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Joker Deniz Undav führt Deutschland bei der WM mit zwei Treffern zum Sieg und ins Achtelfinale

Toronto (Kanada) – Was für eine unglaubliche Vorstellung! Deniz Undav vom VfB Stuttgart hat mit seinen zwei späten Einwechslungstreffern die deutsche Nationalmannschaft ins Sechzehntelfinale der WM 2026 geschossen. Dank seiner Tore gewann die DFB-Elf in Toronto mit 2:1 (0:1) gegen die Elfenbeinküste.

Zu Beginn hatte Franck Kessié aus der Elfenbeinküste in der 30. Minute sein Team mit 1:0 in Front gebracht. Die erste Spielhälfte verlief für Deutschland enttäuschend, auch weil zwei regulär aberkannt gewordene Treffer nicht gegeben wurden. Zudem musste Nico Schlotterbeck zur Pause verletzt vom Platz, für ihn rückte Antonio Rüdiger in die Innenverteidigung.

In der zweiten Halbzeit tat sich die deutsche Mannschaft lange schwer, ehe Bundestrainer Julian Nagelsmann mit einem Dreifachwechsel frischen Wind brachte: Mit Deniz Undav, Nadiem Amiri und Jamie Leweling kamen gleich drei Joker ins Spiel. Besonders Undav bewies erneut sein außergewöhnliches Torinstinkt und stellte mit zwei Treffern den Sieg sicher.

Obwohl der Erfolg verdient war, besteht bei der DFB-Elf weiterhin Luft nach oben. Dennoch wird dieser späte Triumph der Mannschaft in Sachen Selbstvertrauen und Teamgeist enorm helfen. Sollte Ecuador im Parallelspiel gegen Curaçao nicht gewinnen, wäre Deutschland sogar vorzeitig Gruppenerster.

Endergebnis:

Deutschland – Elfenbeinküste 2:1

0:1 Franck Kessié (30.), 1:1 Deniz Undav (68.), 2:1 Deniz Undav (90.+4)

Wir haben Euch das Geschehen im Liveticker begleitet. Den kompletten Ablauf gibt es hier zum Nachlesen.

Kein Wunder, dass Doppel-Torschütze Deniz Undav zum „Man of the Match“ gekürt wurde. Den Pokal überreichte ihm Deutschland-Eishockey-Star Leon Draisaitl, der ebenfalls live im Stadion dabei war.

Deniz Undav sagte nach dem Spiel: „Das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben. Nach dem Gegentor haben wir einen Gang höher geschaltet und vor allem in der zweiten Halbzeit viel Druck aufgebaut. Es war klar, dass früher oder später ein Tor fallen würde. Für mich war von Anfang an klar, dass ich, wenn ich eingewechselt werde, meine Chance bekommen werde und diese sofort nutzen muss. Dass es direkt bei meiner ersten Aktion geklappt hat, hat glaube ich das Momentum komplett gedreht. Danach haben wir permanent Druck gemacht. Die Elfenbeinküste ist sehr gefährlich bei Umschaltspiel, da mussten wir manchmal hart durchgreifen und hatten auch etwas Glück, dass sie nicht immer richtig getroffen haben. Am Ende passt das 2:1 perfekt.“

Über Nadiem Amiri, mit dem er vor seiner Einwechslung die Tore abgesprochen hatte, meinte Undav: „Ich habe ihm das schon vor dem Spiel gesagt. Ich hatte seit zwei Tagen das Gefühl, dass wir ihn heute brauchen, und er hat es direkt gezeigt, als er die Flanke geschlagen hat und ich das 1:1 markiert habe. Momentan klappt vieles, ich genieße den Flow und den Lauf. Die Unterstützung von der Mannschaft und dem Trainerteam macht es mir auch leichter.“

Zur Joker-Rolle sagte Undav: „Wir verfolgen ein gemeinsames Ziel, und wenn alles so gut funktioniert, ist das super. Die Entscheidungen trifft der Bundestrainer. Wichtig ist, dass jeder, der von der Bank kommt, Akzente setzen und das Spiel beeinflussen kann. Das haben wir heute wieder bewiesen – nicht nur ich, sondern auch Nadiem, Toni und Jamie, die alle sehr stark reingekommen sind. Jamie hat viel Unruhe gestiftet, was für uns sehr wichtig ist. Wir brauchen jeden einzelnen Spieler.“

