gelbe Karte, kurz darauf erhält auch van Dijk eine Verwarnung.

65. Minute: Fast der Ausgleich! Summerville bereitet für Dumfries vor, der flach zum langen Pfosten zu Meerdink passt. Der Schuss des Stürmers geht jedoch knapp am Tor vorbei.

64. Minute: Klopp wechselt doppelt aus: Anton Stach und Chris Führich ersetzen Felix Nmecha und Kevin Schade.

62. Minute: Nach einer Ecke der Niederländer herrscht großes Durcheinander im Strafraum, doch ter Stegen hält gegen Meerdink stark. Das Tor wird wegen eines vorangegangenen Fouls nicht anerkannt.

60. Minute: Dumfries kommt plötzlich frei vor ter Stegen, doch der deutsche Keeper pariert mit dem rechten Fuß glänzend.

59. Minute: Schade zieht ins Zentrum, kann aber im Zusammenspiel mit Nmecha keinen Abschluss erzielen. Der Ball landet bei Adeyemi, der knapp vorbei schießt.

58. Minute: Schlotterbeck köpft die Freistoßflanke aus der Gefahrenzone.

57. Minute: Die Niederländer lassen den Ball laufen, Adeyemi foult Summerville – gute Freistoßchance für Holland aus dem linken Halbfeld.

53. Minute: Dumfries köpft die anschließende Ecke, verfehlt das Tor jedoch deutlich.

53. Minute: Die Gastgeber führen einen kurzen Freistoß auf Gakpo aus, dessen Flanke Schlotterbeck mit dem Kopf abfängt und zur Ecke klärt.

51. Minute: Timber startet einen Angriff geschickt aus der eigenen Hälfte, der wieder über Gakpo läuft. Die deutsche Abwehr kann den Abschluss verhindern.

48. Minute: Dumfries erobert den Ball gegen Brown, bricht aber ab und fällt zu Boden – scheint jedoch weitermachen zu können.

46. Minute: Der erste Angriff nach der Pause gehört den Niederländern. Gakpo setzt sich gegen Treu durch, bringt den Ball in die Mitte, wo Summerville knapp verpasst.

46. Minute: Die zweite Hälfte beginnt in Amsterdam.

Halbzeit: Die ersten 45 Minuten unter Klopp hatten es in sich. Deutschland startete gut, wurde aber zunehmend von den Niederländern dominiert. Beim vermeintlichen Tor von van Dijk hatte die DFB-Elf Glück, dass der VAR eingriff. Das eigene Tor hatte zwar einen faden Beigeschmack, war aber regelkonform. Zudem musste die Mannschaft bereits zwei Ausfälle verkraften. Das Duell der Erzrivalen bleibt spannend und offen.

Halbzeitpause: Mit einer 1:0-Führung geht Jürgen Klopp in seine erste Halbzeit als Bundestrainer.

45. Minute +1: Adeyemi fällt nach einem Konter zu Boden und reklamiert einen Ellenbogenschlag. Klopp sieht das ähnlich, doch Schiedsrichter und VAR bleiben ruhig. Die Zeitlupe bestätigt ihre Entscheidung.

45. Minute: Drei Minuten Nachspielzeit werden angezeigt.

42. Minute: Ter Stegen wirkt heute etwas unsicher und macht einen Fehler im Spielaufbau, korrigiert diesen aber mit einer starken Parade gegen Gakpo.

41. Minute: Die Gastgeber melden sich erneut an. Dumfries erreicht die Grundlinie auf rechts und flankt, wo Summerville per Kopf abschließt. Ter Stegen fängt den Ball sicher.

38. Minute: Eine große Chance für das 2:0! Schade schickt Brown auf die Reise, der unaufhaltbar ist und auf Adeyemi ablegt. Der Stürmer schießt jedoch aus kurzer Distanz über das Tor.

35. Minute: Besonders das Verhalten von Kimmich sorgte bei den Niederländern für Unmut, da er weitergespielt hat, obwohl Brobbey am Boden lag. Regeltechnisch war das jedoch korrekt, da keine Fremdeinwirkung vorlag. Brobbey musste später ausgewechselt werden, Meerdink kam ins Spiel.

