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Geschichtsträchtiger Erfolg: Deutsche Herren im Hockey erneut Weltmeister!

Wavre (Belgien) – Titel erfolgreich verteidigt und Geschichte geschrieben: Die deutschen Hockey-Herren haben zum wiederholten Mal den WM-Thron erklommen. Am Sonntag besiegte das Team von Bundestrainer André Henning im Finale Spanien mit 1:0 (0:0). Dreieinhalb Jahre nach dem sensationellen Triumph in Bhubaneswar krönte sich Deutschland somit erneut zum Weltmeister – und zog mit dem vierten WM-Titel mit Rekordsieger Pakistan gleich.

Michel Struthoff (44.) erzielte das entscheidende Tor für die Mannschaft des DHB und sorgte damit für den zweiten aufeinanderfolgenden WM-Erfolg Deutschlands nach den Siegen 2002 und 2006 – ein Kunststück, das zuvor keiner Herren-Nationalmannschaft gelungen war. Die Spanier beendeten das Turnier mit ihrer ersten WM-Medaille seit Bronze 2006, doch für den Titel reichte es in diesem Jahr nicht.

In der Zwischenrunde hatte das Team von Trainer Max Caldas der deutschen Auswahl um Kapitän Tom Grambusch die einzige Niederlage (1:2) im gesamten Turnier zugefügt. Zudem verhinderten die Spanier im Halbfinale gegen Argentinien (1:2) den Goldtraum der Olympiasieger aus den Niederlanden, die letztlich im Spiel um Platz drei knapp unterlagen.

Trainer Henning zeigte sich vom Finaleinzug des unangenehmen Gegners wenig überrascht und hatte vorausgesagt: „Das wird richtig unangenehm.“

Das DHB-Team, das sich im Vergleich zum Weltmeisterkader von 2023 stark verändert hat, brannte jedoch auf das Endspiel und startete nach dem hart erkämpften Sieg im Halbfinale gegen Argentinien (2:1) voller Selbstvertrauen in die zweite Finalbegegnung.

„Am Ende wird es auch eine mentale Herausforderung“, betonte Kapitän Grambusch, der bereits beim letzten Triumph 2023 in Indien dabei war: „Wir werden optimal vorbereitet sein und alles geben.“

Die Mannschaft setzte die Worte ihres Kapitäns in die Tat um und ging von Anfang an in der Belfius Hockey Arena offensiv zu Werke. Hugo von Montgelas erzwang schon nach weniger als zwei Minuten die erste Strafecke, doch Benedikt Schwarzhaupt scheiterte am spanischen Torhüter Luis Calzado.

In der Defensive zeigte die deutsche Mannschaft große Leidenschaft und war immer wieder in der Lage, Konter zu starten, die jedoch ungenutzt blieben.

Spanien drang nun häufiger in den deutschen Schusskreis ein, doch DHB-Keeper Jean Danneberg war hellwach und hielt sein Team mit wichtigen Paraden im Spiel. Auch nach der Pause erwischten die Iberer den besseren Start.

Deutschland wurde etwas passiver, hielt aber weiter dagegen. Inmitten der dominanten Phase Spaniens war es schließlich Struthoff, der zum entscheidenden Treffer einschoss.