Zum Stellenwert des Sieges erklärte Undav: „Das gibt uns definitiv mehr Selbstvertrauen für das nächste Spiel. Solche Spiele zu gewinnen, ist sehr wichtig für das Gefühl im Team. Ich hoffe, wir können dieses gute Gefühl mitnehmen.“

Über seine kulinarische Belohnung nach dem Match, das er gern mit Döner feiert, scherzte Undav: „Leider nicht, ich weiß noch nicht, was es zu essen gibt, wahrscheinlich Nudeln – da muss ich jetzt durch.“

Trainer Julian Nagelsmann resümierte: „Wir haben gut mit Rückschlägen umgegangen. Die ersten fünf Minuten haben wir gebraucht, um ins Spiel zu kommen, danach waren wir sehr präsent. Wir haben vieles gut gemacht, nur im Strafraum fehlte der entscheidende Abschluss. Dann kassierten wir den Rückstand nach einer eher einfachen Situation, obwohl wir gut abgesichert waren. In der zweiten Halbzeit wurden wir immer stärker. Ich bin sehr stolz auf alle, die reingekommen sind – nicht nur Deniz, der großartig gespielt hat, sondern auch Nadiem mit seiner Flanke und Jamie, der eine wichtige Defensivaktion hatte. Alle haben einen hervorragenden Job gemacht.“

Zur Leistung von Leroy Sané ergänzte Nagelsmann: „Er hat wieder viel probiert und sich angestrengt. Der trockene Rasen macht es schwierig, aber er war defensiv sehr fleißig und hat in den ersten Minuten mehrere Duelle gewonnen. Wir entschieden uns, Jamie für mehr Frische zu bringen, weil das Spiel offener wurde und beide Teams gewinnen wollten.“

Zur Joker-Rolle von Deniz Undav meinte der Bundestrainer: „Für ihn ist das gerade das Optimum. Es gibt kaum einen Spieler, der bei einer WM mehr spielentscheidende Momente hat als er.“

Mit nun drei Toren und zwei Vorlagen übertrifft Deniz Undav sogar Lionel Messi und ist aktuell der beste Scorer des Turniers.

Jonathan Tah zeigte sich nach dem Spiel begeistert: „Siegermentalität, Zusammenhalt – genau das, was man braucht, um bei einem Turnier erfolgreich zu sein. Wir haben nie aufgegeben und wussten, dass wir den Gegner irgendwann müde machen. Deniz war heute herausragend, wie er ins Spiel gekommen ist. Er lässt sich nicht ablenken, sondern konzentriert sich voll auf seine Aufgabe. In der Halbzeit pusht er das Team, wenn er auf den Platz kommt, motiviert er alle. Probleme hatten wir nicht allzu große, aber man darf die Elfenbeinküste nicht unterschätzen – das sind Spieler auf internationalem Top-Niveau.“

Spielende: Dank der beiden Tore von Deniz Undav zieht Deutschland ins Achtelfinale der WM ein.

90.+4: UNGLAUBLICH! Deniz Undav erzielt das 2:1 und krönt damit seine starke Joker-Leistung nach dem Ausgleich. Felix Nmecha spielt einen exakten Pass durch die offene Abwehr, Undav nimmt den Ball an, dreht sich und schließt eiskalt ab.

90.+1: Amiri hat jetzt die große Chance, er wird von Undav bedient, steht zentral, doch sein Schuss bringt nicht genügend Druck auf den Ball. Die DFB-Elf hat noch fünf Minuten Zeit, hier den Sieg klarzumachen.

89. Minute: Fast das Ausgleichstor! Nathaniel Brown schießt flach und scharf, doch Fofana lenkt den Ball noch am Tor vorbei – bitter.

88. Minute: Erleichterung! Nach einem Fehler von Tah stürmt der eingewechselte Doué mit Tempo aufs deutsche Tor, legt auf die linke Seite ab, doch Goretzka blockt den Schuss von Manuel Neuer.

