Covic-Märchen reicht Dynamo nicht – Dresden verliert Führung, Hertha bleibt ungeschlagen
Dresden – Dynamo Dresden hätte am Samstagabend unter Flutlicht Hertha BSC fast die ersten Zähler abgeknöpft – doch am Ende blieb es nur bei einer knappen Niederlage. Die Alte Dame drehte einen frühen Rückstand dank eines Doppelpacks von Jon Dagur Thorsteinsson noch in einen 2:1-Sieg, während Schwarz-Gelb eine bittere Heimniederlage hinnehmen musste.
Der Auftakt verlief für die Gastgeber dabei wie im Märchen. Ausgerechnet Patrice Covic, gebürtiger Berliner und Sohn des aktuellen U19-Trainers von Hertha, traf bei seinem Startelfdebüt gegen seinen Ausbildungsverein zur Führung für Dynamo.
Das Ganze wirkte beinahe zu schön, auch für Jon Dagur Thorsteinsson, der mit der ersten echten Chance seiner Mannschaft eiskalt zum Ausgleich einnetzte.
Nach einem Protest der SGD-Fans zu Beginn der zweiten Halbzeit gegen den DFB entwickelte sich ein temporeiches Duell mit Chancen auf beiden Seiten, das letztlich zugunsten der Berliner ausfiel. Thorsteinsson erzielte zehn Minuten vor dem Abpfiff mit einem platzierten Schuss den Siegtreffer.
Hertha bleibt somit ohne Punktverlust und hat mit sechs Siegen aus sechs Spielen sogar Chancen, den historischen Rekord für den besten Saisonstart in der 2. Bundesliga (acht Siege von Hannover 96 in der Saison 1986/87) einzustellen. Für Dynamo hingegen bedeutet die Niederlage einen herben Rückschlag, sodass die Mannschaft als Vorletzter in die Länderspielpause geht.
Endergebnis:
Dynamo Dresden – Hertha BSC 1:2
Tore: 1:0 Patrice Covic (10.), 1:1 und 1:2 Jon Dagur Thorsteinsson (29./80.)
Alle Highlights findet Ihr wie gewohnt in unserem TAG24-Liveticker zum Nachlesen.
Zur Gesamtleistung des Spiels äußerte sich der Hertha-Coach zufrieden: „Ich bin sehr glücklich mit unserer Spielweise und dem Ergebnis. Gleichzeitig gebührt Thomas Stamm und seiner Mannschaft ein großes Kompliment. Wir hatten Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden, weshalb der Rückstand auch verdient war. Doch in der zweiten Halbzeit haben wir eine starke Leistung gezeigt und das Spiel noch gedreht.“
Zum Matchwinner Thorsteinsson sagte er: „Dank seiner Position konnte er heute viel über die Mitte kommen. Er gehört zu unseren besten Torjägern. Vielleicht hat er sich in den letzten Wochen auch das nötige Quäntchen Glück erarbeitet.“
Dynamo-Trainer Thomas Stamm resümierte: „Wir hatten eine sehr starke erste Halbzeit und hätten vielleicht noch nachlegen können, wenn ich an die Chance von Vince (Vermeij) denke. Zudem hätten wir beim Ausgleich enger am Mann sein müssen. In der zweiten Hälfte konnten wir dann die schnellen Gegenangriffe nicht mehr verteidigen, weshalb wir am Ende verloren haben.“
Zur beachtlichen Laufleistung seiner Mannschaft ergänzte er: „Am Ende ist die Quantität nicht so entscheidend wie die Qualität der Sprints und intensiven Läufe. In der zweiten Hälfte hatten wir zu viele schnelle Ballverluste und konnten keine längeren Ballbesitzphasen mehr aufbauen. Die gute Laufbereitschaft zeigt aber, dass die Jungs alles geben wollen. Dennoch müssen wir sauberer spielen.“
Zum ersten Gegentor meinte Stamm: „Bei dem Tor macht Rapp einen kurzen Block, wenn wir da aktiver gewesen wären, hätte der Ball nicht durchkommen dürfen. Man muss früher aus der Defensive herausgehen und mutiger sein.“
Zur bisherigen Bilanz gegen die Top-Drei-Teams der Liga sagte Stamm: „Ein Mitglied meines Trainerstabs hat das ebenfalls angesprochen, aber wir sollten den Anspruch haben, auch gegen solche Gegner Punkte zu holen. Natürlich sagt die Tabelle nach sechs Spielen etwas aus, aber wir können nicht sagen, wir verlieren gegen die Top-Drei und holen dann nur gegen andere Teams Punkte. Gegen jeden Gegner wollen wir etwas mitnehmen.“
Zur langen Pause erklärte er: „Als Trainer möchte man natürlich schnell an Dingen arbeiten, aber eine längere Pause kann auch helfen, um den Kopf frei zu bekommen. Viele gute Aktionen auf dem Platz werden aktuell nicht belohnt. Das ist eine Chance, um gewissermaßen einen Reset zu machen.“
Spielende: Die Partie ist vorbei, Dynamo Dresden verliert trotz Führung mit 1:2, Hertha bleibt weiterhin ungeschlagen!
