St.-Pauli-Blog: Entscheidung gefallen! David Nemeth wird der neue Kapitän
Hamburg – Nach zwei Jahren Bundesliga steht der FC St. Pauli kurz vor dem Beginn der neuen Saison in der 2. Bundesliga.
Am vergangenen Samstag wurde die Saison am Millerntor offiziell mit einem Testspiel gegen Deportivo de A Coruña (2:2) eingeläutet. Bereits am Sonntag starten die Kiezkicker mit dem Heimspiel gegen Greuther Fürth um 13:30 Uhr in die Zweitliga-Saison.
In unserem St.-Pauli-Blog halten wir Euch stets über alle Neuigkeiten zum Team, möglichen Transfers und weiteren Entwicklungen rund um das Millerntor-Stadion auf dem Laufenden.
Nun ist die Entscheidung offiziell: „David Nemeth (25), Verteidiger, übernimmt in der Saison 2026/27 das Kapitänsamt“, gab der FC St. Pauli am Donnerstagvormittag bekannt.
Der 25-jährige Österreicher wechselte vor fünf Jahren vom 1. FSV Mainz 05 zum FC St. Pauli.
Seine Vertretung übernehmen zwei Neuzugänge: Abwehrspieler Marcus Mathisen (30), der vom 1. FC Magdeburg kam, sowie der vielseitige Offensivspieler Branimir Hrgota (33), zuletzt bei der SpVgg Greuther Fürth aktiv. Am Donnerstag wurde außerdem der Wechsel des 33-jährigen Jackson Irvine zum japanischen Erstligisten Cerezo Osaka bekannt.
Was bedeutet das für das Team? Jackson Irvine fehlte bereits am Dienstag beim Training an der Kollaustraße.
Auf Nachfrage erklärten Verein und Trainer Marcel Rapp, dass der Australier individuell trainiere und nicht mit der Mannschaft.
Das erste Pflichtspiel der Saison gegen Greuther Fürth steht unmittelbar bevor, doch die Kapitänsfrage ist noch nicht abschließend geklärt. Es bleibt abzuwarten, ob Irvine in seine frühere Rolle zurückkehrt oder ob Rapp einen neuen Anführer bestimmt.
Traurige Nachrichten gibt es für Rawley St. John (21): Der Spieler wird dem FC St. Pauli vorerst nicht zur Verfügung stehen, wie der Klub am Montag mitteilte.
Der Australier zog sich im Testspiel gegen Deportivo am Samstag eine Meniskusverletzung im rechten Knie zu.
Sein Ausfall wird sich voraussichtlich über mehrere Wochen, womöglich sogar länger, erstrecken.
Das Freundschaftsspiel gegen Deportivo de A Coruña am Samstagabend endete mit einem 2:2-Unentschieden. Ein Traumtor steuerte Martijn Kaars bei.
Der Stürmer bezeichnete diesen Treffer als sein persönliches Highlight der Partie. Nicht nur der Abschluss selbst, sondern auch die Entstehung war sehenswert: Nach einem Pass von Joel Fujita kombinierten sich Branimir Hrgota und Kaars gekonnt durch die Abwehr, sodass der Niederländer frei zum Abschluss kam.
Generell spielt der FC St. Pauli unter Cheftrainer Marcel Rapp wieder offensiver, was auch Kaars zugutekommt, wie er selbst erzählt: „Das macht es etwas leichter, Tore zu erzielen.“
Es war bereits sein zweiter Distanztreffer in der laufenden Vorbereitung. Am Samstag traf er aus etwa 19 Metern genau in den rechten Winkel. In seiner Zeit in Magdeburg seien seine Tore vor allem aus dem Strafraum gefallen, erklärte Kaars. Der Grund für die veränderte Torquote: In Hamburg spielt er häufiger als offensiver Mittelfeldspieler. Deshalb lautet seine neue Devise: „20 Meter oder näher am Tor – immer schießen!“
Auch Trainer Rapp zeigt sich erfreut über die gute Form: Mit einem Augenzwinkern sagte er: „Er hat einen starken Abschluss. Wenn er frei zum Schuss kommt, darf man ruhig mal aufspringen und jubeln.“
Transfer-News bei den Kiezkickern: Eine Woche vor Saisonstart hat der FC St. Pauli seinen Kader nochmals verstärkt. Der 22-jährige rechte Außenverteidiger Rony Jansson wechselt vom schwedischen Erstligisten Kalmar FF nach Hamburg.