86. Minute: Undav versucht es aus der Distanz, Fofana hält den Ball sicher.

85. Minute: Diomande verlässt das Spielfeld, auch die DFB-Elf wechselt: Leon Goretzka kommt für Kai Havertz.

82. Minute: Die Elfenbeinküste sucht nach Ballgewinnen immer wieder Diomande. Die deutsche Mannschaft bringt den Leipziger aktuell gut aus dem Spiel, auch wenn Florian Wirtz gelegentlich zu Fouls greift. Für Singo ist das Spiel beendet.

80. Minute: Julian Nagelsmann ist sichtlich aufgebracht und steht sogar auf dem Spielfeld. Zuvor spielte Singo den Ball absichtlich ins Aus und ließ sich dann verletzt auf dem Rasen fallen. Die Ivorer sind deshalb kurzzeitig in Unterzahl.

75. Minute: Spiel läuft weiter – kann Deutschland jetzt den Sieg sichern?

72. Minute: Trinkpause – hoffentlich unterbricht das nicht den Spielfluss der deutschen Mannschaft, sondern das Spiel bleibt vielversprechend.

68. Minute: Einfach unfassbar! Deutschland gleicht aus, und wer trifft? Natürlich Deniz Undav! Im Zusammenspiel mit dem ebenfalls eingewechselten Amiri, der den Pass zurückgibt, hämmert Undav den Ball volley ins Netz.

67. Minute: Kimmichs Ecke landet direkt beim Torwart Fofana, der den Ball wegfaustet und sich danach vor Schmerzen krümmt. Nach kurzer Behandlung steht er wieder.

66. Minute: Schon die achte Ecke für Deutschland, doch bislang konnte kein Kapital daraus geschlagen werden.

65. Minute: Leweling zeigt als einer der Einwechselspieler die besten Aktionen, tunnelt seinen Gegenspieler, wird aber bei Torwart Fofana gestoppt.

63. Minute: Pech für Deutschland! Nach Kimmichs Ecke köpft Havertz, kann den Ball aber nicht aufs Tor bringen. Der Ball fliegt knapp am Pfosten vorbei.

63. Minute: Die drei Einwechselspieler sorgen direkt für frischen Wind, Deutschland bekommt eine Ecke.

60. Minute: Dreifacher Wechsel bei Deutschland: Sané, Musiala und Pavlovic gehen vom Feld, Leweling, Undav und Amiri kommen rein.

59. Minute: Pavlovic versucht den Ball nach außen zu bringen. Sané verliert im Dribbling, der Ball gelangt über Umwege zu Wirtz, der zumindest eine Ecke herausholt. Diese bringt Kimmich jedoch direkt dem Torwart Fofana in die Hände.

57. Minute: Deutschland findet weiter nicht richtig ins Spiel. Julian Nagelsmann bereitet an der Seitenlinie einen Dreifachwechsel vor. Nadiem Amiri, Deniz Undav und Jamie Leweling sollen frischen Schwung bringen.

51. Minute: Wieder eine Chance für die Elfenbeinküste. Inao Oulai zieht ab, der Ball fliegt knapp über den Kasten. Das macht es für Deutschland schwer.

50. Minute: Der Ball ist gerade schnell bei den Deutschen weg, die Ivorer kombinieren sich erneut durch und kommen wieder durch Kessié zum Abschluss. Manuel Neuer hat den Ball aber sicher.

23.08 Uhr: Die zweite Halbzeit läuft.

23.07 Uhr: Bittere Nachricht! Nico Schlotterbeck kann nicht weitermachen, für ihn kommt Antonio Rüdiger in die Abwehr.

22.58 Uhr: Tief durchatmen! Deutschland muss sich deutlich steigern, wenn es heute noch als Sieger vom Platz gehen möchte. Die Elfenbeinküste ist körperlich und in puncto Tempo überlegen. Dazu kamen zwei aberkannte Treffer und die Verletzung von Schlotterbeck. Nach dem Rückstand wirkte das Nagelsmann-Team erst geschockt, drängte dann auf den Ausgleich und hatte am Ende Glück, dass es nur 0:1 stand.

22.52 Uhr: Halbzeit!

45.+7: Florian Wirtz ist im Strafraum, doch sein Schuss ist zu schwach und kein Problem für Torwart Fofana.

45.+6: Die Deutschen versuchen spielerisch weiterzukommen, doch die Elfenbeinküste setzt immer wieder körperlich durch. Pavlovic wird leicht gestört, verliert den Ball.

45.+4: Die Schnelligkeit der Ivorer war vor dem Spiel ein großes Thema, und auch jetzt findet Deutschland keine Lösung gegen die schnellen Angreifer. Schlotterbeck kann Bonny erst spät stoppen und klärt zur Ecke.

45.+3: Schiedsrichter Benitez gerät beim Publikum immer mehr in Ungnade, da er einen Kontakt an Musiala, der im Strafraum zu Boden ging, nicht als Foul wertete.

45.+2: Nmecha versucht einen Distanzschuss, der aber keine Gefahr darstellt. Deutschland probiert es immer wieder über die Mitte, doch die Abwehr der Elfenbeinküste steht eng.

45. Minute: Es gibt sieben Minuten Nachspielzeit in der ersten Hälfte.

44. Minute: Sané versucht in den Strafraum zu dribbeln, wird aber von der Defensive gestoppt, der Ball ist schnell wieder weg.

43. Minute: Nach der Trinkpause und dem Führungstreffer hat die Elfenbeinküste das Spiel übernommen. Deutschland zeigte sich zunächst geschockt, drängte dann aber auf den Ausgleich.

41. Minute: Aus der Distanz zieht Florian Wirtz ab, der Ball geht abgefälscht knapp am linken Pfosten vorbei. Aus der folgenden Ecke konnte Deutschland nichts machen.

41. Minute: Deutschland bekommt einen Freistoß, Kimmich bringt ihn in den Strafraum, doch Schlotterbeck kann den Ball nicht kontrollieren.

39. Minute: Wieder ein nicht anerkanntes Tor für Deutschland. Musiala foult Koussounou, der Schiedsrichter lässt das Spiel aber weiterlaufen, bis Kai Havertz trifft – erst dann pfeift er ab. Die Entscheidung ist korrekt, jedoch etwas verwirrend.

38. Minute: Nach einem Foul an Pavlovic lässt der Schiedsrichter weiterlaufen. Bonny läuft alleine auf Neuer zu, doch der Weltklasse-Torwart pariert stark.

37. Minute: Die Elfenbeinküste hat im Vergleich zum ersten Spiel fünf Wechsel vorgenommen, doch das wirkt sich kaum negativ aus.

35. Minute: Die deutsche Mannschaft ist nach dem Rückstand angeschlagen und braucht Zeit, sich zu sammeln. Die Verletzung von Schlotterbeck und zwei aberkannte Tore machten die Lage nicht einfacher.

30. Minute: Der Rückstand für Deutschland! Franck Kessié bringt die Elfenbeinküste in Führung. Diomande setzt sich auf rechts gegen Kimmich durch, spielt scharf in den Strafraum, wo Brown Amad am Schuss hindert, doch der Ball landet vor Kessié, der locker einschießt. Bitter kurz nach der Trinkpause.

29. Minute: Schlotterbeck hat Schmerzen, Antonio Rüdiger wärmt sich schon auf und bespricht sich mit Nagelsmann.

28. Minute: Das Spiel läuft weiter, die drei Minuten werden nachgespielt.

22.24 Uhr / 25. Minute: Trinkpause. Die Partie ist lebhaft, Deutschland hat zuletzt mehr Initiative gezeigt und eine gute Chance durch Musiala gehabt. Der vermeintliche Treffer zählte nicht, da Pavlovic Torwart Fofana behindert hatte.

24. Minute: Schlotterbeck scheint es besser zu gehen, er bekam offenbar Schmerzmittel verabreicht. Hoffentlich kann er weiterspielen.

21. Minute: Deutschland hat seine erste Ecke, der Ball zappelt im Netz, doch der Treffer wird wegen Behinderung von Fofana nicht anerkannt.