32. Minute: TOOOOOOR für Deutschland! Nmecha trifft zum 1:0. Die Niederländer sind verärgert, da Brobbey am Boden liegt, die DFB-Elf aber weiterspielt. Der Schiedsrichter lässt den Treffer gelten. Es kommt zu einer Rudelbildung.

31. Minute: Der erste Abschluss für Deutschland – Ebnoutalib sucht links im Strafraum den Schuss, doch Verbruggen ist zur Stelle.

30. Minute: Ebnoutalib betritt mit einem Lächeln das Spielfeld und feiert sein Länderspieldebüt.

28. Minute: Havertz muss verletzt vom Platz, Younes Ebnoutalib kommt ins Spiel.

27. Minute: Das sieht nicht gut aus! Havertz wird nach einem Zweikampf behandelt.

26. Minute: Deutschland verteidigt einen weiten Einwurf von Dumfries und hat danach eine Konterchance über Havertz, der Treu mitnimmt. Die Hereingabe bleibt jedoch hängen.

24. Minute: Van Hecke sieht nach einem Foul an Schade die Gelbe Karte.

22. Minute: Quentin Timber wird für ein Foul an Havertz mit Gelb verwarnt.

19. Minute: Deutschland verliert den Ball an Gakpo an der Strafraumgrenze. Die Defensive verhindert eine Großchance.

18. Minute: Die Niederländer werden zunehmend stärker, während Deutschlands Spielzüge derzeit zu schnell verloren gehen.

16. Minute: Deutschland hat Glück, dass Brobbey gegen ter Stegen nicht mehr ausrichten kann. Die Schiedsrichter achten darauf, solche Szenen zu unterbinden.

13. Minute: Tor für die Niederlande durch van Dijk wird wegen eines Fouls im Strafraum nicht anerkannt. VAR bestätigt die Entscheidung.

12. Minute: Reijnders wird bei einem Schussversuch von Tah mit der Hand am Ball gehindert, doch der VAR entscheidet auf Weiterspielen.

11. Minute: Brobbey fordert nach einem Zweikampf einen Elfmeter – der Schiedsrichter bleibt jedoch stumm.

10. Minute: Erster wirklicher Abschluss für die Niederlande durch Timber, der aus der Distanz das Tor knapp verfehlt.

7. Minute: Niederlande in Aktion, doch Ter Stegen fängt die Flanke sicher ab.

5. Minute: Deutschland kontert, Brown stoppt Summerville, der anschließend Nmecha foult.

4. Minute: Deutschland startet gut, Nmecha und Treu kombinieren sich in den Strafraum, doch der letzte Pass sitzt noch nicht.

2. Minute: Adeyemi versucht sich im Strafraum, bleibt aber an den Innenverteidigern hängen.

1. Minute: Der Ball rollt – erstes Länderspiel unter Jürgen Klopp beginnt!

20:47 Uhr: Vor dem Anpfiff gibt es eine Schweigeminute für Bartina Koeman, die kürzlich verstorbene Ehefrau des ehemaligen niederländischen Bundestrainers Ronald Koeman.

20:42 Uhr: Anschließend erklingt die deutsche Nationalhymne.

20:41 Uhr: Die Teams betreten den Rasen in der Amsterdamer Johan-Cruyff-Arena.

Eine schlechte Nachricht für Klopp: Jamal Musiala bricht das Aufwärmen ab und fällt kurzfristig aus. Für ihn rückt Nadiem Amiri auf die Zehn zurück.

Vor dem Spiel umarmten sich Jürgen Klopp und Virgil van Dijk herzlich. Gemeinsam gewannen sie beim FC Liverpool eine englische Meisterschaft und die Champions League und prägten seit van Dijks Wechsel 2018 eine sehr erfolgreiche Phase an der Anfield Road.

Auch Joshua Kimmich zeigt sich nach der enttäuschenden WM optimistisch für die neue Ära, wie er im RTL-Interview erklärt:

„Es war für mich das härteste Ausscheiden, auch das dritte Mal in Folge. Ich brauchte Zeit, um das zu verarbeiten. (...) Ich spüre definitiv, dass Klopp riesige Lust auf die Aufgabe hat und das für Deutschland machen will. Jetzt müssen wir es schaffen, diese Energie ins Team zu bringen. Es geht viel um Haltung – auf und neben dem Platz. Und wir sind hier, um Spiele zu gewinnen.“

Vor dem Anpfiff äußerte sich Klopp am RTL-Mikrofon zu ...

... den ersten Tagen mit der Mannschaft: „Die Jungs haben einen tollen Eindruck hinterlassen, aber jetzt müssen wir es zeigen. Es war auch so geplant, dass die erste Mannschaft sich nach wenigen Trainingstagen etwas kennt, daher gibt es nicht viele Veränderungen.“

... zur Bedeutung seines neuen Jobs: „Das bedeutet mir sehr viel, auch für mein Umfeld. Viele haben mir geschrieben. Heute schauen einige zu, weil ich diesen Job übernommen habe. Ich habe von Anfang an gespürt, dass das etwas Besonderes ist und hoffe, die Erwartungen erfüllen zu können.“

... zu den Nachrichten, die ihn erreichten: „Es waren viele besondere Nachrichten. Ich verstehe die Stimmung total, aber wir haben versucht zu arbeiten und dem Team Sicherheit zu geben. Ob es geklappt hat, wird man sehen. Aber es ist auch Training.“

... ob sich Julian Nagelsmann gemeldet hat: „Wow. Ich spreche nicht über die Leute, die sich gemeldet haben. (...) Bully Herbig hat geschrieben, Campino auch. Ich habe noch nicht alle Nachrichten gelesen.“

Ein Blick auf die Vorgänger von Klopp zeigt: Ein Sieg beim Debüt war in diesem Jahrtausend meist selbstverständlich. Rudi Völler begann 2000 mit einem 4:1 gegen Spanien, Jürgen Klinsmann holte 2004 ein 3:1 gegen Österreich, Jogi Löw gewann 2006 mit 3:0 gegen Schweden, Hansi Flick startete 2021 mit einem 2:0 gegen Liechtenstein und Julian Nagelsmann gewann sein erstes Spiel 2023 mit 3:1 gegen die USA. Dass dies kein Garant für eine erfolgreiche Amtszeit ist, zeigten aber die letzten beiden Bundestrainer.

Auch eine Niederlage kann der Beginn einer erfolgreichen Ära sein: Franz Beckenbauer debütierte 1984 mit einer 1:3-Niederlage gegen Argentinien, Sepp Herberger (1936, 2:2 gegen Italien) und Helmut Schön (1964, 1:1 gegen Schweden) starteten mit Unentschieden – alle wurden später Weltmeister.

Klopp hat seine Startelf festgelegt!

Wie bereits bekannt, hat der neue Bundestrainer zwei kleine Überraschungen eingebaut: Kevin Schade vom FC Brentford beginnt auf dem rechten Flügel, Philipp Treu vom SC Freiburg verteidigt hinten rechts – für ihn wäre es das DFB-Debüt.

Startelf: Ter Stegen – Treu, Tah, Schlotterbeck, Brown – Nmecha, Kimmich – Schade, Musiala, Adeyemi – Havertz

Bevor die Aufstellung offiziell verkündet wird, ein Blick auf die Historie beider Teams.

Insgesamt trafen Deutschland und die Niederlande bereits 48 Mal aufeinander. 18 Siege gingen an Deutschland, 12 an die Elftal, 18 Spiele endeten unentschieden.

Das denkwürdigste Spiel bleibt das WM-Achtelfinale 1990, als Frank Rijkaard den heutigen DFB-Direktor Rudi Völler zweimal anspuckte. Der höchste deutsche Sieg war ein 7:0 im Jahr 1959. Zudem blieb Deutschland zwischen 1957 und 1986 zehn Spiele lang gegen die Niederlande ungeschlagen.

Auch in der vergangenen Saison trafen beide Teams in der Nations League aufeinander: In den Niederlanden endete das Hinspiel 2:2, in München gewann die damalige Nagelsmann-Mannschaft durch einen Treffer von Jamie Leweling mit 1:0.

Marc-André ter Stegen steht nach über einem Jahr heute wieder im DFB-Tor.

Sein letzter Einsatz war im Nations-League-Finale im Juni 2025 gegen Frankreich (0:2). „Ich freue mich riesig, das ist eine besondere Situation. Es wird ein tolles Spiel“, sagte er auf der Pressekonferenz.

Der 34-Jährige, der inzwischen auf Leihbasis bei Ajax Amsterdam spielt und dort sofort zum Stammspieler wurde, kehrt somit in sein „neues Wohnzimmer“ zurück. „Ich bin einfach froh, wie sich alles in den letzten Monaten gefügt hat“, so ter Stegen.

Nachdem er zuletzt wegen zweier Verletzungen lange fehlte und auch die WM verpasste, kann er unter Klopp wieder auf ein großes Turnier hoffen. „Ich denke erstmal nur daran, gesund zu bleiben“, dämpfte er jedoch Erwartungen.

Außerdem berief Klopp Noah Atubolu, Jonas Urbig, Finn Dahmen und Alexander Nübel für die vier Länderspiele.

Als Schiedsrichter fungiert heute der Spanier Alejandro Hernandez Hernandez, der sein erstes A-Länderspiel mit Beteiligung der deutschen Nationalmannschaft pfeift. Der 42-Jährige war bereits bei der WM 2026 aktiv, leitete dort allerdings nur das Vorrundenspiel Brasilien gegen Haiti (3:0). Zudem verfügt er über reichlich Erfahrung aus der LaLiga (258 Spiele), Europa League und Champions League.

Unterstützt wird er von den Assistenten José Naranjo und Diego Sánchez Rojo. Als vierter Offizieller steht Alejandro Quintero González bereit, Carlos del Cerro Grande übernimmt den VAR.

Ist der Hype gerechtfertigt? Schon vor dem ersten Spiel sorgte Klopp hierzulande für viel Euphorie. Ob er wirklich der Retter des deutschen Fußballs ist, wird sich zeigen, doch die Fans setzen große Hoffnungen in ihn.

Eine Umfrage der Plattform „FanQ“ mit über 4000 Teilnehmern zeigt: 59,76 Prozent der deutschen Fans glauben, dass Klopp eine Wende einleiten kann. Ganze 84,51 Prozent finden es richtig, dass Kloppo für die ersten vier Spiele einen großen Kader von 44 Spielern berief.

Auch die Rückkehr von Kimmich ins Mittelfeld (85,72 Prozent Zustimmung) und der Verzicht auf Leroy Sané (88,96 Prozent Zustimmung) stoßen bei den Fans überwiegend auf Zustimmung. Lediglich das Fehlen von Stuttgarts Deniz Undav wird weniger gut aufgenommen (44,31 Prozent).

Nicht nur Klopp feiert heute sein Debüt als Bundestrainer, auch auf niederländischer Seite ist mit Xavi Hernandez ein neuer Coach im Amt.

Der 46-jährige Spanier übernahm die Elftal nach dem enttäuschenden EM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Marokko und dem Rücktritt von Ronald Koeman. In Deutschland löste er jedoch keine Begeisterungsstürme aus, da ausländische Trainer in den Niederlanden eher skeptisch betrachtet werden. Xavi ist der erste Ausländer als Oranje-Trainer seit Ernst Happel vor fast 50 Jahren (1977-78).

„Jürgen Klopp hat bewiesen, dass er der bessere Trainer ist“, sagte zum Beispiel der ehemalige niederländische Profi Erik Meijer im ran-Interview. Klopp selbst sieht Xavi als Trainer, der gut zur niederländischen Spielweise passt. „Barcelona und Holland sind spielerisch gar nicht so weit auseinander“, erklärte der 59-Jährige.