90.+3 Minute: Fast das dritte Tor für Berlin! Nilsson köpft am Fünfmeterraum, verfehlt aber knapp das Tor.
90.+1 Minute: Zunächst noch eine Chance für Hertha. Gouram zieht aus der Distanz ab, Schreiber pariert stark zur Ecke.
90. Minute: Es werden fünf Minuten nachgespielt, Dresden hat noch Zeit für einen letzten Versuch.
89. Minute: Kurz darauf verliert Bobzien den Ball, eine Flanke von Rossipal landet ins Leere.
88. Minute: Raschl zeigt ein Beispiel, doch seine Hereingabe vom rechten Flügel landet beim Gegner.
87. Minute: Die Zeit läuft Dynamo davon, doch noch fehlen die entscheidenden Ideen.
84. Minute: Kann Dynamo sich von diesem späten Rückschlag erholen oder bleibt Hertha makellos?
80. Minute: TOR für Hertha – Thorsteinsson schnürt seinen Doppelpack. Aus zentraler Position zieht der Isländer aus 17 Metern trocken ab und trifft neben den rechten Pfosten.
79. Minute: Hertha hat Glück, als Daferner freistehend im Strafraum das Tor knapp verfehlt.
77. Minute: Riesenglück für Dynamo! Rossipal verliert bei einem langen Ball das Duell, doch Alfa-Ruprecht verpasst im Eins-gegen-eins gegen Schreiber.
76. Minute: Hertha erhöht den Druck und macht hinten ordentlich Dampf. Der gerade eingewechselte Müller blockt einen Schuss von Thorsteinsson.
74. Minute: Stamm wechselt dreifach: Lemmer, Sterner und Müller kommen für Covic, Straudi und Rapp.
73. Minute: Nach einer Ecke kommt Nilsson gefährlich an den Ball, doch die Dynamo-Abwehr klärt geschlossen.
72. Minute: Brekalo spielt auf links durch zu Nilsson, dessen Hacken-Abschluss knapp am Tor vorbeigeht.
69. Minute: Riesenchance für Dynamo! Bobzien ist im Strafraum, verzögert aber zu sehr, sodass sein Pass abgefangen wird.
65. Minute: Stamm bringt Daferner und Raschl für Vermeij und Hauptmann.
64. Minute: Das Spieltempo ist hoch. Bobzien kombiniert mit Rossipal, doch die Flanke verfehlt alle Mitspieler.
63. Minute: Adewumi versucht es, doch Schreiber greift sicher zu.
61. Minute: Dynamo wieder am Drücker, Vermeij spielt schlecht auf Bobzien, mehr wäre möglich gewesen.
57. Minute: TOR für Hertha, doch der Treffer wird wegen Handspiels von Adewumi nach VAR-Eingriff aberkannt.
56. Minute: Dynamo kontert, eine Flanke von Covic findet keinen Abnehmer.
53. Minute: Riesenchance für Hertha! Adewumi bedient Nilsson, der aber den Ball über das Tor schießt.
50. Minute: Rossipal muss einen Fehler gegen Thorsteinsson ausbügeln.
46. Minute: Zur Halbzeit protestieren Dynamo-Fans mit Bannern und Gesängen gegen den DFB.
46. Minute: Leitl wechselt sofort: Grönning geht, Gustaf Nilsson kommt.
46. Minute: Die zweite Halbzeit beginnt im Rudolf-Harbig-Stadion.
Halbzeit: Dynamo legte vor einer beeindruckenden Kulisse stark los, und dass gerade Covic bei seinem Startelfdebüt gegen seinen Ausbildungsverein traf, ist eine dieser besonderen Geschichten, die nur der Fußball schreibt. Hertha kämpfte sich zurück und zeigte beim Ausgleich die Klasse eines Spitzenteams. Eine mögliche Unterzahl für die Gäste ab der 37. Minute blieb dank einer großzügigen Entscheidung des Schiedsrichters aus.
Halbzeitstand: 1:1.
45.+1 Minute: Hertha bleibt gefährlich, Muhamedbegovic rettet in letzter Sekunde. Drei Minuten Nachspielzeit in Hälfte eins.
45. Minute: Fast die Führung für Hertha vor der Halbzeit, doch Straudi rettet auf der Linie.
43. Minute: Gute Chance für Dynamo! Bobzien zieht ab, Gersbeck pariert.
41. Minute: Der Schiedsrichter ist bei Gelben Karten gegen Hertha-Spieler sehr nachsichtig, was auch Stamm ärgert.
40. Minute: Rapp bleibt nach einem Zweikampf verletzt liegen, kann aber weiterspielen.
38. Minute: Bobzien wird ebenfalls behandelt, steht aber wieder auf und erhält Applaus.
37. Minute: Gelbe Karte für Pedersen nach einem Foul, eine härtere Strafe wäre möglich gewesen.
36. Minute: Gelbe Karte für Muhamedbegovic.
35. Minute: Bobzien versucht es links, seine Flanke wird per Kopf geklärt.
32. Minute: Wagner sieht Gelb für ein hartes Foul.
31. Minute: Hertha ist stärker geworden, doch der Treffer kam überraschend. Wie reagiert Dynamo?
29. Minute: TOR für Hertha – Thorsteinsson gleicht aus, trifft flach ins linke Eck.
26. Minute: Dynamo verpasst fast das 2:0, Vermeij knapp am Ball vorbei.
24. Minute: Thorsteinsson scheitert bei seinem Versuch, zudem steht er im Abseits.
23. Minute: Hertha-Torwart Gersbeck fängt einen langen Ball riskant ab, doch es gelingt ihm.
22. Minute: Hertha wird stärker und bleibt in der Dresdner Hälfte.
19. Minute: Thorsteinsson versucht es aus 19 Metern, wird erneut geblockt.
19. Minute: Flanke von Thorsteinsson bleibt hängen.
16. Minute: Dynamo sucht seinen Weg über Vermeij, Covic und Wagner, Hertha wirkt beeindruckt.
14. Minute: Starker Start für Dynamo, der makellose Gegner hat Schwierigkeiten.
10. Minute: TOOOOR für Dynamo – Covic trifft! Nach Doppelpass mit Vermeij schiebt er flach ein – ein traumhafter Einstand.
8. Minute: Dynamo wieder gefährlich, doch Rapp wird abgeblockt.
6. Minute: Erste gute Aktion der Gastgeber, Flanke von Rossipal findet Vermeij nicht.
5. Minute: Bobzien zeigt Einsatz, Dynamo-Fans sorgen für laute Stimmung.
3. Minute: Intensiver Beginn mit vielen Zweikämpfen.
1. Minute: Anpfiff im Rudolf-Harbig-Stadion!
20:27 Uhr: Spieler betreten das Feld, gleich geht es los.
20:26 Uhr: Dynamo-Hymne erklingt, Gänsehaut-Moment.
20:25 Uhr: Lautstarker „DY-NA-MO“-Chor füllt das Stadion, bei den Berlinern macht sich Nervosität bemerkbar.
Vor dem Spiel holen sich beide Mannschaften noch den Applaus der Fans ab.
Durch das Startelfdebüt von Till Neininger neben Muhamedbegovic stellt Dynamo zum vierten Mal in Folge ein neues Innenverteidiger-Duo auf.
Die Veränderungen sind auch durch Sperren und Verletzungen bedingt, Stabilität fehlt noch auf dieser Position.
Dynamo wird vom lauten K-Block mit „Dynamo“-Rufen begrüßt, während Hertha-Anhänger mit Pfiffen empfangen werden – das übliche Bild.
Wegen eines angekündigten Boykotts der aktiven Hertha-Fans ist der Gästeblock nur spärlich gefüllt.
Für Covic ist das heute ein besonderer Moment: Zum ersten Mal steht er in der Startelf gegen seinen Heimatverein; sein Vater drückt sicher die Daumen.
Der Berliner durchlief seit 2015 alle Jugendabteilungen bei Hertha, bevor er im Sommer 2024 zur U19 von Werder Bremen wechselte. Sein Vater Ante Covic ist seit jeher in verschiedenen Trainerrollen bei Hertha aktiv.
Trainer Thomas Stamm überrascht mit drei Änderungen zur Vorwoche.
Till Neininger feiert nicht nur sein Startelfdebüt, sondern auch seine ersten Minuten im schwarz-gelben Trikot. Er ersetzt den kurzfristig erkrankten Thomas Keller.