Der gebürtige Finne durchlief die Jugend bei Kalmar und schaffte den Sprung in die Profimannschaft, für die er insgesamt 69 Spiele bestritt. Im Juni feierte Jansson zudem sein Debüt in der A-Nationalmannschaft Finnlands.
Sportdirektor Andreas Bornemann lobte: „Rony ist dynamisch und sehr aufmerksam im Umschaltspiel. Da die schwedische Saison schon läuft, bringt er eine ausgezeichnete Fitness mit und kann sofort voll eingebunden werden.“
Cheftrainer Marcel Rapp ist überzeugt von Janssons Qualitäten: „Er bringt starke körperliche Voraussetzungen mit, erledigt seine defensiven Aufgaben zuverlässig und sorgt durch sein Tempo sowie seine präzisen Flanken auch offensiv für Gefahr. Mit seinem guten Timing findet er regelmäßig gute Positionen.“
Am späten Montagabend verkündete der St.-Pauli-Kapitän die erfreichen Neuigkeiten auf Instagram. Zusammen mit seiner Frau teilte er ein Foto vom Ultraschallbild und einem Babybauch.
Mit den Worten „Oh, Baby!“ kommentierten sie das Bild. Die Community reagierte mit zahlreichen Glückwünschen in den Kommentaren.
Jackson Irvine, der wegen der WM bis vor Kurzem noch im Urlaub war, wird in den kommenden Tagen wieder zum Team stoßen. Ob er weiterhin Kapitän bleibt, bleibt abzuwarten.
Karol Mets bleibt in Deutschland: Nach seinem Abschied vom FC St. Pauli hat der 33-jährige Verteidiger einen neuen Arbeitgeber gefunden und wird künftig für den VfL Bochum in der 2. Bundesliga spielen.
VfL-Sportdirektor Simon Zoller, der mit Mets bereits beim FC St. Pauli zusammengespielt hat, lobte den Neuzugang: „Mit Karol holen wir einen echten Führungsspieler, der unserer Abwehr sofort mehr Stabilität verleiht. Er ist international erfahren und bringt genau die Eigenschaften mit, die wir für diese Position brauchen – Qualität, Ruhe und eine starke Mentalität.“
Der 33-Jährige selbst zeigte sich enthusiastisch: „Simon Zoller hat mir viel Positives über den VfL erzählt. Das Stadion gefällt mir sehr – eng, kompakt, mit Fans ganz nah an der Mannschaft. Ich freue mich auf die Spiele hier. Vorher heißt es jedoch, hart zu trainieren, denn die 2. Bundesliga ist ein anspruchsvoller Wettbewerb.“ Mets wird nun auch auf seinen ehemaligen Verein treffen.
Fans können ihre Planungen beginnen: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat am Mittwoch die exakten Anstoßzeiten für die Spieltage 3 bis 6 in der 2. Bundesliga veröffentlicht. Unter anderem empfängt der FC St. Pauli am Samstagabend den VfL Wolfsburg zu einem Topspiel.
Darüber hinaus müssen die Kiezkicker an zwei Sonntagnachmittagen sowie einmal am Abend spielen.
Hier die Übersicht der angesetzten Spiele:
Ein weiterer Neuanfang: Nach seinem Abschied vom FC St. Pauli scheint Torwart Nikola Vasilj (30) einen neuen Verein gefunden zu haben. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wechselt der bosnische Keeper nach Saudi-Arabien zum Klub Al Diriyah.
Demnach hat Vasilj bereits den medizinischen Check bestanden und einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben.
In fünf Jahren absolvierte der bosnische Nationaltorwart 167 Pflichtspiele für St. Pauli. 2024 stieg er mit den Kiezkickern in die Bundesliga auf, in der vergangenen Saison stieg man wieder ab. Anschließend gab Vasilj seinen Abschied bekannt.
Das nächste Testspiel steht ebenfalls fest: Am 19. Juli trifft der FC St. Pauli während des Trainingslagers in Flachau (17. bis 25. Juli) auf den kroatischen Erstligisten HNK Gorica.
Das Spiel im Winkelhofer Stadion in Grödig wird um 16 Uhr angepfiffen, teilte der Klub am Freitag mit.