18. Minute: Jamal Musiala zieht mit einer Einzelaktion ab, der Ball fliegt knapp am rechten Pfosten vorbei.

17. Minute: Nathaniel Brown dribbelt auf der linken Seite, passt in den Strafraum, doch die Abwehr der Elfenbeinküste klärt, bevor Sané an den Ball kommt.

16. Minute: Schlotterbeck steht wieder, nachdem er von Ärzten behandelt wurde. Er wirkt schmerzgeplagt, aber bereit zum Weiterspielen.

14. Minute: Schlotterbeck bleibt nach einem Umknicken im Strafraum liegen, die Ärzte eilen herbei. Er hatte sich beim Zweikampf mit Diallo verletzt.

11. Minute: Schlotterbeck wirkt angeschlagen, Rüdiger und Anton wärmen sich auf.

10. Minute: Die erste große Chance für Deutschland! Nach einer präzisen Flanke von Kimmich köpft Havertz gefährlich, doch Torhüter Fofana pariert stark.

8. Minute: Nmecha erobert im Mittelfeld den Ball, Deutschland beruhigt danach das Spiel mit kontrolliertem Aufbauspiel.

6. Minute: Deutschland versucht, Ruhe ins Spiel zu bringen, während die Elfenbeinküste gut organisiert verteidigt und mit schnellem Umschaltspiel für Gefahr sorgt.

3. Minute: Die Ivorer zeigen früh ihre Konterstärke. Nach Ballverlust bei Deutschland geht Bonny in Zusammenarbeit mit Diomande vor das deutsche Tor, doch die Abwehr klärt.

2. Minute: Deutsche Fans dominieren das Toronto Stadium, man hört lautstarke „Deutschland“-Rufe.

1. Minute: Das Spiel beginnt flott. Nach Anstoß kommt der Ball über Wirtz zu Havertz, der knapp über das Tor schießt.

Der zweite WM-Auftritt der deutschen Mannschaft startet jetzt!

21.55 Uhr: Die Hymne der Elfenbeinküste ertönt.

21.53 Uhr: Zunächst wird die deutsche Nationalhymne gespielt – und es wird laut mitgesungen.

21.52 Uhr: Zum WM-Song „Dai Dai“ von Shakira betreten Deutschland und die Elfenbeinküste den Rasen.

Alles ist bereit, die Spieler beider Teams warten in den Katakomben. Joshua Kimmich führt die deutsche Mannschaft als Kapitän aufs Feld.

Nur wenige Minuten bis zum Anpfiff. Sobald der Schiedsrichter das Spiel eröffnet, steht fest: Manuel Neuer ist nun der WM-Rekordtorhüter. Mit seinem 21. Einsatz hat er den bisherigen Rekord von Hugo Lloris übertroffen.

Neuer teilt sich den Rekord nun nicht mehr, sondern ist alleiniger Spitzenreiter.

Auch Oliver Bierhoff, ehemaliger Geschäftsführer des DFB, ist in Toronto anwesend. Nach der enttäuschenden WM 2022 in Katar wurde sein Vertrag vorzeitig beendet. Seit 2023 ist er als Berater bei den New England Patriots in der NBA tätig.

„Rational habe ich das verarbeitet, emotional noch nicht“, sagte er bei Magenta TV über seinen Abschied vom DFB. „Ich blicke dankbar zurück und habe meinen Frieden damit gemacht.“

Bundestrainer Julian Nagelsmann äußerte sich vor dem Spiel unter anderem zu...

... Yan Diomandé von RB Leipzig: „Wir konzentrieren uns nicht auf einen einzelnen Spieler, aber er ist definitiv gefährlich. Die Jungs kennen ihn aus der Bundesliga. Es gibt aber noch weitere talentierte Spieler auf dem Platz. Diallo zum Beispiel hat gegen Ecuador das entscheidende Tor geschossen.“

... seiner ersten WM: „Es ist spannend. Es ist ungewöhnlich, dass man bei der Nationalmannschaft während der WM so viel Zeit zum Training hat. Das ist selten. Wir konnten uns erholen und einige Dinge anpassen nach dem Spiel gegen Curaçao. Heute sind ähnliche Dinge gefragt, aber auch ein paar neue, deshalb mussten wir optimieren.“

