Neuer Transferbedarf? Energie Cottbus nimmt nun vereinslose Spieler ins Visier
Cottbus – Trotz des spektakulären 4:4-Unentschiedens beim VfL Wolfsburg ist der Kader von Energie Cottbus weiterhin verbesserungswürdig. Das Transferfenster ist zwar geschlossen, doch der Verein sucht dennoch nach Verstärkungen – jetzt richtet sich der Fokus verstärkt auf vereinslose Profis!
Auf dem Papier umfasst der Kader von Cottbus 28 Spieler.
Abgezogen werden müssen jedoch der langzeitverletzt ausfallende Stürmer Erik Engelhardt (28), der nicht mehr eingeplante Verteidiger Anderson Lucoqui (29) sowie die beiden Nachwuchstalente Joey Taubeneck (19) und Aaron Reschke (18). Effektiv stehen dem Team somit nur 24 Spieler zur Verfügung, darunter vier Torhüter.
Energie hat bis zum letzten Moment versucht, den Kader zu ergänzen, blieb dabei jedoch erfolglos. Vor etwa einer Woche äußerte Trainer und Sportlicher Leiter Pele Wollitz (61) pragmatisch: „Wir müssen uns davon lösen, dass wir immer erste Wahl sind.“
Aus diesem Grund rücken für Energie nun vermehrt vereinslose Fußballer in den Fokus. Wollitz erklärt: „Es gibt nach wie vor einige interessante Kandidaten ohne Verein. Ein Engagement ist nicht ausgeschlossen. Möglicherweise wurden einige bereits kontaktiert.“
Berichten zufolge lassen die Vertragslosen ihre Optionen noch offen und fordern zunächst hohe Gehälter. Für Cottbus könnte das von Vorteil sein, denn mit der Zeit dürften auch deren Ansprüche sinken. Dann sollte Energie bereit sein zuzuschlagen.
Der Trainer sieht darin keineswegs ein Misstrauensvotum gegenüber dem bestehenden Team: „Die Mannschaft braucht einfach etwas mehr Zeit, um sich an dieses Spielniveau und vielleicht auch an das individuelle Tempo zu gewöhnen.“
Allerdings gibt es für Wollitz eine wichtige Voraussetzung: „Die Spieler sollten idealerweise so fit sein, dass sie auch ohne intensives Mannschaftstraining sofort eine spürbare Verstärkung darstellen.“
Das bedeutet konkret: Abgesehen vom Trainingsgast Marcel Beifus (23), der bereits seit vier Wochen bei Cottbus mittrainiert, bleibt dem Verein keine Zeit, Spieler erst wieder auf das erforderliche Niveau zu bringen.
Wollitz ergänzt: „Wenn man gesund ist und regelmäßig trainiert, erreicht man schnell das nötige Leistungsniveau. Das ist eine Grundbedingung – ohne diese macht eine Verpflichtung keinen Sinn.“
Die gesuchten Verstärkungen sind klar definiert: Ein verlässlicher Ersatz für den langzeitverletzten (und mittlerweile operierten) Erik Engelhardt, ein erfahrener Führungsspieler für die Abwehr sowie mindestens ein routinierter Außenverteidiger.
Für die linke Abwehrseite zeichnet sich eine ungewöhnliche Lösung ab: Der eigentlich verabschiedete Leon Guwara (30) könnte zurückkehren. Wollitz sagte vor einer Woche: „Hier wird es bald eine Entscheidung geben.“
Am vergangenen Dienstag war diese offenbar noch nicht gefallen.
Tabelle der 2. Bundesliga
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Mannschaft, die am Saisonende den ersten Platz belegt, wird der Titel des Zweitliga-Meisters verliehen und sie steigt in die 1. Bundesliga auf. Dies gilt ebenso für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte spielt in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Verbleib oder Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse.