Ohne Gold-Medaillengewinner Ansah: Deutsche Mixed-Staffel sichert sich EM-Silber
Von Robert Semmler, Christian Johner
Birmingham – Auch am Sonntag setzen die deutschen Leichtathleten ihre Medaillensammlung fort: Bei der EM-Premiere in Birmingham errang die gemischte Sprint-Staffel die Silbermedaille.
Über die 4x100 Meter liefen Kevin Kranz, Rebekka Haase, Heiko Gussmann und Gina Lückenkemper nach 40,11 Sekunden ins Ziel.
Den Titel sicherte sich das Mixed-Team des Gastgebers Großbritannien mit einem neuen Europarekord von 39,97 Sekunden. Amy Hunt, die nun vierfache Europameisterin, sicherte den Sieg auf der Zielgeraden knapp vor Lückenkemper.
Bronze ging an Spanien, das mit 40,42 Sekunden die drittschnellste Zeit erzielte. Die 4x100-Meter-Mixed-Staffel wurde bei der Leichtathletik-Europameisterschaft erstmals ausgetragen.
Für Kranz und Gussmann ist es bereits die zweite Medaille in Birmingham, nachdem sie am Samstag Silber mit der Männer-4x100-Meter-Staffel gewonnen hatten.
Der wegen einer möglichen Sperre gefährdete Owen Ansah hatte sich im Einzel die Goldmedaille über 200 Meter sowie Bronze über 100 Meter gesichert. Aus Vorsichtsgründen verzichtete der Deutsche Leichtathletik-Verband darauf, Ansah für die Staffeln zu nominieren, um ein mögliches nachträgliches Ausscheiden zu vermeiden.
Haase und Lückenkemper kompensierten damit das Ausscheiden der deutschen Frauen-Staffel im Vorlauf, bei dem der letzte Staffelwechsel von Sophia Junk auf Lückenkemper missglückte. Die Sprinterinnen des DLV hatten zuletzt bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris sowie der WM im vergangenen Jahr in Tokio jeweils Bronze gewonnen. Bei der Heim-EM 2022 in München gehörten Haase und Lückenkemper zum siegreichen Goldteam.