Patrice Covic steht gegen seinen Ausbildungsverein erstmals in der Anfangsformation, zudem rückt Simon Straudi für Jonas Sterner rechts hinten ins Team.
Bei Hertha nimmt im Vergleich zum Spiel in Osnabrück nur eine Änderung statt: Paul Seguin kehrt nach Gelb-Rot-Sperre für Pascal Klemens zurück.
Kurz vor 19 Uhr trifft der Dynamo-Bus am Stadion ein, wenig später folgen die Berliner.
Bereits zwei Stunden vor Anpfiff bilden sich lange Schlangen am K-Block.
Die Polizei ist mit großer Präsenz vor Ort, bislang herrscht aber Ruhe.
Christian Dingert aus Lebecksmühle leitet die Partie als Hauptschiedsrichter.
Für Dynamo ist das keine gute Nachricht, denn in den letzten vier Spielen mit Dingert verloren sie stets. Unter ihm gab es außerdem eine Rote und eine Gelb-Rote Karte gegen Dresden. Der letzte Erfolg unter seiner Leitung datiert aus der Saison 2015/16.
Für Hertha sieht die Bilanz besser aus: In 19 Begegnungen unter Dingert gab es zehn Siege, vier Unentschieden und fünf Niederlagen. Das letzte Spiel verloren die Berliner im Juli 2023 gegen Fortuna Düsseldorf.
Als Assistenten sind Benedikt Kempkes und Daniel Bartnitzki im Einsatz, der Vierte Offizielle ist Felix Grund. Patrick Hanslbauer übernimmt die VAR-Rolle.
Hertha hat mit fünf Siegen den eigenen Startrekord bereits gebrochen und kann langsam auf den Allzeitbestwert der 2. Bundesliga schielen.
Nur Hannover 96 erreichte in der Saison 1986/87 zum Auftakt acht Siege in Folge und stieg später als Meister auf.
Kurz vor dem Duell seiner Ex-Clubs hat Toni Leistner seine Karriere beendet. Der gebürtige Dresdner und ehemalige Dynamospieler verbrachte seine letzten Jahre bei Hertha.
Sein Vertrag lief im Sommer aus, eine Rückkehr zur SGD kam nicht zustande. Stattdessen absolvierte er das DFB-Management-Programm „Players Pathway Management 2026“.
Fans, die nicht ins Stadion können, dürfen sich freuen: Das Spiel wird im Free-TV auf RTL ab 20:15 Uhr übertragen. Laura Papendick moderiert, Felix Kroos ist Experte, Robby Hunke kommentiert ab 20:30 Uhr.
Neben RTL zeigen Sky und die Streamingdienste RTL+, WOW, SkyGo und OneFootball die Partie. Sky-Abonnenten benötigen Sky Sport Bundesliga 2 oder das Top-Event, da Sky inzwischen zu RTL gehört und die Übertragung identisch ist.
Beide Trainer verfügen heute fast über den kompletten Kader.
Dynamo muss weiter auf die Langzeitverletzten Lars Bünning und Kenneth Schmidt sowie auf Lukas Boeder verzichten. Ansonsten ist die Mannschaft komplett.
Hertha freut sich über die Rückkehr von Paul Seguin und Boris Mamuzah Lum, die ihre Sperren abgesessen haben. Verletzte gibt es keine.
Vor der Saison war dies nicht zu erwarten, doch Hertha BSC thront mit 15 Punkten aus fünf Spielen an der Tabellenspitze.
Viele Leistungsträger verließen die Hauptstadt, darunter Tjark Ernst, Marten Winkler, Michaël Cuisance, Fabian Reese und Kennet Eichhorn. Neue Spieler kamen erst spät, darunter Mads Pedersen, Oluwaseun Adewumi, Farid Alfa-Ruprecht und Gustaf Nilsson.
Dynamo-Coach Stamm hat erkannt, dass das neue Teamgefüge funktioniert. Hertha stellt mit sechs Gegentoren die drittbeste Defensive der Liga, der Saisonstart ist der beste der Vereinsgeschichte. Erstmals seit 2013 steht man wieder an der Spitze, damals noch unter Jos Luhukay.
Bester Torschütze bei den Berlinern ist Kapitän Josip Brekalo mit vier Treffern und zwei Vorlagen. Stürmer Sebastian Grönning spielt flexibel, während junge Offensivspieler wie Adewumi, Gouram und Alfa-Ruprecht sich hervorragend entwickeln.