... der Atmosphäre: „Wenn man in Toronto war oder im Hotel saß und die Stimmung durchs Fenster hörte, ist das etwas ganz Besonderes.“

... der Bedeutung eines möglichen Gruppensieges: „Wichtig ist, den nächsten Schritt zu machen, und das ist heute die Elfenbeinküste. Wir wollen unser Spiel durchbringen, aber auch eine gute Balance finden, um wenige Konter zuzulassen und den nächsten Schritt zu gehen.“

... der Aufstellung: „Wir entschieden schnell, dass, wenn alle fit sind, wir mit derselben Elf spielen. Es geht um Belohnung, Rhythmus und Anpassung an den Gegner. Niemand hat schlecht gespielt, deswegen gab es keine Veranlassung zu wechseln.“

... der Schwierigkeit, Deniz Undav nicht von Anfang an spielen zu lassen: „Das ist bei allen Spielern schwer. Wir haben eine homogene Mannschaft, in der alle Gas geben und unterschiedliche Stärken haben. Deniz ist ein Finisher, und wenn er reinkommt, kreiert er besondere Momente, wie wir gegen Curaçao gesehen haben.“

... Manuel Neuer: „Er hatte im ersten Spiel nicht viel zu tun, gibt uns aber Ruhe und Erfahrung, die er an jüngere Spieler weitergibt.“

... der Begeisterung der Fans und dem Zusammenhalt: „Ich habe in meiner Zeit als Nationaltrainer nie eine Kluft zwischen Fans und Mannschaft gesehen. Gemeinsam sind wir stärker, wir brauchen die Unterstützung und spüren auch Rückhalt aus der Heimat. Das gibt uns Verantwortung, heute alles zu geben.“

Die Elfenbeinküste nahm im Vergleich zum Auftaktsieg gegen Ecuador (1:0) fünf Veränderungen in der Startelf vor, was überraschend war.

Doué, Fofana, Touré, Pepé und Wahi sind nicht dabei, stattdessen stehen Koussounou, Sangaré, Inao Oulai, Amad und Bonny in der Anfangsformation.

Aufstellung Elfenbeinküste: Y. Fofana – Singo, Koussounou, Agbadou, Konan – Kessié, I. Sangaré – Amad, Inao Oulai, Diomande – Bonny

Kapitän Joshua Kimmich sagte kurz vor dem Spiel bei Magenta TV: „Ich habe das Gefühl, jeder freut sich auf das Spiel, wir wollen nachlegen. Die Elfenbeinküste ist sehr stark im Umschaltspiel und auf den Außen mit viel Geschwindigkeit.“

Bei Deutschland bleibt die Startelf im Vergleich zum Auftakt gegen Curaçao unverändert. Bundestrainer Nagelsmann vertraut der gleichen Elf.

Aufstellung Deutschland: Neuer – Kimmich, Tah, Schlotterbeck, Brown – Nmecha, Pavlovic – Sané, Musiala, Wirtz – Havertz

Die deutsche Mannschaft ist im Toronto Stadium angekommen und inspiziert den Rasen, der in bestem Zustand ist. Bei angenehmen 23 Grad und Sonnenschein herrschen ideale Bedingungen.

Deutschland kann wieder auf die Unterstützung zahlreicher Fans aus dem Heimatland und der deutschen Community in Kanada zählen. Vor dem Spiel gab es bereits einen Fanmarsch zum Stadion.

Die Partie leitet Schiedsrichter Juan Gabriel Benitez aus Paraguay, unterstützt von seinen Landsmännern Eduardo Cardozo und Miliciades Saldivar. Vierter Offizieller ist Khalid Saleh Al-Turais aus Saudi-Arabien. Als Videoschiedsrichter fungieren Antonio Garcia aus Uruguay und Guillermo Pacheco aus Mexiko.

Etwa eine Stunde und 40 Minuten vor dem Anpfiff traf die deutsche Mannschaft im Stadion ein.