Damit bestreiten die Braun-Weißen in Österreich zwei Testspiele. Das zweite Duell findet am 24. Juli gegen den AFC Bournemouth statt.
Transfer-News vom Millerntor: Der schwedische Offensivspieler Branimir Hrgota (33) verstärkt das Team zur neuen Saison.
Der gebürtige Bosnier war zuletzt vereinslos und kommt somit ablösefrei nach Hamburg. Hrgota bringt 14 Jahre Erfahrung im deutschen Profifußball mit. 2012 wechselte er in die Bundesliga zu Borussia Mönchengladbach, vier Jahre später zog es ihn zu Eintracht Frankfurt und 2019 zur SpVgg Greuther Fürth. Dort spielte er sieben Saisons, sechs davon als Mannschaftskapitän.
Sportchef Andreas Bornemann ist erfreut über die Verpflichtung und bezeichnet Hrgota als vielseitigen Spieler, der die Offensivoptionen beim FC St. Pauli erweitert. Auch Hrgota, der oft als Gast am Millerntor war, freut sich auf seine neue Aufgabe in Hamburg.
Trainer Marcel Rapp ist überzeugt: „Branimir weiß genau, worauf es in dieser Liga ankommt. Er ist ein cleverer Spieler, der Räume erkennt und auch unter Druck immer wieder Lösungen findet – sei es der Abschluss oder das Einsetzen seiner Mitspieler. Zudem verfügt er über eine starke Qualität bei Standardsituationen.“
Von null auf hundert: Mit einer kurzen Vorbereitungszeit startet der FC St. Pauli in die neue Zweitliga-Saison. Am Dienstag gab die DFL die exakten Anstoßzeiten für die ersten beiden Spieltage bekannt.
Der Auftakt für den FCSP erfolgt am Sonntag, den 9. August, um 13:30 Uhr mit dem Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth. Nur fünf Tage später, am Freitag, 14. August, ist das Auswärtsspiel bei Holstein Kiel angesetzt (18:30 Uhr).
Die Termine für die Spieltage 3 bis 6 werden laut DFL in der kommenden Woche noch festgelegt.
St.-Pauli-Präsident und DFB-Vize Oke Göttlich (50) bezeichnete in einem Interview mit dem NDR das Vorgehen und die Entscheidung der FIFA, die rote Karte gegen US-Stürmer Fabian Balogun (35) aufgrund von Druck von außen zurückzunehmen, als „ungeheuerlichen politischen Eingriff“.
Göttlich kritisierte scharf: „Autokratische Regimes beeinflussen hier maßgeblich die Entscheidungsgewalt des unabhängigen Fußballs – das ist schlichtweg nicht hinnehmbar.“ Hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der FIFA und insbesondere von Präsident Gianni Infantino (56) sei dies ein „Desaster“. „Der Fußball verliert damit an Vertrauen. Das ist ein Einschnitt, der nicht akzeptiert werden darf. Deshalb muss gehandelt werden!“
Der zweite Sieg im zweiten Testspiel: Nach dem 6:2-Erfolg gegen Altona 93 gewann der FC St. Pauli am Samstag mit 3:1 bei Kickers Emden.
Vor 3.500 Zuschauern im Ostfriesland-Stadion gingen die Gastgeber durch Luc Ihorst (13. Minute) in Führung, doch die Kiezkicker drehten das Spiel durch Treffer von Taichi Hara (28.), U23-Offensivspieler Haron Sabah (46.) und Martijn Kaars (75.).
So lief die Aufstellung des FC St. Pauli auf:
Erste Halbzeit: Voll – St. John, Mathisen, Nemeth – Saliakas (30. Schmitz), Fujita, Klein, Oppie – Jones (30. Sabah), Hara, Banks
Zweite Halbzeit: Voll – Westphal, Andō, Ritzka – Pyrka, Rasmussen, Schmidt, Schmitz (60. Schmidt), Ahlstrand – Kaars, Ceesay
Die Tabelle der 2. Bundesliga
Die Platzierung in der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Erstplatzierte am Saisonende wird Meister der 2. Liga und steigt direkt in die Bundesliga auf. Gleiches gilt für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte nimmt in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga teil, um über Auf- oder Abstieg zu entscheiden.