Ein Blick in die Historie zeigt, dass Dynamo und Hertha bislang nur fünfmal in Pflichtspielen aufeinandertrafen, mit klarer Bilanz zugunsten der Alten Dame.
Hertha gewann vier Duelle, Dynamo nur eines. In der Vorsaison entschied Hertha beide Partien ohne Gegentor für sich, in Dresden siegte der Sport-Club mit 2:0, im Rückspiel stand ein 1:0 für Hertha zu Buche.
Zudem gewann Berlin 2019 im DFB-Pokal mit 5:4 im Elfmeterschießen gegen die damals von Ante Covic trainierte SGD-Mannschaft.
Die ersten Pflichtspielduelle liegen in der Saison 2012/13, beide Mannschaften gewannen ihr Heimspiel durch Eigentore.
SGD-Trainer Thomas Stamm berichtete vor der Partie, dass das Thema der Vorfälle vom April nicht mehr thematisiert wird. „Wir blenden das komplett aus. Es war kein Thema, weder bei uns noch den Spielern. Ein Teil der Mannschaft hat das nicht aktiv erlebt, ein Teil schon. Das kann auch eine Chance sein, zu zeigen, wie Fußball unter guten Bedingungen funktioniert und der Sport im Mittelpunkt steht.“
Er fügte hinzu: „Es würde keinen Einfluss haben, wenn wir es ansprechen würden. Wir müssen uns auf andere Dinge fokussieren.“
Die verschärften Sicherheitsmaßnahmen, besonders die reduzierte Gästekontingentierung und personalisierten Tickets, stießen bei den Berliner Fans auf Ablehnung.
Ende August rief ein Teil der aktiven Fanszene zum Boykott auf, um ein Zeichen gegen Kollektivstrafen zu setzen.
Deshalb werden heute lediglich 600 bis 700 Hertha-Anhänger erwartet, deutlich weniger als die üblichen 3.000 Karten im Gästebereich. Selbst bei halber Stadionkapazität wären etwa 1.500 Zuschauer möglich gewesen. Für Hertha ist dies die geringste Anzahl an Auswärtsfans seit fast zehn Jahren.
Bei Dynamo sind alle Heimtickets verkauft, insgesamt werden rund 30.000 Zuschauer erwartet.
Obwohl die Ereignisse aus dem April noch präsent sind, wurde das Spiel erneut für Samstagabend angesetzt. Die Sicherheitsbehörden sind jedoch besonders wachsam.
Die Polizei stuft die Partie als Hochrisikospiel (Kategorie 1) ein und rechnet mit einem hohen Sicherheitsrisiko. Dabei werden die Erfahrungen aus der Vorsaison sehr ernst genommen.
Beide Vereine akzeptierten die Maßnahmen wie die Halbierung des Gästekontingents und personalisierte Eintrittskarten. Zudem gibt es heute eine erweiterte Pufferzone im Stadion.
Die Stadt erließ eine Allgemeinverfügung, die das Mitführen bestimmter Gegenstände rund um das Stadion am Spieltag verbietet. Dazu zählen Pyrotechnik, Messer, Arbeits- und Schutzhandschuhe, Sturmhauben und Schlauchschals. Die Verbote gelten von 17:30 Uhr bis 24 Uhr in einem festgelegten Gebiet rund um das Rudolf-Harbig-Stadion.
Ein Rückblick auf die Vorfälle der vergangenen Saison darf nicht fehlen: Am 4. April 2026 kam es beim Rückrundenspiel beider Vereine zu schweren Ausschreitungen.
In der 19. Minute drangen Berliner Fans in den Innenraum ein und versuchten, in den Dynamo-Block vorzudringen. Es folgten Prügeleien und eine Platzstürmung von Dynamo-Anhängern. Pyrotechnik wurde gezündet, bis die Polizei den Platz stürmte. 17 Personen wurden verletzt. Nach langer Unterbrechung setzte Hertha sich mit 1:0 durch.
Für die Krawalle erhielten Hertha (152.000 Euro) und Dynamo (91.200 Euro) empfindliche Geldstrafen. Zudem wurde Dynamo eine ein Spiel und ein weiteres auf Bewährung gesperrte K-Block-Sperre auferlegt, gegen die Dynamo juristisch vorgeht, sodass die Sperre derzeit ausgesetzt ist.
Herzlich willkommen zu unserem TAG24-Liveticker zum Zweitliga-Topspiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC.
Ab 20:30 Uhr rollt der Ball im Rudolf-Harbig-Stadion, bis dahin versorgen wir Euch mit allen wichtigen Informationen rund um die Begegnung.