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Warum Christoph Daferner trotz Interessenten bei Dynamo bleiben will

Windischgarsten (Österreich) – Christoph Daferner wirkt entspannt, locker und gut gelaunt. Kein Wunder, denn während eines Spiels von Dynamo in Großenhain gegen Kassel erlebte er ein ganz besonderes Ereignis: Er wurde zum zweiten Mal Vater – diesmal eines Mädchens. „Alle sind gesund und wohlauf“, berichtet er mit spürbarer Ruhe, die den 28-Jährigen auszeichnet.

„Dafi“ startet nun in seine fünfte Spielzeit bei Dynamo. In der vergangenen Rückrunde stand er häufig nur als Ersatzspieler auf dem Platz, da Vincent Vermeij (31) die Stammposition innehatte. „Er hat seine Sache wirklich gut gemacht“, zeigt Daferner Respekt für seinen Mitspieler. Von Enttäuschung ist dabei nichts zu spüren.

Trotzdem gab es in der Vorbereitung immer wieder Spekulationen über einen möglichen Wechsel. So sollen unter anderem Drittligisten aus Essen und Duisburg Interesse gezeigt haben. „Ab und zu wurde ich gefragt, aber solche Gerüchte werden in der Sommerpause schnell aufgebauscht. Für mich waren sie ehrlich gesagt nie von Bedeutung und auch nicht Teil meiner Überlegungen“, stellt er klar – ein Abschied kommt für ihn nicht in Frage.

Die Begründung folgt prompt: „Natürlich bin ich ehrgeizig. Jeder Spieler möchte 90 Minuten auf dem Platz stehen, das ist selbstverständlich. Aber ich gehe jetzt in meine fünfte Saison bei Dynamo. Das ist eine Tatsache, und da weiß man, was man aneinander hat – sowohl der Verein als auch ich selbst. Ich fühle mich hier wirklich wohl.“

Die Vorbereitung ist für alle neu, alle fangen bei null an. Daferner setzt sich das Ziel, sich wieder häufiger Spielzeit zu erkämpfen.

Er erinnert sich zurück an das Jahr 2020, als er erstmals zu Dynamo kam: „Damals war ich eher der dritte oder vierte Stürmer. Markus Kauczinski hat mir damals die Chance gegeben, und im Laufe der Zeit hat sich vieles entwickelt. Im Fußball kann man nie genau vorhersagen, wie es läuft.“

Damals schoss er Dynamo zurück in die 2. Liga und erzielte in der Aufstiegssaison erneut zweistellig Tore. „Jetzt heißt es für mich vor allem, hart zu arbeiten, mich anzubieten und dran zu bleiben“, erklärt der Stürmer.

Inzwischen zählt Daferner zu den erfahrensten Spielern in Schwarz-Gelb. Er kennt den Verein und das Umfeld sehr gut, was besonders bei der Integration neuer Spieler von Vorteil ist. Hier steht er mit Rat und Tat zur Seite.

„Ich glaube, ich kann dabei helfen. Es ist wichtig zu verstehen, warum die Fans bei bestimmten Dingen unterschiedlich reagieren – wann Euphorie aufkommt und wann eher Stimmungstiefs. Solche Nuancen sind hier oft anders als an anderen Orten“, erläutert Daferner.

Dieses Wissen möchte er weitergeben, am liebsten auf dem Spielfeld. Neben seinen bisherigen 53 Treffern sollen weitere Tore folgen – aber stets mit der gleichen Ruhe und Gelassenheit.