Für Innenverteidiger Jonathan Tah (30) wird die Begegnung gegen die Elfenbeinküste besonders, da sein Vater aus diesem Land stammt. Tah spricht teilweise fließend Französisch und bezeichnet das Duell als „etwas ganz Besonderes“.

Er hat damit Antonio Rüdiger als Abwehrchef abgelöst und erhielt von diesem viel Lob: „Er ist der neue Chef“, sagte der Real-Madrid-Star.

Tah fühlte sich geehrt: „Lob von Toni zu bekommen, ist für mich etwas Besonderes. Er hat viel erreicht, unter anderem zweimal die Champions League gewonnen. Auch wenn ich bislang nicht so oft gespielt habe, hat er mich immer ermutigt und gesagt: ‘Glaub an dich, deine Zeit wird kommen.’“

Das zweite Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste wird im Free-TV vom ZDF übertragen. Auch Magenta TV zeigt die Partie live.

Im ZDF begleiten Jochen Breyer, Christoph Kramer, Per Mertesacker, Christian Streich und Fritzy Kromp die Sendung. Lili Engels, Nils Kaben und Florian Zschiedrich sind ebenfalls im Einsatz. Kommentiert wird das Spiel von Oliver Schmidt.

Bei Magenta TV moderiert Laura Wontorra, unterstützt von Mats Hummels und Thomas Müller. Am Mikrofon sind Thomas Wagner, Wolff Fuss und Robert Andrich.

Heute Abend könnte Deutschland nicht nur den Einzug ins Achtelfinale fixieren, sondern auch die Tabellenführung in der Gruppe sichern – allerdings ist man bei letzterem auf Schützenhilfe angewiesen.

Mit einem Sieg gegen die Elfenbeinküste wäre Deutschland sicher unter den letzten 16. Das liegt daran, dass auch die acht besten Gruppendritten weiterkommen, sodass mit sechs Punkten niemand mehr von einem der Spitzenplätze verdrängt werden kann. Durch einige Unentschieden in anderen Gruppen ist es für deren Teams unmöglich, noch auf sechs Punkte zu kommen.

Gewinnt Ecuador anschließend nicht gegen Curaçao, ist Deutschland sogar vorzeitig Gruppensieger, da bei Punktgleichheit der direkte Vergleich vor Tordifferenz zählt – und hier hat Deutschland dank des 7:1-Erfolges eine hervorragende Bilanz. Weitere Kriterien sind erzielte Tore, Fair-Play-Wertung und die FIFA-Weltrangliste.

Vor dem heutigen Spiel gab es bei der Elfenbeinküste einige Turbulenzen.

Kanadische Behörden wollten zunächst den Frankfurter Stürmer Elye Wahi (23) die Einreise verweigern. Während der WM wurde bekannt, dass Wahi vor dem Turnier in Frankreich zeitweise in Gewahrsam war, wegen Verdachts auf bandenmäßigen Betrug, Korruption im Sport, Hehlerei und Geldwäsche. Am 29. Mai soll in Marseille ein Spieler verhört worden sein, nach dem Bericht von „The Athletic“ könnte es sich dabei um Wahi handeln.

Wahi war in der Rückrunde an OGC Nizza ausgeliehen. Das Spiel am 17. Mai gegen Metz steht im Zusammenhang mit den Vorwürfen. Wahi erhielt in der Partie spät eine Gelbe Karte, die möglicherweise absichtlich provoziert wurde. Bei internationalen Sportwetten wurden ungewöhnlich viele Wetten mit hohen Einsätzen auf die Gelbe Karte Wahis registriert.

Bislang hat der ivorische Verband jedoch keine offiziellen Informationen zu einer Verwicklung Wahis erhalten. Es ist auch unklar, ob das vorläufige Einreiseverbot mit der Festnahme in Frankreich zusammenhängt.

Am Donnerstagabend deutscher Zeit wurde bekannt, dass Elye Wahi doch nach Kanada einreisen durfte und heute gegen Deutschland spielen kann.

Zum WM-Auftakt hatte die Elfenbeinküste in Gruppe E mit einem späten Treffer von Joker Amad Diallo in der 90. Minute Ecuador mit 1:0 besiegt.