Ein Kreis schließt sich: Im ersten Spiel von Jürgen Klopp wird die deutsche Nationalmannschaft zum letzten Mal in den traditionellen Adidas-Trikots auflaufen.

Das neue Trikot wurde erst am Mittwoch vorgestellt – früher als ursprünglich geplant. Adidas hatte das Abschiedsshirt mit den drei Streifen erst einige Tage zuvor für den 3. November angekündigt, kurz vor dem Wechsel zu Nike.

Ursprünglich war für die Nations-League-Spiele ein grünes Retro-Trikot im Stil von 1990 vorgesehen, doch die UEFA-Regularien standen dem entgegen: Die Ärmel boten keinen Platz für die Wettbewerb-Logos und die Nummern auf der Vorderseite fehlten, sodass die Anforderungen nicht erfüllt wurden. Adidas reagierte schnell und präsentierte sofort das schwarz-weiß-goldene Abschiedsjersey.

Klopp findet das Trikot „wunderschön“ und „absolut klassisch“, wie er bei der Pressekonferenz erklärte. Über den Preis wusste er jedoch nichts: „Ich habe schon lange nicht mehr für ein Trikot bezahlt.“

Das Debüt von Klopp als Bundestrainer wird live und exklusiv im Free-TV bei RTL übertragen.

Der Sender nimmt dafür sogar eine Kultserie aus dem Programm: Da die Vorberichterstattung bereits 65 Minuten vor Anpfiff um 19:40 Uhr beginnt, entfällt „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“.

Moderatorin Laura Wontorra führt durch den Abend, als Experte ist Rekordnationalspieler Lothar Matthäus dabei. Die Kommentierung übernimmt Wolff-Christoph Fuss.

Alternativ könnt Ihr das Spiel auch im Livestream auf RTL+ schauen, benötigt dafür jedoch ein kostenpflichtiges Abo.

Das zweite Spiel unter Klopp am Sonntag gegen Griechenland wird in der ARD übertragen, die dazu ihr Programm ändert und den Tatort ausfallen lässt.

Wie startet „Kloppo“ in sein erstes Länderspiel? Zwei kleine Überraschungen gibt es offenbar in seiner Anfangsformation.

Wie die Bild berichtet, bekommen Kevin Schade vom FC Brentford und Philipp Treu vom SC Freiburg sofort die Chance von Beginn an. Für Philipp Treu wäre es das DFB-Debüt.

Zudem soll Marc-André ter Stegen im Tor stehen, Joshua Kimmich im Mittelfeld auflaufen, wodurch der Platz für Treu in der Abwehr rechts frei wurde. Die Innenverteidigung bilden Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck, links verteidigt Nathaniel Brown. Felix Nmecha, Karim Adeyemi und Jamal Musiala komplettieren das Mittelfeld, Kai Havertz spielt in der Spitze.

Jürgen Klopp hatte vor einer Woche 24 Spieler in seinen ersten Kader berufen, doch nach UEFA-Regeln sind am Spieltag nur 23 Spieler erlaubt. Deshalb muss Bambasé Conté auf sein Debüt noch warten.

Der Verband bestätigte dies am Donnerstag vor dem Spiel. Klopp hatte bereits bei der Pressekonferenz gesagt, dass er sich entschieden und mit dem Spieler gesprochen habe.

„Ich kann sagen, dass er im nächsten Kader auf jeden Fall dabei sein wird“, verriet der gebürtige Stuttgarter. Am Sonntag gegen Griechenland wird der Hoffenheimer somit im Aufgebot sein.

Der 23-Jährige war eine Überraschung in Klopps großem Kader. Letzte Saison wurde er an die SV Elversberg ausgeliehen und erzielte vier Tore sowie sechs Assists zum Aufstieg. In dieser Spielzeit stand er sechsmal für die TSG auf dem Platz und lieferte bereits drei Vorlagen.

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker zum ersten Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft unter Jürgen Klopp!

Vor dem spannenden Duell in Amsterdam versorgen wir euch mit allen wichtigen Infos rund um das DFB-Team.