Darts-Talent kritisiert deutschen Spielort scharf: „Es ist ekelhaft“
Hildesheim – In der Vergangenheit haben sich bereits mehrere Darts-Profis über die unerträgliche Hitze bei einigen Stationen der PDC-Tour beklagt. Nun gab das englische Nachwuchstalent Cameron Crabtree (22) noch detailliertere Einblicke in die Herausforderungen, mit denen die Spieler vor Ort zu kämpfen haben, und nahm dabei insbesondere einen Austragungsort aufs Korn: Hildesheim.
„Dieser Ort ist der Hotspot für Fliegen“, beschwerte sich der 22-Jährige auf seinem TikTok-Account „CamShazamCrabtree“.
Auf die Frage eines Fans, ob der Verband die Spieler bei der enormen Hitze in der Halle unterstützt, erklärte der WM-Neuling von 2026 zunächst, dass die PDC hier kaum Möglichkeiten habe.
„Man kann keine Ventilatoren aufstellen, weil die Pfeile sonst weggeweht werden“, so Crabtree weiter. „An den Getränkeständen gibt es zwar Eis, sodass man sich damit abkühlen kann, aber das war’s dann auch schon.“
Daraufhin nahm der Brite die berüchtigte „Halle 39“ im niedersächsischen Ort südöstlich von Hannover als besonders negatives Beispiel ins Visier.
Dort hätten die Spieler nicht nur mit hohen Temperaturen, sondern auch mit einer Vielzahl von Insekten zu kämpfen, die von der Hitze angelockt werden.
„Wenn es in Hildesheim sehr heiß ist, tauchen Millionen Fliegen auf“, beklagte Crabtree. „Wenn du isst, landet eine Fliege auf deinem Essen. Wenn du trinkst, krabbelt eine Fliege in dein Glas. Und wenn du wirfst, sitzt wahrscheinlich eine Fliege auf dem Board. (...) Das ist einfach widerlich.“
Eine Lösung für dieses Problem konnte der auf Platz 69 der Weltrangliste geführte Spieler jedoch nicht anbieten. Anders sein Kollege James Wade (43).
„The Machine“ forderte schon vor etwa drei Wochen nach den European Darts Open in Leverkusen die PDC auf, mehr Rücksicht auf die Spieler zu nehmen: „Die Organisation muss die Darts-Spieler respektieren“, betonte der 43-Jährige im Interview mit „oche180“. „Solche Veranstaltungen sollten besser verlegt werden. Es ist nicht zumutbar, unter solchen Temperaturen spielen zu müssen.“
„Das ist wirklich keine große Herausforderung“, fügte der erfahrene Spieler hinzu. „Man hat Spieler, die das ganze Land unterhalten, und dann müssen sie unter solchen Bedingungen antreten. Das ist unfair.“