Beide Teams hatten zuvor zahlreiche Aluminiumtreffer zu verzeichnen. Der Sieg für die Ivorer war letztlich verdient. Offensiv zeigen sie viel Potenzial, defensiv offenbarten sie aber Schwächen und waren im Abschluss nicht immer konsequent genug.

Beim Toronto-Stadium, in dem das deutsche Team heute gegen die Elfenbeinküste spielt, wurde eigens für die WM die Zuschauerkapazität erhöht.

Dafür wurden Tribünen aus Stahl ergänzt, eine ragt sogar über das Dach hinaus. Normalerweise bietet das „BMO Field“ Platz für rund 28.000 Zuschauer, durch die Erweiterung sind es jetzt 45.000 Plätze. Teilweise sitzen Fans ungeschützt ohne Dach, und bereits nach den ersten Spielen wurde berichtet, dass die Stahlkonstruktion bei starkem Wind vom Lake Ontario wackelt.

Das Stadion wurde 2007 für die U20-WM errichtet und ist die Heimspielstätte von Toronto FC in der Major League Soccer (MLS). Für die WM wurden rund 98 Millionen Euro investiert, um es aufzurüsten.

Beim Abflug von Winston-Salem nach Toronto gab es am Freitag lustige Szenen: Der Sicherheitscheck fand auf dem Vorfeld statt, bei dem die Spieler durch Scanner gingen und sich auf Stühle setzen mussten. Auch das Handgepäck wurde genau inspiziert.

Die bisher einzige Begegnung zwischen Deutschland und der Elfenbeinküste fand am 18. November 2009 unter traurigen Vorzeichen statt: Acht Tage zuvor war DFB-Torwart Robert Enke im Alter von 32 Jahren durch Suizid verstorben.

Sein Tod erschütterte Familie, Land und vor allem Mitspieler und Trainer, die von seiner Krankheit nichts wussten. Das für den 12. November 2009 geplante Testspiel gegen Chile wurde abgesagt.

Das Spiel gegen die Elfenbeinküste am 18. November wurde dennoch ausgetragen und stand im Zeichen des Gedenkens an Enke. Die Ivorer liefen beim Aufwärmen mit Shirts zu Ehren des Torwarts auf, auf der deutschen Bank lag sein Trikot, und vor Spielbeginn wurde eine Schweigeminute abgehalten. Beide Teams trugen Trauerflor.

Das 2:2-Unentschieden rückte an diesem Abend in den Hintergrund. Lukas Podolski zeigte nach seinem Tor zum 1:0 zum Himmel. In seinem zweiten Länderspiel verursachte damals Manuel Neuer einen Gegentreffer, als er Emmanuel Eboué anschoss und der Ball ins deutsche Tor abprallte.

Seydou Doumbia brachte die Elfenbeinküste kurz vor Schluss dem Sieg nahe, doch Podolski traf in der 90. Minute zum 2:2-Endstand.

Seitdem sind beide Teams nicht mehr gegeneinander angetreten. Ein geplantes Testspiel vor der WM wurde gestrichen, da die Auslosung sie in dieselbe Gruppe brachte. Stattdessen testete Deutschland gegen Ghana.

Alle Spieler haben den Auftakt gegen Curaçao gut überstanden. Das Team bereitet sich seit Mittwoch im WM-Camp in Winston-Salem konzentriert auf die zweite Partie vor.

Bisher gibt es keine Berichte über Verletzungen, sodass Trainer Nagelsmann seine vermeintlich beste Startelf aufbieten kann.

Der 7:1-Auftaktsieg gegen Curaçao sorgte für viel Euphorie im Team und den Fans. Dass es gegen die Elfenbeinküste deutlich schwerer wird, ist allen bewusst. Die Ivorer sind stark besetzt, besonders Yan Diomande von RB Leipzig sticht hervor.

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker zum WM-Gruppenspiel Deutschland gegen Elfenbeinküste in Toronto. Für beide Teams ist es das zweite Match in Gruppe E. Mit einem Sieg wäre der Einzug ins Achtelfinale sicher.

Wir informieren Euch hier live und umfassend über alle wichtigen Ereignisse dieses Spiels.